#738- Elmar Weilers Neujahrsansprache

am . Veröffentlicht in Hochschulpolitik

Elmar Weilers Neujahrsansprache Wie jedes Jahr am Neujahrstag lauscht der verkaterte Studierende nicht nur der Rede des Bundespräsidenten, sondern geht auch auf die Uni-Website rub.de, die die erquickenden Worte unseres Rektors feil hält. Liebe Mitglieder, Angehörige und Freunde der Ruhr-Universität, das Jahr 2007 war ein sehr gutes Jahr für die Ruhr-Universität. Die Absolventenzahlen und die Studienzeiten entwickeln sich außerordentlich erfreulich. Der Haushalt der Universität ist konsolidiert, in den vergangenen Jahren erforderliche Restriktionen konnten am Jahresende zum Teil bereits wieder aufgehoben werden. Die Campussanierung wurde eingeleitet und im Frühjahr beginnt nun die Errichtung des neuen Gebäudes ID. Die Forschungsleistungen der Ruhr-Universität haben internationale Anerkennung gefunden. Dies alles sind Ergebnisse unserer gemeinsamen Anstrengungen, für die ich Ihnen an dieser Stelle noch einmal sehr herzlich danken möchte. Wir haben allen Grund, zuversichtlich in das neue Jahr zu gehen. Mit der Bestellung des Hochschulrats und der Neuwahl aller Gremien werden wir in diesem Jahr den Übergang in das neue Hochschulrecht abschließen. Die Umsetzung zentraler Bestandteile des Zukunftskonzepts unserer Universität wird beginnen, die Ausgestaltung der Universitätsallianz wird ein weiteres Thema sein und die an vielen Stellen bereits sichtbare Verschönerung unseres Campus soll fortgesetzt werden. Auch 2008 wird also ein Jahr der Herausforderungen, der Chancen und des erkennbaren Fortschritts sein. Bitte bringen Sie sich genauso engagiert in die Arbeit ein wie im letzten Jahr! Ich wünsche Ihnen allen für das Jahr 2008 den verdienten Erfolg, Gesundheit und Zufriedenheit. In meine Grüße schließe ich ausdrücklich und ganz besonders die inner- und außeruniversitären Freunde und Unterstützer der Ruhr-Universität ein, die zu diesem Jahreswechsel nicht die gewohnten Weihnachts- und Neujahrsgrüße erhalten haben. Das Rektorat hat vor Weihnachten beschlossen, auf den Versand von Grußkarten weitestgehend zu verzichten und einen nennenswerten Betrag – aus privaten Mitteln – an den Verein "Hilfe für ausländische Studierende" zu spenden. Prof. Dr. Elmar W. Weiler

#738- Wahlen zum StuPa

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in Hochschulpolitik

Vom 21. bis 25. Januar findet an der Ruhr-Uni die diesjährige Wahl zum Studierendenparlament statt. Das Ergebnis der Wahl entscheidet darüber, welche Liste künftig den AStA bildet, wie die zur Verfügung stehenden Gelder ausgegeben werden und wie es mit der Studierendenschaft weitergeht. Wählen können alle Studierenden der Ruhr-Uni im Eingangsbereich der Fakultät ihres ersten Studienfachs. Benötigt wird der Studierendenausweis. Zur Wahl treten mit zwölf in diesem Jahr deutlich mehr Listen an als zu den Wahlen des aktuellen Studierendenparlaments, bei denen acht Listen auf dem Wahlzettel standen. Zur Wahl stehen: 1. Rubtulpen, 2. Schöner Wohnen In Bochum, 3. Liberale Hochschulgruppe, 4. Der Schwarze Ritter ist unbesiegbar, 5. Yes, 6. Die Linke.SDS, 7. Liste der Herzen, 8. alternative liste, 9. Ring Christdemokratischer Studenten, 10. Linke Liste, 11. Jusos and Friends und 12. Grüne Hochschulgruppe. Neu hinzugekommen sind neben den Positionen 4, 5 und 7 auch die Rubrosen-Persiflage "Rubtulpen" und der Hochschulverband der Linkspartei. Die Rubrosen ändern derweil ihren Namen und treten nun unter der Bezeichnung "Jusos and Friends an". jst, abc

