#736- Neulich im Studierendenparlament

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in Hochschulpolitik

Am Dienstag, den 20. November, und am Donnerstag, den 22. November, fanden Sitzungen des 40. Studierendenparlamentes statt. Wir waren da.

Dabei wurden unter anderem Themen wie das NRW-Ticket und die daraus folgende Änderung der Beitragsordnung besprochen. Aber auch von wirklich interessanten Dingen wie Misstrauensvoten und versuchten Entlassungen von Referenten gilt es zu berichten.
Nachdem die Studierendenschaft bereits vor wenigen Wochen im Rahmen einer Urabstimmung für die Erweiterung des Semestertickets zum NRW-Ticket gestimmt hat, wurde in der Sitzung vom 20. November über die vertragliche Gestaltung diskutiert und abgestimmt.
Gestaffeltes Modell
Das neue Semesterticket wird es ermöglichen, in gesamt NRW zu fahren. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit ab 19 Uhr, sowie auch an Wochenenden, noch eine weitere Person auf dem Ticket mitzunehmen. Die Vertragslaufzeit ist zunächst begrenzt auf die nächsten 2 Jahre, wobei sich die zusätzlichen Kosten zunächst auf 33,60 Euro belaufen werden, um dann auf 37,10 Euro angehoben zu werden. Im Durchschnitt wird die Mehrbelastung für die Studierenden im Semester 35,80 Euro betragen. Die Genehmigung dieses Vertrages wurde mit 32 Stimmen erteilt, bei zwei Enthaltungen und einer Stimme dagegen.
"Das will doch
keiner hören"?
Ein Vertreter der LHG wollte eine Erklärung über sein ablehnendes Stimmverhalten bezüglich des Tickets abgeben, um somit auch den 31,49 % der Studis, die gegen die Einführung gestimmt haben, eine Stimme zu verleihen. Jedoch war dies auf Grund des ansteigenden Geräuschpegels scheinbar desinteressierter oder schlicht kritikunfähiger Anwesender kaum möglich.
Es folgte die erste Lesung der Beitragsordnung. Bislang beträgt der Sozialbeitrag 171,86 Euro, wovon der AStA 12,00 Euro erhält, der VRR für das Semesterticket 83,86 Euro und das AkaFö (Studentenwerk) 76,00 Euro Dieser wird nun um 33,60 Euro steigen, so dass als neuer Sozialbeitrag eine Summe von 205, 46 Eurofällig werden wird.
Geschlossene
Gesellschaft
Als es drohte auch für die "Nicht-Parlamentsinvolvierten" interessant zu werden, so zur aktuellen Stunde zur Mensa-Party, wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen.
Nach der Wiederherstellung der Öffentlichkeit wurde gegen Fabian Ferber, den Vorsitzenden des AStA, ein Misstrauensvotum gestellt da, auf Grund der vorangegangenen "Turbulenzen" eine vertrauensvolle Zusammenarbeit nicht mehr gewährleistet werden könne. Als Gegenkandidat wurde Sven Ellmers (LiLi) vorgeschlagen. Bei den darauf folgenden zwei Abstimmung konnte Sven Ellmers, bei zwei Enthaltungen und einer ungültigen Stimme, 17 Stimmen auf sich vereinen. Fabian Ferber erhielt lediglich 15.
"…bis neulich"
Unmittelbare Konsequenzen hatte diese Abstimmung jedoch nicht, da Sven Ellmers die absolute Mehrheit, also eine Stimme mehr, hätte erhalten müssen um einen AStA-Wechsel herbeizuführen.
Nach einer Abgabe von persönlichen Erklärungen traten Thomas Herwig und Roman Scheuschner (beide RCDS) von ihrem Amt als stellvertretende AStA-Vorsitzende zurück, gefolgt von Sascha Bednarz (RCDS), der sich den vorangegangenen Erklärungen anschloss und von seinem kooptierten Sitz im AStA-Vorstand zurücktrat.
Am Donnerstag wurde dann noch über den Antrag auf Entlassung der RCDS-Referenten abgestimmt, der jedoch auf Grund einer Patt-Situation (12 zu 12) abgelehnt wurde.


amro

#736- "Kapitän Ferber auf Kollisionskurs"

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in Hochschulpolitik

"Kapitän Ferber auf Kollisionskurs"

Sascha Bednarz ist AStA-Referent für Ökologie, Infrastruktur und Verkehr und Vorsitzender des RCDS Bochum. Die bsz sprach mit ihm über die Bilanz des AStA, die Mensaparty und Extremismusvorwürfe.

bsz: Im AStA geht es ja im Moment sehr turbulent zu. Wie siehst Du das derzeitige Geschehen?

