Nazis schänden Gedenkstätten

Geschrieben von USch am . Veröffentlicht in Kurzmitteilungen

In Bochum sind gleich an vier Orten jüdische und antifaschistische Gedenkstätten massiv geschändet worden. In der Nacht vom 19. auf den 20. November haben Unbekannte etwa 25 Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof Wattenscheid mit Farbe beschmiert und zum Teil umgestoßen. Neben großflächigen Hakenkreuzen wurden die Gräber mit volksverhetzenden antisemitischen Parolen verunstaltet. Zudem wurde an der Huestraße in Bochum eine den Opfern nationalsozialistischer Verbrechen gewidmete Gedenktafel beschmiert. Bereits in der Nacht zuvor waren Erinnerungsstätten zum Gedenken an die jüdischen Opfer und die Synagoge in Wattenscheid geschändet worden. Ebenfalls am Wochenende wurde ein Gedenkstein für antifaschistische Widerstandskämpfer auf dem Bochumer Hauptfriedhof am Freigrafendamm mit Nazi-Schmierereien besudelt. Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) Bochum zeigte sich entsetzt, errinnerte allerdings auch an ihre Stellungnahme nach dem Freispruch des NPD-Vorstands Wulff durch das Bochumer Landgericht: Mit der Entscheidung habe das Gericht den Neonazis „eine Steilvorlage“ geliefert. Die Polizei bittet etwaige Zeug_innen um Hinweise.

Our Heavenly Darkness

Geschrieben von CMP am . Veröffentlicht in Kurzmitteilungen

Zwischen Schatten und Dunkelheit: Passend zur Haushaltssperre gehen in Bochum jetzt die Lichter aus. Na ja, nicht ganz, aber fast, wenn man den erbosten BürgerInnen Glauben schenken will. In Bochum gibt es 38.000 Straßenleuchten, sogenannte Pilzleuchten, die schon immer in Verdacht standen, das Licht diffus und ungelenk zu verteilen, jedoch von den BürgerInnen sehr geschätzt wurden. Jetzt der Skandal: 5.600 dieser ehrwürdigen Pilzleuchten sollen durch moderne Halogenmetalldampflampen, sogenannte „Pufffunzeln“, ersetzt werden. Darunter leidet nicht nur die öffentliche Beleuchtung. 2 Millionen Euro Fördergelder aus dem Konjunkturpaket II wurden lockergemacht, allein um die Stadt zu verdunkeln. Ganz klar, dass dabei mancheR BürgerIn schwarz sieht. Doch bei aller Schwarzseherei sollte nicht vergessen werden, dass die alten Quecksilberdampflampen 125 Watt verbrauchten, die neuen „Pufffunzeln“ jedoch nur 35 Watt. Also alles im grünen Bereich, oder?