#738- Neues aus dem StuPa

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in Hochschulpolitik

Neues aus dem StuPa Am 18. Dezember und am 2. Januar fanden die Sitzungen des Studierendenparlamentes statt. Es waren die ersten Sitzungen nach der verlustreichen Mensaparty und dem darauf folgenden Rücktritt des AStA-Vorsitzenden Fabian Ferber. Zunächst wurde von Sascha Bednarz (RCDS) über das kommende NRW-Ticket berichtet. Es finden derzeit Gespräche mit der Verwaltung über die technischen Möglichkeiten der Umsetzung des NRW-Tickets statt. Ein zusätzliches Hologramm auf dem bisherigen Ausweis wird es wohl nicht geben, dafür soll es ein einheitliches Ticket, wohl als "PDF-Datei", von einem Ticket Server geben, das zusätzlich mitgeführt werden muss. Bei einer Kontrolle außerhalb des VRR wird zur Identifizierung der Personalausweis notwendig. Ob die Ausstellung des Tickets sicherheitstechnisch auch über Rubicon möglich sein wird und welche Daten für die Ausstellung des Tickets übermittelt werden sollen – Name, Adresse, und so weiter – werden noch mit dem Datenschutzbeauftragten besprochen und sind somit noch nicht abschließend geklärt. Mensaparty – und kein Ende Im Vordergrund der Sitzung vom 18. Dezember stand thematisch natürlich die Mensaparty, ihre Nachbereitung und vor allem ihre Auswirkungen. Dass die Mensaparty ein Verlustgeschäft war, dürfte auch überregional bekannt sein, jedoch sind die genauen Ausmaße noch nicht bekannt. Auch auf mehrmaliges Nachfragen verschiedener Parlamentarier konnten keine näheren Erkenntnisse gewonnen werden. So standen zumindest im Dezember noch keine Zahlen fest. Die Besucherzahlen, die unter anderem von der Presse bekannt gegeben wurden, divergierren immens. Zudem standen aufgrund fehlenden Eingangs sämtlicher Rechnungen noch nicht alle Posten der Einnahmen und Ausgaben fest. Nach Aussage von Uwe Bullerjahn konnte zu dem Zeitpunkt noch nicht alles abgerechnet werden, da noch nicht alle Rechnungen vorgelegen hätten. Viele Fragen, keine Antworten Die Nachwehen der Mensaparty, die als "gut gedacht – schlecht gelaufen" bezeichnet werden könnte, ziehen ihre Kreise. So hat denn auch der 8. Dezember immense Auswirkungen auf den jetzigen wie auch den zukünftigen Haushalt des AStA. Als Folge ist Fabian Ferber von seinem Posten als AStA-Vorsitzender zurückgetreten, blieb jedoch kommissarisch im Amt. Nach Beendigung der Debatte über die Mensaparty und ihre Verluste stand die Wahl eines neuen AStA-Vorsitzenden an. Zur Wahl stellten sich Marius Uhlig vom RCDS und Sven Ellmers von der Linken Liste. In einer Fragerunde hatten beide Kandidaten die Möglichkeit sich vorzustellen, sowie auch ihre Ziele für den AStA und ihr Finanzkonzept zu präsentieren. Beide Kandidaten stellten klar, dass sie am kürzlich erstellten Finanzkonzept der Rubrosen nicht festhalten wollen. Dafür stellten sie jeweils ihre eigenen Vorstellungen bezüglich der Sanierung des Haushaltes dar, welcher jeweils zuforderst Einsparungen und Kürzungen im aktuellen Haushalt beinhaltet. Des Weiteren wurden Optionen genannt, die künftige Haushalte betreffen. So verfügt der AStA beispielsweise über Rücklagen in Höhe von 160.000 Euro, die zwar fest angelegt sind, auf die aber notfalls auch zurückgegriffen werden kann. Zudem würde auch die Möglichkeit eines so genannten Kassenverstärkungskredits bestehen, der wiederum, wie Sven Ellmers betonte, nur als ultima ratio für ihn in Betracht käme. Qualifizierte Mehrheit Die Wahl blieb jedoch für beide ohne Erfolg, da keiner der beiden Kandidaten genügend Stimmen auf sich vereinigen konnte, um die Position des neuen AStA-Vorsitzenden zu erlangen. Sowohl Marius Uhlig als auch Sven Ellmers zogen in der darauf folgenden Sitzung am 2. Januar, ihre Kandidatur zurück. Da sich keine weiteren Kandidaten zur Wahl stellten, blieb die Neuwahl eines AStA-Vorsitzenden erfolglos. Der Antrag auf Genehmigung eines langjährigen Vertrages mit dem Pay-TV-Sender Premiere für ein Abonnement zu Gunsten des KulturCafés, um dort Sportveranstaltungen übertragen zu können, wurde bei einer Enthaltung mit 15 zu 9 Stimmen abgelehnt. amro

