#743- Das Erbe Nokias

Geschrieben von jk am . Veröffentlicht in Kurzmitteilungen



Das Erbe Nokias

Rund hundert Tage nach der Hiobsbotschaft, dass der Handyhersteller "Nokia" den Standort Bochum noch in diesem Jahr verlassen wird, erhält dieser unverhofften Aufwind. Das kanadische Unternehmen "Research in Motion" (RIM) – bekannt in erster Linie durch seinen Mini-Computer "Blackberry" – wird sein "europäisches Zentrum für Forschung und Entwicklung" in unmittelbarer Nähe zur Ruhr-Universität ansiedeln. Zunächst werden 140 bis 180 Ingenieure eingestellt (überwiegend ehemalige Nokia-Beschäftigte), langfristig sollen in Bochum etwa 500 Arbeitsplätze entstehen.
jk

#742- Kurzmitteilungen

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in Kurzmitteilungen

Hamburger Koalition fast perfekt

In unserer letzten Ausgabe berichteten wir über die Pläne von CDU und GAL (Grün-Alternative Liste) in Hamburg, das aktuelle Konzept der Studiengebührenerhebung zu kippen und durch nachträgliche Gebühren zu ersetzen. Vergangenen Donnerstag unterschrieben beide Parteien nun den Koalitionsvertrag. Am 27. (GAL) beziehungsweise 28. April (CDU) müssen nun noch die jeweiligen Parteimitglieder über das schwarz-grüne Bündnis abstimmen. Trotz vieler Kompromisse, die AnhängerInnen beider Parteien nur mit viel Unmut aufnahmen, scheint die Zustimmung der Basis bloß noch Formsache zu sein. Interessant sind diese Entwicklungen für uns in erster Linie deshalb, weil eine CDU-geführte Landesregierung erstmals eine Entscheidung gegen das eigene Studiengebühren-Modell fällt.
jk

Politik der offenen Taschen

Auch wenn er seit Anfang dieses Jahres den Senat unserer Uni als höchstes beschlußfassendes Gremium abgelöst hat, gab es bis heute eigentlich nichts Interessantes über den Hochschulrat zu berichten: Das neu entstandene Gremium, dass sich ausschließlich aus sechs uniexternen Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft und dem öffentlichen Leben zusammensetzt, hat es in den vier Monaten seit seiner Einsetzung schlicht nicht geschafft, sich zu treffen, um sich mit den Belangen der Uni zu befassen.
Auf der konstituierenden Sitzung vor zwei Wochen jedoch war es dann so weit - drei Beschlüsse wurden gefasst. Nummer eins: Der Hochschulrat wählt sich einen Vorsitzenden und eine Stellvertreterin. Nummer zwei: Der Hochschulrat gibt seine Kompetenzen als oberste Dienstbehörde an den Rektor ab. Nummer drei: Jedes Mitglied des Hochschulrats bekommt 1.000 Euro pro Sitzungstag.
Zwei Tage haben die Damen und Herren für diese umfassenden Beschlüsse gebraucht, die Uni hat die Beratung dieser drei Beschlüsse durch die hohen Eminenzen schlappe 12.000 Euro gekostet. Zum Vergleich: Jedes Senatsmitglied erhält pro Sitzungstag eine Aufwandsentschädigung von null Euro.
Benjamin Bettinger

Neue Veranstaltungsreihe: PolDigital

Am kommenden Montag startet die Veranstaltungsreihe ,,PolDigital‘‘, welche sich zum Ziel gesetzt hat die bereits stattfindende Reihe ,,PolDi‘‘ (politischer Dienstag) durch weitere Inhalte aus den Themenkomplexen Datenschutz, Datensicherheit und Freie Software zu ergänzen. Zu erwarten sind Veranstaltungen zur Vorratsdatenspeicherung, zu (RFID-)Chips in Studierendenausweisen, zu VSPL und zu Freier Software. Das fertige Programm für PolDigital wird in Kürze erscheinen.
Moritz Schulte

Uni-Run und
Sommerfest

Am 21. Mai veranstaltet die Fakultät für Sportwissenschaft an der RUB zum sechsten Mal den alljährlich stattfindenden Uni-Run. Der beliebte Halbmarathon (Distanz: 21 km) wird durch den Campus-Lauf (5 km) bereichert. Um 17:30 Uhr wird der Startschuss für den Halbmarathon ertönen, dreißig Minuten später starten die Läufer zum kürzeren Campus-Lauf, der zudem in diesem Jahr mit neuer Streckenführung aufwartet. Ausgangspunkt und Ziel beider Läufe ist der Forumsplatz vor dem Audimax. Falls auch Ihr am Uni-Run oder alternativ am Campus-Lauf teilnehmen möchtet, könnt ihr Euch bereits jetzt auf rub.de dafür anmelden.