Sascha Bednarz: Turbulent trifft es ziemlich gut. Der AStA ist bis auf das Tagesgeschäft praktisch handlungsunfähig, seit der Vorsitzende der Jungsozialisten Fabian Ferber dem RCDS einseitig die Koalition aufgekündigt hat und nun ohne Mehrheit im Parlament dasteht. Darüber hinaus wurden die Koalitionspartner und auch das Studentenparlament von Ferber fortlaufend getäuscht, um das katastrophale Finanzierungskonzept der "Mensaparty" und weitere Haushaltsführungsmängel zu verschleiern. Wir steuern momentan auf ein sechsstelliges Defizit zu. Mit diesem Betrag hätte man im nächsten Semester gut 10000 Studenten den AStA-Beitrag ersparen oder 3000 Studenten eine Eintrittskarte für ein Juli-Konzert schenken können. Und obwohl der Eisberg schon lange in Sicht ist, hält Kapitän Ferber stur und unbelehrbar weiter Kollisionskurs.

Was war für Dich der Auslöser für das Chaos?

Da müssen wir das politische und das finanzielle Chaos auseinander halten. Auf der politischen Ebene gehe ich ganz klar von wahlkampftaktischem Kalkül aus, um sich bei den linken Wählern anzubiedern und eine rot-dunkelrot-grüne Koalition vorzubereiten.
Das finanzielle Chaos ist auf eine miserable Haushaltsführung und grandiose persönliche Selbstüberschätzung seitens der Jungsozialistenführung zurückzuführen.

Wen würdest Du dafür verantwortlich machen?

Rechtlich werden der AStA-Vorsitzende Fabian Ferber und sein Finanzreferent Uwe Bullerjahn - beide Jungsozialisten - die volle Verantwortung tragen. Alle anderen Vorstandsmitglieder sind ja mittlerweile zurückgetreten, weil sie nicht für Ferber den Kopf hinhalten wollen. Auf politischer Ebene sehen wir einmal mehr, dass der Fehler, nämlich das massive Missbrauchspotential, im System "Verfasste Studentenschaft" liegt.

Wie siehst Du die zukünftige Rolle des RCDS?

Ich vertraue da den Wählerinnen und Wählern. Die sehen ja, dass der RCDS im AStA gute Arbeit leistet und wichtige Projekte vorangebracht hat, wie zum Beispiel den Ausbau des Sport- und Serviceangebots und auch das NRW-Semesterticket.
Das Chaos haben ganz allein Fabian Ferber und seine Führungsclique bei den Jungsozialisten zu verantworten, die sich insbesondere mit der Mensaparty ein Denkmal setzen wollten.

Könntest Du Dir auch die Zusammenarbeit mit anderen Listen vorstellen?

Ich kann mir grundsätzlich eine Koalition mit jeder demokratischen Liste vorstellen, aber wir haben natürlich unsere Wunschpartner.

Dem RCDS wurde in letzter Zeit vermehrt vorgeworfen durch rechte Ausfälle aufgefallen zu sein. Wie geht ihr mit diesen Vorwürfen um?