#738- AStA-Bericht: Verwendung von Studiengebühren an der Ruhr-Uni

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in Hochschulpolitik

AStA-Bericht: Verwendung von Studiengebühren an der Ruhr-Uni Fortsetzung von Seite 1 Fakt ist, dass an unserer Uni seit der Einführung der Studiengebühren zusätzliche Beträge in Millionenhöhe zur Verfügung stehen. Die funktionsgerechte Ausgabe und Verwendung dieser zusätzlichen Mittel erfordert ein gut strukturiertes und funktionsfähiges Konzept. Dies lässt sich derzeit leider weder auf zentraler, noch auf Fakultätsebene erkennen. So laufen ein Drittel der Einnahmen aus den ca. 18 Millionen Gesamteinnahmen aus den Studiengebühren an die zentrale Verwaltungsstelle des Rektorates, zwei Drittel gehen an die Fakultäten selbst. Die zentrale Verwaltungsstelle sieht sich in der Aufgabe für eine bessere strukturelle Umgebung für die Studierende auf dem Campus und in den Hörsälen zu sorgen. Die Fakultäten hingegen sollten eher für die Optimierung der Lehre verantwortlich sein. Verwendung der Studiengebühren auf zentraler Ebene So sollen z.B. allein zwei der sechs Millionen Euro, die der zentralen Vergabestelle zur Verfügung stehen, derzeit für Neubestuhlungen der Seminarräume ausgegeben werden. Natürlich sind die Bestuhlungen teilweise 30 Jahre oder älter, und vor allem im Bereich der Seminarräume GC herrschen teilweise untragbare Zustände. Ob es jedoch Sinn macht, Mittel in dieser Größenordnung für ein neues Lernumfeld auszugeben, wenn die Lerninhalte, die Didaktik und das Lehrangebot nicht gleichzeitig verbessert werden, mag man bezweifeln. Vor allem aber gehört die Ausstattung der Hörsäle und Seminarräume zur Grundausstattung einer Universität und muss daher aus staatlichen Mitteln und nicht aus Studiengebühren finanziert werden. Die Universitätsbibliothek SOLL ihre Öffnungszeiten erweitern. Jedoch zunächst bis 22 Uhr, nicht wie versprochen bis 24 Uhr. Hier wurden aus Studiengebühren insgesamt nur zwei weitere Hilfskräfte eingestellt. Als weiteren großen Schritt kündigte man eine Überarbeitung bzw. Verbesserung des VSPL-Campussystems an. Diese ist auch dringend nötig, nur stellt sich hier die Frage, ob dafür Gelder aus den Studiengebühren verwendet werden sollten oder ob dies nicht auch eine Grundaufgabe der Hochschule und damit des Landes NRW ist (Verwaltung der Studierendendaten). Insgesamt sind 650.000 Euro allein für diese Aufgabe vorgesehen. Weitere Mittel sollen für die technische Ausstattung vor allem in den Natur- und Ingenieurwissenschaften ausgegeben werden. Ob und wie dabei die Geisteswissenschaften berücksichtigt werden, deren G-Gebäude von der Uni-Verwaltung teilweise sehr stiefmütterlich behandelt werden, wird man sehen. Strukturen der Vergabepraxis an den Fakultäten Bei der Vergabe der Studiengebühren an den jeweiligen Fakultäten treten erheblich größere Schwierigkeiten zu tage. Es hat den Anschein, dass manche Fakultäten mit der sachgemäßen Vergabe der Studiengebühren schlichtweg überfordert sind. So sind keine einheitlichen Strukturen vorhanden, und jede Fakultät setzt ihre eigenen Gremien ein, die mehr oder weniger professionell über die Vergabe von Millionenbeiträgen entscheiden. Teilweise sind es nur ein paar Personen die über die Verteilung von Beträgen in sechsstelliger Höhe entscheiden, ohne dass sie für die spätere Verwendung auch verantwortlich sind. Eine Überprüfung der Effizienz dieser Mittel, ein "Controlling" wie es in Firmen und auch in der öffentlichen Verwaltung inzwischen längst Standard ist, ist hier nicht vorgesehen. Man hat das Gefühl, dass hier Gelder ausgegeben werden, die man plötzlich und unerwartet im Lotto gewonnen hat. Für eine wirkliche Prüfung, ob und wie man damit mittelfristig und nachhaltig die