:boinkürze: Musikzentrum

Geschrieben von fik am . Veröffentlicht in KM

Die Gegner*innen des Musikzentrums haben ein Gutachten zu den gebäudebezogenen Kosten vorgelegt, das dem vom Rat der Stadt Bochum in Auftrag gegebenen Gutachten deutlich widerspricht. Darüber hinaus haben sie die Stadt Bochum wegen fehlender Kalkulationen bei der Kommunalaufsicht angezeigt. Am 5. Juli soll der Rat beschließen, ob die Anforderungen, die er selbst gestellt hat, nun erfüllt sind. Das Geld der Spender*innen sollte vorliegen, die Zuschüsse der EU und des Landes sollten sicher sein und die Bau- und Betriebskosten nicht überschritten werden. Die Mittel aus der EU- und der NRW-Förderung sind noch nicht sicher, könnten aber bis zum 5. Juli zugesichert werden. Die Betriebskosten laufen allerdings – laut den Musikzentrumsgegner*innen – deutlich aus dem Ruder. Der Rat hat beschlossen, dass die gebäudebezogenen Kosten 650.000 Euro im Jahr nicht überschreiten dürfen, das Gutachten hingegen spricht nun von 2,6 Millionen Euro. Eine Mehrheit für das Musikzentrum im Bochumer Rat scheint trotzdem sicher. Die Befürworter*innen betonen, dass ein möglicher Bürgerentscheid den Bau des Musikzentrums verhindern würde, da so die Fristen für die finanzielle Förderung nicht eingehalten werden können.

Hilfe für ausländische Studierende

Geschrieben von fik am . Veröffentlicht in KM

Ausländische Studierende in Bochum, die in finanziellen Notlagen sind, mussten bangen. Der AStA der Hochschule Bochum hatte die Zahlungen an den Verein ‚Hilfe für ausländische Studierende in Bochum‘ eingestellt. Obwohl der AStA der Hochschule sogar zu den Gründungsmitgliedern des Vereins gehörte, entzog er ihm ohne Vorwarnung die Unterstützung. Sowohl der Verein als auch der AStA der Ruhr-Uni (der auch zu den Finanziers gehört) reagierten mit Unverständnis. Kurz nach der Wahl zum Studierendenparlament an der Hochschule Bochum wurde nun ein neuer AStA gebildet. „Es war eine turbulente Übergangsphase“, erklärt der neue AStA-Vorsitzende Dennis Weiz. „Aber wir werden diese Entscheidung nicht weiter tragen.“ Die Zahlungen an den Verein werden also bald fortgesetzt.

Open Air Kino

Geschrieben von CMP am . Veröffentlicht in KM

George Clooney unter dem Bochumer Himmel. Am 27. Juni hebt sich der Vorhang für die mittlerweile 14. Spielzeit des Open-Air-Kinos auf dem Fiege-Brauerei-Gelände. Neugestaltet verspricht die Lounge mit Kino ansprechende Eventabende mit Partys, Rahmenprogramm und Live-Musik. Wie gewohnt beginnen die Vorführungen mit Einbruch der Dunkelheit. Hoffentlich spielt dieses Jahr das Wetter mit. Mehr unter: www.fiege-kino.de.

Bochumer Sozialbericht

Geschrieben von fik am . Veröffentlicht in KM

Bochum schrumpft und wird älter. In den vergangenen 50 Jahren fiel die Einwohner*innenzahl von 445.000 auf 366.000 Menschen. In derselben Zeit verdoppelte sich die Anzahl von Einwohner*innen über 65 Jahren von 9,5 auf 21,5 Prozent. Auch die Einkommensunterschiede sind erheblich. Während das Durchschnittseinkommen in Deutschland pro Jahr und Kopf bei 29.000 Euro liegt, müssen Bochumer*innen im Schnitt mit 26.500 Euro auskommen. Innerhalb Bochums gibt es darüber hinaus große Unterschiede. Während man im Gleisdreieck nur 18.900 Euro verdient, können die Bewohner*innen von Stiepel mit 53.400 Euro im Jahr rechnen. Am wenigsten Geld haben die Menschen im Ortsteil Kruppwerke. Hier verdient man im Schnitt 17.500 Euro im Jahr.

Katzen im Kapitalismus

Geschrieben von CMP am . Veröffentlicht in KM

Die Zahl der wild lebenden Hauskatzen wächst stetig. Unlängst rief daher Gerhard Kipper, Geschäftsführer des Tierschutzvereins „Tiere in Not“, den „Katzennotstand“ aus. In der Geschäftsstelle an der Castroper Straße 139 befinden sich derzeit an die hundert Katzen. So viele, dass der Verein Ende Mai einen Aufnahmestopp verfügte. Die Außenstelle in Witten musste sogar geschlossen werden. Gegen eine Spende von 90 Euro könnten die Tiere in gute Hände gegeben werden. Doch Katzen sind out. Die Kids spielen lieber Xbox.

:boinkürze: Opel-Versammlung gesprengt

Geschrieben von Sheree Folk am . Veröffentlicht in KM

Am vergangenen Samstag, fand eine Belegschaftsversammlung von Opel in Bochum statt. Der Betriebsratsvorsitzende Rainer Einenkel forderte eine Standortgarantie auch über 2016 hinaus. Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke konnte diese Zusage jedoch nicht geben. Die Opel-Chefetage deutete sogar an, dass das Werk in Bochum bereits 2015 geschlossen werden müsse. Nur mit einem Entgegenkommen der Belegschaft und der IG Metall könne die Produktion noch bis 2017 gesichert werden. Daraufhin verließen etwa 2.000 Opel-Mitarbeiter*innen den Versammlungssaal. Anschließend wurde die Versammlung geschlossen. Die Unternehmensführung versucht weiterhin, Druck auszuüben, um die Tarifabschlüsse 2012 zu beeinflussen. Die Beschäftigten wollen sich dies jedoch nicht gefallen lassen: „Wir werden auf keinen Fall für unsere eigene Beerdigung bezahlen“, sagte Opel-Vertrauensmann Rainer Weinmann. Der nächste wichtige Termin ist der 28. Juni, hier soll auf der Opel-Aufsichtsratssitzung der Geschäftsplan für die einzelnen Werke vorgestellt werden.