Der RCDS hat ebenso wie die Union den Anspruch das gesamte demokratische Spektrum ab der Mitte zu vertreten, dazu gehört auch der konservative Flügel. Um es mit den Worten von Franz Josef Strauß zu sagen: "Rechts von der Union darf es keine demokratisch legitimierte Partei geben." Es ist nicht zu leugnen, dass in der Vergangenheit Demokratiefeinde von rechts-außen versucht haben uns zu unterwandern. Wir haben aber auch, ebenso wie die Union, stets bewiesen, dass die internen Kontrollinstrumente funktionieren und diese Personen bei uns keinen Platz haben und auch niemals haben werden. Schauen wir uns aber einmal an, woher der Vorwurf des Abgrenzungsproblems kommt. Wenn man dies von Leuten hört, die sich längst aus der Demokratie Richtung Kommunismus verabschiedet haben und die schon den Seeheimer Kreis der SPD für üble Nazischergen halten, ist man zumindest nicht sonderlich verwundert. Neuerdings kommen diese Vorwürfe aber auch aus den Reihen der Jungsozialisten, die selbst ein nicht zu unterschätzendes Problem mit Linksradikalen und Linksextremisten in den eigenen Reihen haben. Der aktuelle Fall der Juso-Bundesvorsitzenden Drohsel verdeutlicht, dass manche Jungsozialisten selbst auf höchster Ebene nicht vor der Zusammenarbeit mit linksradikalen und linksextremistischen Organisationen zurückschrecken.
Daher kann ich abschließend nur sagen: der RCDS ist sich seiner Verantwortung für die Demokratie bewusst und nimmt diese auch wahr, nun ist es an der Zeit, dass auch andere endlich einmal im eigenen Stall kehren.

Hast du zum Abschluss so kurz vor Weihnachten noch einen Wunsch bezüglich des Studentenparlaments?

Vielleicht einen Glühweinausschank während der Sitzung.
Nein im Ernst, ich würde mir für die letzten Wochen des Jahres sowohl im Studentenparlament als auch im AStA einfach Ruhe wünschen, damit wir uns wieder auf das konzentrieren können, wofür wir gewählt wurden, nämlich der Arbeit für die Studentinnen und Studenten.                   jr

#736- "Das Maß ist endgültig voll"

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in Hochschulpolitik

"Das Maß ist endgültig voll"

Fabian Ferber ist Vorsitzender des Allgemeinen Studierendenauschusses und der Rubrosen. Mit uns sprach er über die Finanzierung der Mensaparty, die Zeit danach und die Wahl zum 41. Studierendenparlament.

bsz: Zur Mensaparty: Geht der AStA weiterhin von einem Erfolg aus oder ist dieser in Gefahr?

Fabian Ferber: Wir gehen nach wie vor von einem Erfolg aus. Ein Restrisiko besteht bei jeder Veranstaltung dieser Art. Ich kann nur versichern: Die Studierendenschaft geht nicht Pleite. Im Gegenteil.

Der RCDS spricht von einem katastrophalen Finanzierungskonzept...

Der RCDS, der wegen seiner nicht klaren Haltung zu rechtsradikalen Personen von der Juso-Hochschulgruppe aus der AStA-Koalition geschmissen wurde, ist beleidigt. Seitdem wir die geschasst haben, versuchen die, mit Lügen, Intrigen und Denunziationen den Erfolg der Mensaparty und damit das Vermögen der Studierendenschaft zu beschädigen. Seit dem 18. Oktober steht endgültig fest, dass alles rechtlich einwandfrei von uns gemacht wurde. RCDS und LiLi behaupten heute noch, aus rechtlichen Gründen müsste die Mensaparty abgesagt werden. Daran sieht man, wessen Geistes Kinder die sind. Denen geht es einzig und allein um den Wahlsieg. Uns geht es darum, dass der allgemeine Studierendenausschuss für alle Studierenden und nicht nur für eine kleine Klientel da ist.

Die zwei Abstimmungen, mit denen der RCDS aus dem AStA gewählt werden sollte, sind gescheitert, wie auch der Versuch, den Sozialbeitrag zu senken. Inwieweit ist eine konstruktive Arbeit ohne sichere Mehrheit noch möglich?

Wir haben einen Haushalt, dessen Maßgaben uns ermächtigen, zu handeln. Wir sind nach wie vor handlungsfähig, was daran liegt, dass wir eine personell und auch inhaltlich starke Juso-Hochschulgruppe an dieser Universität haben.
Zu den Abstimmungen: Man muss sich das mal vorstellen, dass der Rechtsausleger RCDS gemeinsame Sache mit der sogenannten Linken Liste macht. Nur so, mit den Stimmen von LiLi und RCDS, ist dieser im AStA geblieben. Uns wirft man Misswirtschaft vor, aber selber ist man dagegen, dass der Beitrag gesenkt wird. Diese Dialektik muss man mir erklären, bevor ich sie – wenn überhaupt – verstehen kann.