Lehre verbessern kann, fehlt meist die notwendige Kompetenz und immer die Zeit. Es existiert zwar ein gesetzlich vorgeschriebener Beschwerdeausschuss, bei dem sich Studierende melden und die Fehlverwendung anzeigen können. Jedoch liegen diesem bislang nahezu keine Meldungen vor. Dieser Ausschuss muss mehr der Öffentlichkeit publik gemacht werden, sodass die Studierenden auch ihr Recht wahrnehmen um Mängel bei der Vergabe aufzuzeigen. Gibt es hier und da speziell eingerichtete Gremien oder Ausschüsse, die sich ausschließlich der Vergabefrage der Studiengebühren widmen, so ist der Fakultätsrat das entscheidende Gremium, indem über die Grundsätze der Verwendung der Studienbeiträge entschieden werden muss (s. § 10 Abs. 1 der Satzung über die Erhebung von Studienbeiträgen und Hochschulabgaben der RUB vom 22.9.2006). Im Satz 2 findet sich dann aber folgende Formulierung: "Die Mittel (!) sollen nicht gegen das einstimmige Votum der Studierenden im jeweiligen Fakultätsrat verwendet werden. Anderenfalls kann dieses Votum der Studierenden der Prorektorin / dem Prorektor für Lehre zugeleitet werden. In diesem Fall hat es aufschiebende Wirkung. Der Fakultätsrat entscheidet abschließend". Konkret bedeutet dies, dass die Studierenden zwar ein vorübergehendes Vetorecht haben, dieses aber durch einen späteren Fakultätsbeschluss mit der Mehrheit der Professoren wieder aufgehoben werden kann. Und darüber, was "Grundsätze" sind und was nicht, kann man trefflich streiten. Dass sich viele studentische Fakultätsratmitglieder in einer unangenehmen Situation befinden ist klar. Legen sie ihr "Veto" ein, blockieren sie die Mittel und können so dafür verantwortlich gemacht werden, dass notwendige (und mögliche) Verbesserungen nicht stattfinden. Stimmen sie einmalig festgelegten Grundsätzen zu, haben sie möglicherweise in Zukunft kein Mitspracherecht mehr, wenn über die konkrete Verwendung nicht im Fakultätsrat sondern in Ausschüssen entschieden wird. Das Problem der "Nicht-Verwendung" der Studiengebühren Ein weitaus größeres und nicht hinnehmbares Problem an unserer Uni ist hingegen die Nicht-Verwendung der Studiengebühren. Insgesamt lässt sich uniweit feststellen, dass die meisten Fakultäten zumindest im Moment auf einem Teil der Gelder sitzen bleiben, die Mittel sich ansammeln und möglicherweise rechtswidrig verzinst werden (Anm. des Kanzlers auf der Podiumsdiskussion zur Verwendung der Studiengebühren). Wenn aber an den meisten Fakultäten nicht einmal 50% der Studiengebühren ausgegeben werden können, weil das die Rahmenbedingungen nicht zulassen und dennoch pauschal jedem Studierenden 500 Euro pro Semester aus der Tasche gezogen werden, dann ist dies skandalös. Hier hätte man vorher eine Bestandsaufnahme durchführen, den tatsächlichen Bedarf erheben und vor allem Gremien zur Evaluierung und zum Controlling einsetzen müssen. So wurde blauäugig der Höchstsatz von 500 Euro eingefordert – getreu dem Motto: Wir werden schon Möglichkeiten finden, das Geld auszugeben. Dabei ist es jeder Uni freigestellt zu entscheiden wie viel Studiengebühren pro Semester erhoben werden. Es wird zeit, dass diese Diskussion bei uns begonnen wird. Hinzu kommt, dass die Mittel zunehmend für Personalstellen verwendet werden, wobei hier unterschiedliche Strategien praktiziert werden. Während einige Fakultäten auf die (billigeren) wissenschaftlichen Hilfskräfte setzen, wollen andere die Mittel für "richtige" Mitarbeiterstellen verwenden, bei denen auch eine Sozialversicherung möglich ist. Während dies prinzipiell im Sinne einer Sicherung der Rechte von ArbeitnehmerInnen zu begrüßen ist, muss hier unbedingt darauf geachtet werden, dass durch solche Stellen nicht Lücken geschlossen werden, die durch die massiven Kürzungen der letzten