:boinkürze: Ausgepfiffen

Geschrieben von fik am . Veröffentlicht in KM

Weniger als 20 Neonazis haben am Donnerstag in Bochum demonstriert. Unter dem Motto „Sicherheit statt Islamisierung - Keine Salafistenmoschee in Bochum“ hetzten die Faschist*innen gegen Menschen muslimischen Glaubens. Der NPD-Bundesvorsitzende Holger Apfel und das Bochumer Ratsmitglied und gleichzeitig NRW-Landesvorsitzender Claus Cremer führten die „Großkundgebung“ an. Die Forderungen der Nazis gingen jedoch im antifaschistischen Protest unter. Trotz Lautsprecheranlage war die faschistische Propaganda der NPD nicht zu hören oder zu sehen. Über 200 Gegendemonstrant*innen konnten gegen die Neonazis mobilisiert werden, obwohl die NPD-Veranstaltung erst sehr spät bekanntgegeben wurde. Der bunte Protest von antifaschistischen Gruppen, Parteien, Gewerkschaften und engagierten Einzelpersonen verhinderte, dass Passant*innen von der braunen Propaganda belästigt wurden. Polizist*innen schützten die Rechten vor den Demokrat*innen. Von Anfang bis Ende der NPD-Kundgebung wurden die Nazis ausgepfiffen und beschimpft. Die Neonazi-Granden waren sichtlich erbost und genervt von dem engagierten Protest der Bochumer*innen.

Gesundheits-campus

Geschrieben von fik am . Veröffentlicht in KM

Am 28. September beginnt der Bau der Hochschule für Gesundheit. Für etwa 200 Millionen Euro soll der Gesundheitscampus NRW errichtet werden und circa 1.000 Beschäftigten Platz bieten. An einem Interimsstandort studieren bereits 200 Studierende in den Fächern Ergo- und Physiotherapie, Hebammenkunde, Pflege und Logopädie. Ab dem Wintersemester werden die Studierendenzahlen wohl auf 500 steigen und das Hochhaus der Sportwissenschaften abgerissen, um weiteren Platz zu schaffen. 2013 sollen dann zusätzliche 200 Studierende dazu kommen. Dann seien jedoch die derzeitigen Kapazitäten der Hochschule für Gesundheit ausgeschöpft. 2014 sollen ein Hochhaus, das Audimax, eine Mensa und die Bibliothek fertiggestellt sein, um mit dem gesamten Hochschulbetrieb beginnen zu können. Das Gebäude für das Landesinstitut für Gesundheit soll 2015 bezugsbereit sein.

Kommunalwahl in Dortmund

Geschrieben von fik/mr am . Veröffentlicht in KM

Die DortmunderInnen haben gewählt. Die Wahl des Stadtrates musste wiederholt werden, weil die regierende SPD kurz vor der regulären Wahl 2009 die DortmunderInnen bezüglich des Haushaltsdefizites der Stadt belogen hatte. Mit 43,7 (2009: 37,8) Prozent der Stimmen gewann die SPD vergangenen Sonntag nun erneut die Ratswahl in Dortmund. Die Sozialdemokraten sind zukünftig mit 38 Sitze im Stadtrat vertreten. Zweitstärkste Partei wurde die CDU, sie erhielt 27,2 Prozent (2009: 28,7) der Stimmen und bekommt damit 27 Sitze im Stadtrat. Drittstärkste Kraft wurden die Grünen. Die Partei konnte 17,2 Prozent (2009: 15,4) der Stimmen auf sich vereinen und ist zukünftig mit 15 Sitzen im Stadtrat vertreten.  Die übrigen 10 Sitze gehen an die Linke (3), die FDP (2), die Bürger Liste (2), die NPD (2) und die Freie Bürgerinitiative (2). Im Vergleich zur Wahl 2009 haben alle Parteien Stimmen verloren. Das liegt vor allem an der niedrigen Wahlbeteiligung von 32,7 Prozent.

Autobiographie von Johnny Ramone

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Am 15. September 2012 jährt sich der Todestag des Ramones Lead-Gitarristen Johnny Ramone zum achten Mal. Bis kurz vor seinem Tod im Alter von 55 Jahren schrieb Johnny an seinen Memoiren. Nun erscheint die Autobiographie des Vierviertel-Rockers auf Deutsch. In dem Bericht räumt John William Cummings alias Johnny Ramone mit gängigen Punk- und Rock `n Roll Legenden auf. So empfindet er seine musikalische Arbeit eher als Lohnarbeit denn als künstlerisches Schaffen. Eigenen Angaben zu Folge kümmerte sich Johnny nach den Auftritten in legendären Clubs wie dem CBGB‘s, in dem auch Patti Smith und die Beasty Boys auftraten, auch lieber um die Buchhaltung, anstatt dem Sex, den Drug’s und den übrigen Rock `n Roll Klischees zu fröhnen. Für skandallüsterne Leser ist „Commando“ eine eher ernüchternde Lektüre. Für wahre Ramones Fans lohnt sich der Kauf jedoch allemal.

:boinkürze: Wasser marsch

Geschrieben von fik am . Veröffentlicht in KM

Die Bochumer Polizei rüstet gewaltig auf: Sie verfügt nun über den größten Wasserwerfer in ganz NRW. Mit zehn Metern Länge und über drei Metern Breite setzt die Polizei dabei auch auf Abschreckung. Insbesondere bei Demonstrationen soll diese fahrende Waffe eingesetzt werden. Mit bis zu 16 Bar Druck sollen angebliche Ausschreitungen verhindert oder aufgelöst werden. Die Polizei spricht davon, dass die Leute damit nur auf Abstand gehalten werden sollen und natürlich niemand verletzt werden soll. Jedoch haben sich die Bilder von friedlichen Demonstrationen um Stuttgart 21 eingebrannt, bei denen Wasserwerfer grundlos auf Protestierende schossen. Damals gab es einige Verletzte, ein älterer Mann wurde sogar blind. Das Fahrzeug hat samt Entwicklungskosten eine Million Euro gekostet. Dem Wasserwagen-Sonderteam macht es angeblich Spaß, mit dem Wasserwerfer zu arbeiten, aber friedliche Demonstrat*innen wären ihm lieber. Damit wird suggeriert, dass es in Bochum häufiger zu Auseinandersetzungen kommt, was jedoch nicht der Fall ist. Warum diese martialische Aufrüstung vonnöten sein soll, wird nicht erklärt.

Asten abschaffen?

Geschrieben von Chs am . Veröffentlicht in KM

Die Junge Union möchte Asten als Studierendenvertretungen abschaffen. Das zumindest geht  aus dem aktuellen Entwurf ihres Grundsatzprogramms hervor, das im Oktober verabschiedet werden soll. Simon Gutleben, Öffentlichkeitsreferent des AStA der Ruhr-Universität, sieht dem Vorhaben der Jungen Christdemokraten eher gelassen entgegen: „Wir sind zuversichtlich, dass wir unsere Arbeit für die Studierendenschaft auch weiterhin fortsetzen werden.“ Er sagt: „Wir halten ASten als Interessensvertretung der Studierendenschaft für eine sehr sinnvolle Einrichtung.“