Anonymous „Katholiban“

Geschrieben von ks am . Veröffentlicht in KM

Die rechtsextremistische Internetseite kreuz.net macht einmal mehr traurige Schlagzeilen. Während ausnahmslos alle deutschen Medien mit Trauer und wertschätzenden Nachrufen auf den frühen Tod des letzte Woche verstorbenen Komikers Dirk Bach reagierten, titelte die homophobe Seite: „Jetzt brennt er in der ewigen Homo-Hölle“. Neu sind solche Entgleisungen auf kreuz.net nicht. Schon lange ist auch klar, dass diese Seite quasi täglich gegen deutsches Recht verstößt. Allein habhaft werden konnte man den anonymen Machern der Hetz-Seite bisher nicht. Der Server steht in den USA – die deutschen Strafverfolgungsbehörden kommen nicht an die Hintermänner heran. Nun hat der Bruno-Gmünder-Verlag ein „Kopfgeld“ auf die „Katholiban“ ausgesetzt: 15.000 € bekommt, wer die Betreiber von kreuz.net enttarnt.
Liebe Hacker: Ran an die Tasten!

:bsz abroad: Sonderausgabe!

Geschrieben von Eduardo Schaaf am . Veröffentlicht in KM

Diese 929. Ausgabe der bsz ist – abgesehen vom Druck – komplett in Portugal entstanden. Das hat zwei Gründe: Zum einen will sich die Redaktion mit einer besonderen Ausgabe verabschieden (siehe Artikel links), zum anderen haben wir den weiten Weg auf die iberische Halbinsel auf uns genommen, um die von den deutschen Mainstreammedien wenig beachtete prekäre Lage an der Atlantikküste zu beleuchten. In Anbetracht von drohenden Staatsbankrotten in Europa und der Eurokrise wird Portugal oftmals ob seiner Sozialkürzungspolitik als „Musterschüler Europas“ bezeichnet. Dass diese Kürzungen und Sparmaßnahmen unter sozialen Gesichtspunkten alles andere als musterhaft sind, davon zeugen die Proteste in den portugiesischen Städten. Seit der Nelkenrevolution im Jahr 1974 sind hier nicht mehr so viele Menschen auf die Straße gegangen wie in den vergangenen Wochen. In dieser brisanten Zeit hat sich die bsz-Redaktion nach Porto begeben, der zweitgrößten Stadt und dem kulturellen Zentrum des Landes, um sich ein eigenes Bild von der Lage zu machen und darüber zu berichten. Wir haben Demonstrationen besucht, mit AktivistInnen und anderen AnwohnerInnen gesprochen, und haben die alternative Szene der Stadt kennengelernt.

:boinkürze: Wegtreten

Geschrieben von fik am . Veröffentlicht in KM

Am 12. und 13. September findet die Berufsbildungsmesse Mittleres Ruhrgebiet wieder im RuhrCongress in Bochum statt. Auch dieses Mal wird die Bundeswehr dort für sich werben. „Die Bundeswehr drängt an die Schulen und Hochschulen! In den Schulen sucht sie zum einen nach dem Ende der Wehrpflicht neue Rekruten und Rekrutinnen. Zum anderen will sie schon die Kinder und Jugendlichen – die Wähler und Wählerinnen von morgen – von der Notwendigkeit militärischer Einsätze überzeugen“, heißt es im Aufruf des Bündnises „Schule ohne Bundeswehr NRW“. Es möchte im Zuge ihrer Aktionswoche gegen die Bundeswehr an Schulen und Hochschulen auch bei der Berufsbildungsmesse in Bochum protestieren. Unterstützt werden sie unter anderem von der Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft, der Kinderschutzorganisation terre des hommes, Schülervertretungen, der DGB-Jugend und Friedensorganisationen.  „Bei Berufsbildungsmessen wie der in Bochum ist die Bundeswehr mit Werbetrucks und Rekrutierungsständen präsent. Doch die Bundeswehr bietet keine normalen Berufsausbildungen und Berufe an. Die Tätigkeit bei der Bundeswehr ist unauflöslich mit deren Aufgabe verbunden, Krieg zu führen“, sagt Joachim Schramm von „Schule ohne Bundeswehr NRW“.

Ausbildungsberufe an der RUB

Geschrieben von fik am . Veröffentlicht in KM

Die Ruhr-Universität bietet neben ihren vielen Studiengängen auch 21 verschiedene Ausbildungsberufe an. Im September 2012 haben 54 junge Menschen ihre Ausbildung in 13 unterschiedlichen Berufen an der RUB begonnen, beworben hatten sich dafür sogar 920 Personen. Insgesamt werden derzeit  173 Menschen auf dem Campus in Berufen ausgebildet. In diesem Ausbildungsjahr waren die Berufe der Feinmechaniker*in (17 Personen) und der Fachinformatiker*in (14 Personen) am beliebtesten. Zum ersten mal wird auch die Ausbildung zur Mediengestalter*in angeboten. Weitere Berufe verteilen sich auf so vielfältige Gebiete, wie das Grünflächen, das Chemielabor, Tischlereien und Sekretariate.

Mehr Spielraum für die Stadt

Geschrieben von fik am . Veröffentlicht in KM

Die Stadt Bochum hat mehr Einnahmen als der Rat vorher vermutet hatte. Es bleiben zwar einige erhoffte Einkünfte aus, jedoch steht Bochum im Saldo mehr Geld zur Verfügung als geplant. Am 13. September 2012 wird der Entwurf für den Haushalt 2013 in den Bochumer Rat eingebracht. Jedoch wird er dort noch nicht beraten, sondern ohne Diskussion an die Bezirksvertretungen und Fachausschüsse verwiesen. Obwohl die Tariferhöhungen der städtischen Beschäftigten deutlich höher ausgefallen sind als erwartet, die sogenannte Bettensteuer für Hotels und Jugendherbergen nicht erhoben werden darf und auch die Gewerbesteuereinnahmen weniger stark sprudelten als erhofft, kann durch die erheblich gestiegenden Einnahmen aus der Einkommenssteuer (umgelegt durch das Land NRW) die Bochumer Haushaltslage klar verbessert werden. Einige Kommunalpolitiker*innen haben bereits die Hoffnung, besonders harte Haushaltskürzungen wieder zurücknehmen zu können.

Bürgerbegehren gegen das Musikzentrum

Geschrieben von fik am . Veröffentlicht in KM

Die Gegner*innen des Musikzentrums an der Marienkirche sammeln weiter fleißig Unterschriften für ihr Bürgerbegehren. Insgesamt haben bereits fast 7.000 Menschen unterschrieben, damit ist mehr als die Hälfte der benötigten Unterschriften erreicht. Besonders der vergangene Samstag war mit 795 unterzeichnenden Personen der bisher erfolgreichste. „Ganz klar, die Bürger wollen an Stelle des Rates entscheiden, ob das ‚Musikzentrum‘ gebaut werden soll“, sagt Gregor Sommer vom Sprecherkreis des Bürgerbegehrens. Die Gegner*innen sind sehr optimistisch, dass sie das Musikzentrum noch verhindern können. „Die Fakten und die Wahrheit sind auch in diesem Fall auf unserer Seite und am Ende wird sich auch das Recht durchsetzen. Auch sollten die Parteien im Rat bedenken, dass wenn wir den Bürgerentscheid erst durch ein Gerichtsverfahren erzwingen müssen, die Bürger erst recht das ‚Musikzentrum‘ im Bürgerentscheid ablehnen werden“, sagt Gregor Sommer.