Jahre entstanden sind. Ansonsten wird das Tor zum mittelfristigen Ersatz staatlicher Hochschulmittel durch Studienbeiträge aufgestoßen. Die Studierenden müssen also sehr genau kontrollieren, welche Aufgaben diese Stelleninhaber wahrnehmen (sollen) und ob dies tatsächlich zu einer Verbesserung der Lehre führt. Insgesamt fallen Millionenbeträge an, die nicht durch Buch- oder Kopiergutscheine, kostenlose Skripte oder "Exkursionen für alle" ausgegeben werden können und sollten. Mit solchen Maßnahmen wird die Lehre nicht verbessert, sondern die Studierenden werden ruhig gestellt. Da manche Fakultäten ihren Etat durch die Studienbeiträge praktisch verdoppelt haben, steuert die RUB auf eminente Erklärungsnöte zu, wenn dies so weitergeht. Man muss sich fragen inwieweit wirklich den Studierenden geholfen werden kann, ihr oftmals durch Verschuldung, durch den "NRW-Kredit" oder durch Mehrarbeit gekennzeichnetes und nun noch schwieriger gewordenes Studium zu verbessern, so dass sie es vielleicht in kürzerer Zeit und mit möglichst besserem Erfolg absolvieren können. Das Rektorat hat sich auf einer Podiumsdiskussion klar zur gesetzlich vorgeschriebenen Verwendung der Studiengebühren positioniert. So steht in der Satzung der Ruhr-Universität, dass die Studiengebühren nicht in bauliche Maßnahmen fließen dürfen. Hier strebt das Rektorat jedoch eine Satzungsänderung an, damit Studiengebühren auch in bauliche "Verschönerungs"maßnahmen fließen können. Aufgrund der an allen Stellen offensichtlichen Gebührenhortung sehen wir in solchen Maßnahmen keine Lösung. Wir verlangen Ehrlichkeit gegenüber den Studierenden und fordern eine Rücknahme, eine erhebliche Reduzierung oder zumindest eine Aussetzung der Studiengebühren, solange, bis tragfähige Konzepte für die Verwendung der Gelder entwickelt sind. Als allgemeine Vertretung aller Studierenden sehen wir nicht die Notwendigkeit, Studiengebühren im nächsten Semester zu erheben. Wir werden weiterhin im Senat und in Gesprächen mit verschiedenen Gremien eine Aussetzung oder zumindest eine deutliche Beitragssenkung einfordern. Dies wäre nur den Studierenden gegenüber sozial gerecht. Berichte zur Verwendung der Studiengebühren auf Fakultätsebene Geografisches Institut: Wie exemplarisch für viele andere Institute an unserer Universität wurde auch am Geografischen Institut ein Großteil der Einnahmen aus den Studiengebühren nicht ausgegeben. Einnahmen von 194.725,00 Euro standen Ausgaben von nur 64.277,79 Euro gegenüber (Zahlen SS ´07). Dies bedeutet einen nicht ausgegebenen Restüberschuss von 130.447,21 Euro! Hieran sieht man den Unsinn des Höchstbetrages von 500 Euro pro Semester. Im SS ´07 reichten hier ein Drittel der Studiengebühren aus um die "Verbesserung der Lehre" voranzutreiben. Unter "Verbesserung der Lehre" wurde am Geografischen Institut u.a. verstanden, von nun an den Studierenden die anfallenden Vorlesungsskripte gratis auszuteilen (Topf "Vervielfältigungen": 662,85 Euro). Auch die Ausdrucke über die erbrachten Studienleistungen (HisPos) gibt es nun zum Nulltarif. Dass dennoch keine Möglichkeit ausgelassen wurde Geld auszugeben zeigt die Praxis der "Exkursionszuschüsse", die seit Einführung der Studiengebühren betrieben wird. Hierbei wird jedem Studierenden pauschal 100 Euro für die obligatorische "Große Exkursion" erlassen (Topf "Exkursionszuschüsse": 6.600 Euro). Lest weiter auf Seite 5 Fortsetzung von Seite 4 Dass dies hilflose Maßnahmen sind um den Studierenden wenigstens indirekt die Studiengebühren wieder zurückfließen zu lassen lässt sich deutlich erkennen. Es wird sogar darüber nachgedacht, diesen Exkursionsbeitrag auf 200 bis 300 Euro zu erhöhen, wenn auch in den nächsten Semestern keine besseren Alternativen zur Wahl stehen werden. Neben