Für diejenigen unter Euch, die sich weniger für sportliche Herausforderungen dieser Art begeistern können, findet wie gewohnt natürlich auch das berühmte Sommerfest der Ruhr-Uni am gleichen Tag statt. Unter dem Motto "Gemeinsam für Bochum" wird das Fest (das übrigens in diesem Jahr bereits zum 35. Mal veranstaltet wird) um 17:15 Uhr vom Rektor eröffnet. Für ein umfangreiches Kulturprogramm sorgt die Zusammenarbeit der RUB mit dem Schauspielhaus Bochum, dem Deutschen Bergbau-Museum, dem VfL Bochum und der Jahrhunderthalle.
jk

#741- Kurzmitteilungen

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in Kurzmitteilungen

Copy me - I want to travel

Aneignungskonflikte um geistiges Eigentum im High-Tech-Kapitalismus

Copy me - I want to travel so lautet der Titel eines Songs von Bernadette La Hengst. In ihm ruft die Idee dazu auf, die Leute mögen sie kopieren, sie sei kollektiv und möchte gerne reisen... Das Lied ist künstlerischer Ausdruck aktueller gesellschaftlicher Auseinandersetzungen um geistiges Eigentum. Durch dessen Formierung sollen bislang noch nicht durch die Warenform organisierte Sphären dem privaten Eigentumsregime unterworfen werden. Im Vortrag soll die theoretische Grundlegung geistigen Eigentums, die in den aktuellen Debatten meist stillschweigend vorausgesetzt beziehungsweise naturalisiert wird, analysiert werden. Auf dieser Grundlage sollen in der Folge häufig aufgeworfene Fragen diskutiert werden: Ist geistiges Eigentum durch den technischen Fortschritt gefährdet? Sind alternative Produktionsweisen wie Freie Software oder Open Access die (Wissens)Produktionsweisen der Zukunft und weisen gar über herrschende Verhältnisse hinaus? Wie reproduzieren sich WissensarbeiterInnen angesichts solcher Produktionsweisen?

Dr. Sabine Nuss ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Zum Thema erschien ihr Buch "Copyright & Copyriot. Aneignungskonflikte um geistiges Eigentum im informationellen Kapitalismus" (Münster 2006)
Sven Ellmers

Sinnfreie technische Neuerungen

Das AKAFÖ bietet nun schon seit geraumer Zeit die Möglichkeit, den Mensaplan der Woche per E-Mail zu abonnieren. Sehr praktisch, da man so schon freitags planen kann, wann man mit wem in der nächsten Woche wo essen gehen will.
In den Ferien hielt hier sogar eine neue Technik Einzug: RSS, eine eigentlich tolle Methode, um anonym und jederzeit Daten abzurufen. Die RSS-Feeds lassen sich nun für alle Mensen und Cafeterien abonnieren, so dass man täglich auf dem Laufenden ist. Der Vorteil dieses Feeds verschwindet aber sehr schnell wieder, denn anstatt dass einfach der Inhalt der Mail als Feed zur Verfügung gestellt wird, bekommt man nun wirklich täglich neue Einträge zu lesen. Leider zeigen diese jedoch nicht das Angebot des Tages, sondern jeweils einen Eintrag für Bistro, Sprintertheke und die anderen Ausgabestellen. Diese verweisen wiederum einzeln auf die Wochenübersicht auf der AKAFÖ-Homepage. Also nichts mit Feedeintrag speichern und offline lesen beziehungsweise tollen Service genießen. Nachdem man den Feed erstmal abonniert hat, fragt man sich doch auch recht schnell nach dem Sinn dieser Geschichte und abonniert in der Flucht vor dem Unsinn wieder die wöchentliche E-Mail.
FF


Reform, Reform, Reform

Wenn man sich die bsz der letzten vier Jahre ansieht, so stellt man fest: vor der Reform ist nach der Reform, ist vor der Reform. Auch diese Ausgabe erscheint einmal mehr in einem neuen alten Layout, mit neuen alten Schwerpunkten, mit einer neuen Redaktion. Wie in jedem Jahr nutzt der AStA seine Mehrheiten, um die Redaktion, das Statut und sowieso alles zu reformieren, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Es ist die Aufgabe des AStA als Herausgeber der bsz, den Rahmen zu stecken, in dem sich die Redaktion bewegen kann. Und da es an der Ruhr-Uni häufig komplette AStA-Wechsel gibt, ändert sich auch die bsz beinahe jährlich. Nun sind Reformen im Pressewesen nicht ungewöhnlich. Die "FAZ" hat jetzt bunte Bilder auf dem Titel, die "Welt" ein neues Layout und die "New York Times" streicht Stellen zugunsten der Aktienrendite. Der große Unterschied aber ist, dass all diese Zeitungen profitabel sein müssen – das muss die bsz nicht. Deshalb müsste ein gutes und kontinuierliches Konzept machbar sein. Über den eigenen Schatten zu springen und Zugeständnisse zu machen, scheint für die Asten der vergangenen Jahre aber nicht möglich gewesen zu sein: Jedes Jahr wussten sie es doch wieder besser – und alle müssen sich an eine neue bsz gewöhnen.
Trotz ständiger Rotation der Personen und Konzepte ist der AStA nie zufrieden mit seiner Zeitung. Und um ehrlich zu sein, dass muss er auch nicht! Wir, die Redakteure und Redakteurinnen der BSZ haben einen anderen Adressaten: Euch, die Studierenden an der RUB und unsere Leserinnen und Leser in der Stadt.
sjn, rvs