In letzter Zeit häufen sich persönliche Anschuldigungen. Der RCDS sagt, du sollst den Studierenden 100.000 Euro weggenommen haben und postet dies in einem Video bei Youtube. wie gehst du damit um?

Ich finde es erschreckend, welche Mittel der RCDS verwendet. Wir können mit dem RCDS nicht mehr zusammenarbeiten, weil der Vorsitzende sich nicht eindeutig von der Internetplattform bochum-gegen-links.de und deren Initiatoren distanzieren kann. Wer sich nicht von einer Naziplattform distanzieren kann, hat in einem AStA in der Bundesrepublik Deutschland nichts verloren.
Und nun als beleidigte Leberwurst zu sagen, ich würde hunderttausend Euro klauen: Hier wird gelogen auf Kosten einer einzelnen Person. Das Stilmittel der Lüge hat in einer Demokratie nichts verloren. Wenn mir dann noch von Seiten des RCDS für die Arbeit, die ich hier Woche für Woche mache mit meiner Juso-Hochschulgruppe, dann auch noch mit Knast gedroht wird, ist das Maß endgültig voll. Ich werde dagegen vorgehen. Aber das interessiert nicht weiter. der AStA muss funktionieren. Wie es mir persönlich geht, ist egal.

Was passiert nach der Mensaparty?

Danach wird der AStA weitermachen. Das Volksbegehren gegen Studiengebühren steht an. Am 12. Dezember steht ein Bericht über die Verwendung von Studiengebühren an, der für die Verwaltung nicht rosig aussieht. im Januar folgen politische und kulturelle Veranstaltungen. Themen: Burschenschaften, Mindestlohn, neoliberale Bildungspolitik, aber auch Filmabende.
Unsere Juso-Hochschulgruppe ist gut aufgestellt. Am 13.12. ist unsere Semesterhauptversammlung mit dem Geschäftsführer des Aktionsbündnisses gegen Studiengebühren, André Schnepper, als Gast. Dort werden wir unser Wahlprogramm beschließen.

Wie geht ihr mit dem RCDS nun weiter um: Wollt ihr nach zwei gescheiterten Abstimmungen noch einmal versuchen, ihn aus dem AStA wählen zu lassen? Ist eine neue Mehrheit in Sicht?

Wir werden es immer wieder versuchen. Denn das Scheitern ist kein Scheitern der Rubrosen, sondern eines der selbsternannten Linken an unserer Hochschule, die sich selbst als die Mehrheit darstellt, aber noch nicht einmal in der Lage ist, ein klares Bekenntnis gegen den RCDS zu äußern.

Anfang des Jahres steht die StuPa-Wahl an. Wer kommt hier für eine Zusammenarbeit in Frage? RCDS oder andere Partner?

Wir gehen mit dem Ziel in die StuPa-Wahl, unser tolles Ergebnis vom letzten Jahr zu verbessern. Mit diesem RCDS wird es keine Zusammenarbeit geben. Und dann wird man ja sehen, was übrig bleibt. Unter uns: Eine Ampel oder auch nur eine Beteiligung der Grünen an der AStA-Arbeit wäre nicht unschön.

abc
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#735- Schon gewusst? Der "Bologna-Prozess"

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in Hochschulpolitik

Schon gewusst? Der "Bologna-Prozess"

Die Bildungsminister aus Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien haben sich am 25. Mai 1998 darauf geeinigt, im Bereich der Hochschulentwicklung auf europäischer Ebene besser zu kooperieren (so genannte "Sorbonne-Deklaration").