Neuanschaffungen in der Institutsbibliothek (Topf "Literatur": 10.167,28 Euro), welche sicher dringend notwendig sind, jedoch nach erledigter Auffrischung des Archivs nicht mehr in dieser Höhe anfallen werden, werden noch mit 16.925,37 Euro die, zur Verbesserung der Lehre, relativ sinnvollen Tutorien unterstützt (Einstellung insg. 6 neuer TutorInnen). Weitergehend werden mit 3.969,85 Euro neue Labor- und Feldgeräte angeschafft. Den größten Posten machen am Geografischen Institut Neuanschaffungen bzw. Aktualisierungen von Soft- und Hardware aus (25.952,44 Euro). Insgesamt kann man diese Vergabepraxis am Geografischen Institut als exemplarisch auch für andere Fakultäten an unserer Ruhr-Universität betrachten. Gespannt sein darf man auf die Vorschläge zur Verwendung der Studiengebühren für die kommenden Semester sein (angedacht ist evtl. die Einstellung 4 neuer Lehrkräfte als halbe Stellen mit "besonderen Aufgaben"). Auch hier gibt es exemplarisch für die gesamte Ruhr-Universität nur 2 Möglichkeiten: entweder man gibt die Studiengebühren für Verwendungen aus, die nicht wirklich der Verbesserung der Lehre dienen um nicht auf den sich anhäufenden Millionenbeträgen sitzen zu bleiben oder man setzt sich auch am Geografischen Institut für eine Senkung der Gebühren ein. Fakultät für Chemie und Biochemie: Unter dem Stempel "Von uns, für uns – finanziert mit Studienbeiträgen" geht die hier eingesetzte Arbeitsgruppe (bestehend aus 3 Studierenden und 2 Professoren) offensiv an die Umsetzung zur Vergabe der Studiengebühren. An der Fakultät für Chemie und Biochemie werden beispielsweise jedem Erstsemester ein Arbeitskittel und ein Buch im Wert von 100 Euro als "Begrüßungsgeschenk" in die Hand gedrückt. "Erstis" erhalten ein Buch im Wert von 60 Euro, "Zweitis" schon eines für ca. 140 Euro. Auch im dritten und vierten Semester werden weiterhin jedem Studierenden Bücher geschenkt. Hierfür gibt die Fakultät pro Semester 20.000 Euro aus. Auch die bislang kostenpflichtigen obligatorischen Praktika (zu je 30 Euro) sind nun kostenfrei. Auch die Ausstattung der für diese Praktika benötigten Labore wird mit ca. 100.000 Euro forciert, dem größten Vergabetopf. Auch an dieser Fakultät werden, aber in relativ geringer Zahl, Tutorien finanziert und natürlich wird auch hier der Fachbestand der Institutsbibliothek aufgestockt. Insgesamt hat die Fakultät im Sommersemester ca. 175.000 Euro aus Studiengebühren erhalten. Juristische Fakultät: Hier wurde beispielsweise aus den mächtigen Studiengebühreneinnahmen (wovon auch hier weit über 50% nicht ausgegeben werden können!) das Mentorengeld wieder eingeführt. Bislang erhielten die Jura-Mentoren ("mentoring-AG") in der Vergangenheit immer ein Entgelt für ihre Dienste, leider nur im letzten Semester vor Einführung der Studiengebühren nicht. Jetzt die Wiedereinführung des Mentorengeldes durch Studiengebühren zu finanzieren spielt den Plänen der Landesregierung in die Hände - nämlich der mittelfristige Einsatz von Studiengebühren für vormals vom Land bezahlte Maßnahmen bzw. Tätigkeiten. Weiterhin wurden an der juristischen Fakultät beispielsweise neue wissenschaftliche Mitarbeiter im Wert von 56.000 Euro pro Stelle eingestellt. Auch an dieser Fakultät gibt es kein schlüssiges Gesamtkonzept zur Verwendung der Studiengebühren. Fakultät für Bauingenieurswesen: Auch hier gab es bislang Büchergutscheine und kostenlose Skripte durch Einnahmen aus Studiengebühren finanziert. Auch an der Fakultät für Bauingenieurswesen weiß man nicht wohin man die Gesamteinnahmen stecken soll. Bislang haben die Studierenden sich stets gegen unsinnige Vorschläge wie die Einführung eines zweiten oder sogar dritten Beamers pro Hörsaal gewehrt. Till Feltes (Referent für Hochschulpolitik)

