Hipster-Relativität

Geschrieben von de am . Veröffentlicht in Kolumne

Ugh. Deine Gruppe macht eine Tanztheater-Performance? Aha. Aber du willst es nicht wirklich Tanztheater nennen, es sind szenische Einlagen geplant. Es ist viel Selbsterfahrung in dem Moment, man kann es nicht so einfach beschreiben. Und das Publikum wird auch mit einbezogen. Was ganz anderes. Konventionelles Theater ist ja sonst so statisch.
Du. Mieser. Hipster.

Unter Vorbehalt

Geschrieben von Chs am . Veröffentlicht in Kolumne

Der Anfang aller Kulturkritik ist „überschätzt“. Trotzdem versuchen wir es immer wieder. Was ist zum Beispiel mit folgender These: Restaurants sind für die 80er, was Theater für die 60er waren. Heißer Anwärter auf das heutige Pendant dieser Analogie dürfte dann wohl Facebook sein.

:bsz Kolumne Intime Hausbesuche

Geschrieben von rvr am . Veröffentlicht in Kolumne

Immer diese Selbstzweifel. Bin ich ein Spießer, wenn ich den Heizungsinstallateur nicht mit brennender Kippe an meine potentiell defekte Gasheizung lasse? Er steht im Treppenhaus und schaut mich unschuldig an. Ich zögere. Vielleicht einen Moment zu lang, Handwerker sind ja nicht doof. „Ich rauch dann mal hier auf“, kombiniert er blitzschnell und bleibt im Treppenhaus stehen. „Ich verrat’s auch nicht der Hausverwaltung“, signalisiere ich mein Einverständnis, während es in meinem Hinterkopf schon wieder schreit: Spießer! Spießer!

:bsz kolumne Sputum

Geschrieben von haje am . Veröffentlicht in Kolumne

(haje) Ach, Krankheit, oh Siechtum! Selten hatte ich an etwas so viel Freude wie an meiner Lungenentzündung. Allein die Diagnose: Lungenentzündung. Das ist doch mal was. Meine Krankheit nimmt euren lächerlichen Erkältungen in der großen Pause das Essensgeld weg, ha! „War das nicht vor einer Weile noch tödlich?“, frage ich gut gelaunt meinen Arzt, nachdem er mir von seinem Verdacht erzählt hat. „Das ist auch heute noch tödlich“, antwortet der Onkel Doktor ebenso fröhlich, ein feines Lächeln umspielt seine Lippen. „Das ist schlecht, ich muss gleich nach Oggersheim“, antworte ich. „Ich glaube nicht, dass Sie in den nächsten Tagen sterben“, lächelt der Arzt. „Ja, so schlecht geht’s mir auch wieder nicht“, flöte ich und verlasse beschwingt die Praxis. Endlich habe ich mal was zu erzählen!

:bsz-Kolumne: Pornopapst Benny the 16th

Geschrieben von jek am . Veröffentlicht in Kolumne

Wer in einem katholischen Betrieb arbeitet und seinen Job behalten will, darf keine Witze über Papst Benedikt XVI. machen. Das urteilte im Oktober das Sozialgericht Konstanz. Gut, dass ich nicht für die Caritas arbeite und das auch nicht vorhabe. Denn was jetzt kommt, findet wohl kein Gefallen beim katholischen Großchef.