Am 19. Juni 1999 unterzeichneten 29 europäische Nationen in Paris die "Bologna-Deklaration", um auf europäischer Ebene einen gemeinsamen Hochschulraum zu schaffen. Es folgten weitere Konferenzen, in denen überprüft wurde, inwieweit die gesetzten Ziele erreicht worden sind beziehungsweise ein Fortschritt zu verzeichnen ist und um die Ziele näher zu konkretisieren.
1999 (Bologna)
Die im Jahre 1999 unterzeichnete Bologna-Deklaration enthielt insgesamt sechs Ziele: leichtere Verständlichkeit und Vergleichbarkeit der Abschlüsse, Schaffung eines zweistufigen Systems von Studienabschlüssen (undergraduate und graduate), Einführung eines Leistungspunktesystems (nach dem ECTS-Modell), Förderung von Mobilität, Qualitätssicherung durch europäische Zusammenarbeit sowie Förderung der europäischen Dimension in der Hochschulausbildung.
2001 (Prag)
Die 1999 gesetzten Ziele wurden im "Prager Kommuniqué" 2001 von 33 europäischen Staaten bekräftigt. Außerdem wurden drei weitere Ziele gesetzt: Förderung des lebenslangen Lernens, der Beteiligung der Studierenden an der Gestaltung des Europäischen Hochschulraums sowie dessen Attraktivität.
2003 (Berlin)
Im "Berliner Kommuniqué" (40 europäische Staaten) im Jahre 2003 wurde beschlossen, den Zielekatalog noch weiter auszubauen. Die bereits beschlossenen Ziele wurden weiter konkretisiert. Der dadurch entstandene Katalog umfasste die folgenden Punkte: Förderung der Qualitätssicherung auf institutioneller, nationaler und europäischer Ebene, Einführung der Bachelor/Master-Studienstruktur, Definition eines Rahmens vergleichbarer und kompatibler Hochschulabschlüsse auf nationaler und europäischer Ebene (Qualifikationsrahmen), Förderung der Mobilität, Einführung eines Leistungspunktsystems (ECTS), Verbesserung der Anerkennung von Abschlüssen, Beteiligung der Studierenden am Bologna-Prozess, Förderung der europäischen Dimension im Hochschulbereich, Steigerung der Attraktivität des Europäischen Hochschulraums im globalen Maßstab, Einbettung in das Konzept des lebenslangen Lernens, Einbeziehung der Doktorandenausbildung in den Bologna-Prozess.
Bis 2005 sollten insbesondere verwirklicht werden: zweistufiges Bildungssystem, Anerkennung der Studienabschlüsse und –abschnitte und Qualitätssicherung.
2005 (Bergen)
In der Konferenz in Bergen wurden 2005 die Ziele sowohl des Bologna-Prozesses im Ganzen, als auch der 40 Teilnehmerstaaten bilanziert. Außerdem wurden die Ziele bis 2010 benannt. Als neue Mitgliedsländer kamen hinzu: Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Moldawien und die Ukraine. Beratende Mitglieder waren nunmehr der europäische Gewerkschaftsverbund (EI) und der Arbeitgeberverband (BusinessEurope), ebenso ENQA, die European Association of Quality Assurance.
Bis 2007 hatten die Mitglieder die Aufgabe, die beschlossenen Standards und Leitlinien für die Qualitätssicherung umzusetzen, nationale Qualifikationsrahmen zu erstellen, gemeinsame Abschlüsse (einschließlich Promotionen) zu verleihen und anzuerkennen sowie flexible Lernangebote im Hochschulbereich zu schaffen, einschließlich der Verfahrensweisen für die Anerkennung früher erworbener Kenntnisse.
London 2007
In London hat man hauptsächlich eine Zwischenbilanz über die Umsetzung der bis dahin gesetzten Ziele gezogen. Bis 2009 soll außerdem in die Ziele auch die Beschäftigungsfähigkeit der Absolventen einbezogen und der Bildungsstandort Europa attraktiver gemacht werden.
Deutschland
Im Rahmen des Bologna-Prozesses werden Studiengänge in Deutschland auf Bachelor- beziehungsweise Masterstudiengänge umgestellt, unter anderem um die Studiendauer zu verkürzen und Mobilität zu ermöglichen. Hierzu wird nicht nur der Abschluss umbenannt. Vielmehr werden auch die Curricula entsprechend angepasst und reformiert. Auf diesem Weg sollen Studiengänge durch das ECTS und die Module transparenter gestaltet werden. Durch Akkreditierung und Evaluation soll dann die gewünschte Qualitätssicherung erfolgen. Die nächste Konferenz findet im April 2009 in Löwen statt.

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#734- NRW wir kommen – die Würfel sind gefallen!

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in Hochschulpolitik

NRW wir kommen – die Würfel sind gefallen!

