Streletz in Vegas

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2010 pilgerte die Welt ins Ruhrgebiet. 2011 geht der hiesige Henselowsky-Boschmann-Verlag auf Tour. Auf Einladung der Universität von Las Vegas lesen sechs Revier-Autoren am 19. Januar 2011 auf dem dortigen Campus aus ihren aktuellen Büchern. Unter ihnen ist auch der Bochumer Autor Werner Streletz. Zum Hintergrund: Seit langem pflegt der Verlag Kontakt zu knapp 6000 Exil-Ruhris. Etwa 200 davon leben in den USA, wobei besonders der Westen stark vertreten ist. Was läge da näher, als Ruhrgebiets-Literatur in Nevada vorzustellen? Gerade in Las Vegas, da die Stadt, ähnlich der Ruhrgebietsstädte, aufgrund struktureller Veränderungen zum Wandel verurteilt ist und unter einem verzerrten Außenimage leidet. Anschließend treffen sich die Revier-Autoren zu einer Frozen Margarita am einarmigen Banditen.

Durch die Wüste

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Durch die Wüste

Das Astronomische Institut der RUB kooperiert mit einem Sternwarte in der chilenischen Atacamawüste. Ab dem 16. Januar zeigt das Endstation Kino dazu den passenden Film: „Nostalgia de la luz“ von Patricio Guzmán (Der „Fall Pinochet“, „Salvador Allende“). In der Atacamawüste beobachten Observatorien den Weltraum. In ihrer Nähe suchen Familien der Opfer des Pinochet-Regimes noch heute nach Überresten ihrer Angehörigen. Regisseur Guzmán verbindet beide Themen zu einem bildlich wie textlich pointierten, poetischen und essayistischen Dokumentarfilm, der über die Aspekte von Vergangenheit und Zukunft reflektiert. Der Film wurde unter anderem mit dem Europäischen Filmpreis 2010 als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet.

Obdach für bodo

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boinkürze

Das Straßenmagazin bodo hat eine neue Adresse. Die Stadt Bochum vermietet dem Verein Räumlichkeiten in der ehemaligen Bochumer Eisenhütte, Stühmeyerstraße 33. Eine endgültige Lösung ist damit allerdings noch nicht gefunden. Weil die Stadt langfristig plant, das ganze Gebäude zu verkaufen, ist der Mietvertrag auf drei Monate befristet, verlängert sich jedoch automatisch, solange sich kein Käufer findet.  „Wir freuen uns trotzdem sehr über das Entgegenkommen der Stadt“, sagt  Bastian Pütter, Redaktionsleiter bei bodo. „Kommerzielle Vermieter haben uns die Suche wochenlang sehr schwer gemacht.“ Die Vorbehalte gegen das Obdachlosenmagazin waren ebenso groß wie unbegründet: „Die haben sich verhalten, als ob wir vorhätten, in ihren Räumen wilde Pennerparties zu feiern“,  so Pütter. Die neuen Räume in der Eisenhütte sind ab Februar bezugsfertig, das Straßenmagazin kann ohne Unterbrechungen erscheinen.
Bochum ist für bodo vor allem im Vergleich zum großen Nachbarn Dortmund als schwieriges Pflaster. „In Dortmund hätten wir weniger Probleme mit den Vermietern gehabt“, glaubt Pütter. „Vielleicht sind die neuen Räume eine Gelegenheit, die Akzeptanz des Vereins auch in Bochum zu steigern.“

Margot Käßmann

Geschrieben von Chs am . Veröffentlicht in Kurzmitteilungen

Am 12. Januar tritt Margot Käßmann ihre Antrittsvorlesung an der Ruhr-Universität Bochum an. Um 11 Uhr wird sie im Audimax über die „Multikulturelle Gesellschaft – Wurzeln, Abwehr und Visionen“ sprechen. Käßmann übernimmt ein Jahr lang die Max-Imdahl-Gastprofessur an der RUB. Besonders zum Gebiet der Ökumene und Sozialethik wird die ehemalige Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)an der Ruhr-Uni forschen und lehren. Margot Käßmann wurde im Jahre 1958 geboren, studierte Evangelische Theologie und wurde 1989 an der Ruhr-Universität promoviert. Der Rektor der RUB, Elmar Weiler findet, „Margot Käßmann hat beispielhaft zum Wissenstransfer theologischer Theorie in die Öffentlichkeit beigetragen und ist daher für die Gastprofessur hervorragend qualifiziert.“ 

Bochumer Feinstaub bald im Internet

Geschrieben von rvr am . Veröffentlicht in Kurzmitteilungen

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz hat endlich eine lange geforderte Feinstaub-Messstation an der Herner Straße aufgestellt. Seit drei Jahren sind die entsprechenden Daten nicht mehr erhoben worden – obwohl AnwohnerInnen das wiederholt gefordert hatten. Im Jahr 2007 hatten die Messungen ergeben, dass der Feinstaub-Tagesgrenzwert von 50 Mikrogramm an 44 Tagen überschritten wurde. Die Gesetze sehen vor, dass die Stadt bei mehr als 35 Überschreitungstagen zwingend eingreifen muss. Während erste Maßnahmen wie das regelmäßige Reinigen der Straße mit Wasser von ExpertInnen als nicht erfolgversprechend beurteilt worden sind, gelten inzwischen in weiten Teilen der Innenstadt die Umweltzonen. In ihnen dürfen Autos mit besonders schädlichen Abgasen nicht mehr fahren. Jetzt wird sich zeigen, ob die Stadt allein damit ihrer Pflicht nachgekommen ist – schließlich ist davon auszugehen, dass ein Großteil der Belastungen von den Autobahnen kommt. Die Werte der neuen Messstation sollen noch in diesem Monat im Internet abrufbar sein, bis Redaktionsschluss war das allerdings noch nicht der Fall. Mindestens ein Jahr lang sollen die Daten an der Herner Straße erhoben werden. Wenn das Luftreinhaltungsziel nicht erreicht wurde, dann auch länger.

Ruhr.2010 Trödel

Geschrieben von eRe am . Veröffentlicht in Kurzmitteilungen

 

Auch wenn das Kulturhauptstadtjahr nichts Nachhaltiges hinterlassen hat, blieb einiges über. Ruhr-Atoll-Hinweis-Schilder, Kofferanhänger von Odyssee Europa, Sitzkuben aus RUHR.2010-Bannern, Regenponchos der Eröffnungsfeier oder Warnwesten vom Still-Leben beispielsweise. Damit all das nicht in den Ecken der Veranstalter verstaubt, gibt es am Freitag, den 28. Januar, von 15 bis 20 Uhr und am Samstag, den 29., und Sonntag, den 30. Januar, von 10 bis 18 Uhr einen großen Ruhr.2010-Trödelmarkt. Zum Verkauf steht alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Außerdem gibt es die Produkte aus dem Kulturhauptstadt-Shop bis zu 70% reduziert. Wer also auch in 2011 noch nicht genug von 2010 hat, der kann sich Erinnerungsstücke kaufen - an der Frohnhauser Str. 95 in Essen.