:boinkürze: JedeR BochumerIn ist 1000 Euro wert

Geschrieben von mar am . Veröffentlicht in KM

„Bochum verliert Geld“ heißt eine Anfrage für die nächste Sitzung des Hauptausschusses im Bochumer Stadtrat am 31. Oktober. Auf die Tagesordnung gebracht hat dies die CDU-Fraktion. Was sie damit meint: Bochum verliert EinwohnerInnen. Das Land NRW vergibt nämlich knapp 1000 Euro pro EinwohnerIn an seine Kommunen. Und da Bochums Bevölkerung schrumpft, setzt die Unionsfraktion dies mit einem Schrumpfen der Stadtkasse gleich. Aktueller Anlass der Diskussion ist die Tatsache, dass ein Bauunternehmer von 160 Grundstücken in Hattingen und Essen an der Grenze zu Bochum 120 an Bochumer Familien verkauft hat.Bochumer BauunternehmerInnen haben es schwerer als diejenigen in den umliegenden Städten. Bauland sei in der noch 373.000 EinwohnerInnen zählenden Stadt einfach viel zu teuer, lautet die Klage vonseiten der Wohnbebauungsgesellschaften. Auch seien die Bochumer Bebauungspläne unattraktiv, der alte Güterbahnhof in Weitmar wird zum Beispiel nicht zur Bebauung genutzt. Auch die IHK Mittleres Ruhrgebiet kritisiert das Bochumer Wohnbaulandkonzept. Nach Rechnung der CDU-Fraktion gehen der Stadt durch diese Fehlplanung 480.000 Euro im Jahr verloren. Hinzu kommt, dass dadurch dem Baugewerbe in der Stadt Aufträge in Millionenhöhe verloren gingen.

Wahlbeteiligung gestiegen

Geschrieben von ks am . Veröffentlicht in KM

Die IsländerInnen haben am Wochenende über ihre neue Verfassung abgestimmt. An dem Referendum nahmen rund 60 Prozent der Wahlberechtigten teil. Das ist für isländische Verhältnisse eine sehr gute Beteiligung. Bisweilen bekam mensch den Eindruck, dass sich ausländische Medien mehr für die Volksabstimmung interessieren als die WählerInnen selbst. Die Abstimmung bestand aus 6 Fragen, die mit Ja oder Nein zu beantworten waren. Neben der Verfassung bekamen auch Vorschläge zu mehr direkter Demokratie und der Vergesellschaftung der natürlichen Ressourcen breite Zustimmung.

AStA der Uni Duisburg-Essen fordert Kultur-Café zurück

Geschrieben von clu am . Veröffentlicht in KM

Seit Januar diesen Jahres ist das Kunst- und Kultur-Café (KKC) an der Universität Duisburg-Essen in den Händen des Studentenwerkes. Der ehemalige Finanzreferent Borislav Schön hatte damals das dem AStA gehörende Café an das Studentenwerk verkauft – was der heutige Studierendenausschuss für rechtswidrig hält. Am 18. Oktober hat er sich nun per Vollversammlung das notwendige Mandat eingeholt, um gegen den Verkauf vorzugehen. Der Studierendenschaft geht es vor allem darum, der eingetretenen Monopolstellung des Studentenwerks entgegenzuwirken und die hart erkämpfte Eigenständigkeit des KKCs wiederherzustellen. Die Uni hingegen sieht das Café beim Studentenwerk in besseren Händen, so die Sprecherin Beate Kostka. Der AStA boykottiert das KKC derweil.