Die Mehrheit hat gesprochen: 6716 Studierende an der RUB haben sich an der Urabstimmung zur Frage "Bist du für die Einführung eines landesweiten Semestertickets?" Stellung bezogen.

In der Woche vom 12.-16. November hat die Urabstimmung stattgefunden. Nun ist die Entscheidung gefallen: 68,30 Prozent haben mit "Ja" geantwortet. Damit unterlagen die Gegenstimmen (31,49 Prozent). "Etwas" teurer wird das Semesterticket allerdings: Von derzeit 83,86 Euro (VRR Ticket) kommen für das nächste Semester 33,60 Euro hinzu.
Erweiterter Geltungsbereich
Bis zum Wintersemester 2009/2010 wird es stufenweise auf 37,10 Euro (insgesamt 120,96 Euro) erhöht. Dann wird über das NRW-Ticket allerdings neu verhandelt werden müssen, denn das vorliegende Angebot der Verkehrsverbünde ist auf 4 Semester angelegt und über die Annahme wird nächste Woche im Studierendenparlament abgestimmt.
Voraussichtlich ab dem Sommersemester 2008 kann man mit dem Semesterticket die Busse, Straßenbahnen, U-Bahnen, Stadtbahnen, Wuppertaler Schwebebahnen, H-Bahnen sowie S-Bahnen, Regionalbahnen und den Regionalexpress in ganz NRW nutzen. Wer den IR nutzen will, der muss einen Aufschlag zahlen. Nicht nutzen kann man wie bisher den EC, IC oder ICE, auch nicht mit Aufpreis.
Mitnahme
Wer nach 19 Uhr, am Wochenende oder an Feiertagen eine andere Person, einen Hund oder ein Fahrrad kostenlos mitnehmen möchte, muss weiterhin im VRR-Bereich bleiben. Diese Regelung ist nicht auf ganz NRW erweitert worden. Wer sich an Wahlbeteiligungen unter 10 Prozent erinnert, dem ist klar, dass mit 20,53 Prozent außerordentlich viele Studierende an der Urabstimmung teilgenommen haben.
Beispielhafte Wahlbeteiligung
Zum Vergleich: Im letzten Januar, als die Wahl des letzten SP stattfand, sind 13,6 Prozent der Studierenden zur Urne gegangen. Das war damals absoluter Rekord.
Seit Jahren wurde schon mit den Verkehrsverbünden verhandelt, ob das Semesterticket in seinem Geltungsbereich auf ganz NRW erweitert werden soll. Nun ist es so weit: NRW wir kommen!
wer
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#732- Erhebung von Studiengebühren verstößt gegen

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in Hochschulpolitik

Erhebung von Studiengebühren verstößt gegen hessische Verfassung

Der freie Zusammenschluss von StudentInnenschaften (fzs) begrüßt den Eilbeschluss des Verwaltungsgerichts Gießen. Danach ist die Erhebung von Studiengebühren nicht mit der hessischen Verfassung vereinbar. Damit stärkt das Verwaltungsgericht den Studierendenvertretungen im Kampf gegen die Studiengebühren den Rücken. fzs-Vorstandsmitglied Martin Menacher erklärt: "Wir sehen uns in unserem Kampf gegen die Studiengebühren erneut bestätigt. Studiengebühren besitzen keine juristische Legitimation. Sie verstoßen gegen die hessische Landesverfassung." Eine gesellschaftliche Zustimmung zu Studiengebühren gebe es nicht. Durch die Gebühren würden im Bildungssystem zusätzliche Hürden errichtet. "Stärker als zuvor hängen die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen heute von der Einkommenssituation der Eltern ab. Ein Grund dafür ist die Erhebung von Studiengebühren. Das Gericht zeigt der Landesregierung, dass sie die verfassungsrechtliche Realität nicht einfach ausblenden kann", fügt Vorstandsmitglied Regina Weber hinzu. Die angepriesene Sozialverträglichkeit der Studiengebühren sei reine Einbildung. Der studentische Dachverband sieht optimistisch in die Zukunft. "Der hessische Staatsgerichtshof muss nun einen Schlussstrich unter die Erhebung von Studiengebühren ziehen. Eine sofortige Abschaffung der Studiengebühren ist dringend geboten.", schließt Martin Menacher.
freier zusammenschluss von studentInnenschaften