Euskadi: nationalistische Mehrheit

Geschrieben von ph am . Veröffentlicht in KM

Bei den Regionalwahlen am Sonntag haben im Baskenland (baskisch Euskadi) die baskisch-nationalistischen Kräfte zusammen die absolute Mehrheit gewonnen. Die gemäßigte, konservative PNV (Baskische Nationalistische Partei) von Iñigo Urkullu wurde stärkste Partei und erreichte 27 der insgesamt 75 Sitze. Das radikalere, sozialistische Wahlbündnis Bildu, welches erstmals antreten durfte, erreichte auf Anhieb 21 Sitze. PNV und Bildu hätten bei einer Koalition die absolute Mehrheit, mittels der Bildu dann wahrscheinlich ein Referendum über die Unabhängigkeit durchsetzen könnte. Bildu musste seine Teilnahme an Wahlen im Mai 2011 beim spanischen Verfassungsgericht erkämpfen, nachdem ihm diese vom Obersten Gerichtshof untersagt wurde, da auf den Listen von Bildu ein hoher Anteil von Mitgliedern der verbotenen, angeblich ETA-nahen Partei Batasuna kandidieren. Die bisher regierende sozialistische PSE verlor dramatisch und kommt nur noch auf 16 Sitze. Die Partei des spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy, die konservative Partido Popular, erreichte noch 10 Sitze. Am 25. November sollen auch in Katalonien Regionalwahlen stattfinden, welche das dort regierende Parteienbündnis CiU als Unabhängigkeitsreferendum nutzen will. Der Separatismus in Spanien erstarkt durch die Wirtschaftskrise enorm, die Landkarte Europas könnte sich in absehbarer Zeit verändern.

boinkürze: OpelanerInnen mit Currywurst abgespeist

Geschrieben von mar am . Veröffentlicht in KM

Vergangene Woche vor 50 Jahren, am 10. Oktober 1962, ist in Bochum der erste Opel Kadett A vom Band gelaufen. Dieses besondere Jubiläum sollte trotz schwerer Zeiten für den Autohersteller mit der Belegschaft gefeiert werden – zwar erst Ende Oktober aber immerhin. Dann gab es allerdings Pläne aus der Rüsselsheimer Zentrale, die Feier ganz ausfallen zu lassen. Letztendlich wurde vergangenen Dienstag beschlossen, die Feier auf Mitte Dezember zu verlegen. Mit der Sanierung des angeschlagenen Standortes soll diese Entscheidung nicht in Zusammenhang stehen. Welche Gründe dieser Beschluss hat, ist nicht bekannt.
Am 09.10. erhielten die MitarbeiterInnen in Form eines Flugblattes eine Einladung zu einem Imbiss in der Kantine, was die Stimmung zunächst gebessert haben dürfte. Dieser Imbiss stellte sich als eine Currywurst für jedeN MitarbeiterIn heraus. „Das war wie ein Schlag ins Gesicht, so was von erniedrigend und beschämend“, zitierte das WAZ-Portal derwesten.de einen Opel-Mitarbeiter. Aus Protest gegen diese billige Abspeisung für die teils jahrzehntelange Mitarbeit, nahmen viele OpelanerInnen das „großzügige“ Angebot nicht an. Da half es auch nicht, das Werksleiter Manfred Gellrich den Imbiss aus eigener Tasche bezahlt hat.

Schreib mal wieder

Geschrieben von ks am . Veröffentlicht in KM

Die Literarische Gesellschaft Bochum und der Friedrich-Bödecker-Kreis NRW rufen zu einem Schreibwettbewerb auf. Unter dem Motto „Dein Bochum: Urban History Rewritten“ werden Texte zu Deinem Lieblingsort in Bochum angefragt. Aus dem Aufruf: „Schreib die Stadtgeschichte neu. Erzähl uns alles! Was verbindest du mit diesem Ort? Warum ist er für dich so einzigartig? Welcher Mythos, welche Geschichte steckt dahinter? Erzähl uns von Bochum – wie du es siehst!“ Einsendungen gehen an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Bitte Name, Adresse und Alter angeben! Die Texte sollten nicht länger als 5.000 Zeichen sein und bis zum 30. November eingesandt werden, andere Vorgaben gibt es nicht. Zu gewinnen gibt es Preise in Höhe von 100 bis 300 Euro und die Teilnahme an einer öffentlichen Lesung.