#737- AStA- Vorsitzender Fabian Ferber ist endlich zurückgetreten!

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in Hochschulpolitik

AStA- Vorsitzender Fabian Ferber ist zurückgetreten! Auf einer Pressekonferenz von wenigen Minuten las der sichtlich mitgenommene, nun ehemalige AStA-Vorsitzende, Fabian Ferber seine Erklärung zum Rücktritt vor. Nach zahlreichen Unterbrechungen durch einige Zuhörer brachte er seinen Vortrag zu Ende, bei dem er von seinem Manuskript kaum aufblickte. Der Eindruck: Möge es kurz und schmerzlos werden! Allerdings verbleiben auch nach dieser Erklärung noch Dinge, die gesagt werden müssen. Sowohl von Fabian Ferber selbst, als auch von anderen Beteiligten. Fabian Ferber zum RCDS Auf die Bezeichnung als "selbstverliebter Alleinherrscher", der nunmehr endlich zurücktreten müsse, antwortet Fabian Ferber: "Der RCDS mag sich jetzt zwar als Sieger fühlen, die Entscheidung wird aber im Januar fallen." Das Verhalten des RCDS ist für ihn geprägt von Machtgehabe. Dies habe sich insbesondere beim Thema "Mensaparty" gezeigt. Während behauptet worden sei, die Mensaparty müsse wegen rechtlicher Mankos abgesagt werden, habe man vom Rektorat eine schriftliche Bestätigung über die Rechtmäßigkeit dieser erhalten. A propos, die Studierendenschaft sei nicht, wie propagiert, pleite. Zwar ist durch die Mensaparty ein Defizit entstanden, aber keine Pleite. Warum Rücktritt? "Es war eine Entscheidung notwendig", so Fabian Ferber, "einer muss die Verantwortung tragen." Um diese Verantwortung nicht dem Organisationsteam aufzulasten und aus Unzufriedenheit, über den Umgang im und um den AStA wurde die Entscheidung über den Rücktritt getroffen. Der Abschied sei aber ein Abschied auf Zeit, denn im Januar möchte er mit seiner Gruppe gestärkt zurückkommen. Das Verhalten des RCDS und der Lili sei unverschämt gewesen. Fehler seien immerhin auf allen Seiten gemacht worden. Das Verhalten ihm gegenüber grenzte aber schon an persönlichen Terror, abgesehen von den persönlichen Beleidigungen. Immerhin habe er als Vorsitzender viel Engagement und Einsatz gezeigt. Erwiderungen Roman Scheuschner (RCDS), Referent für Ökologie, Verkehr und Infrastruktur, meint: "Wir begrüßen die Entscheidung, die Fabian getroffen hat und hoffen, dass der Schaden, der für die Studierendenschaft entstanden ist, nicht dazu führt, dass kommende AStAe in ihrer Handlungsfähigkeit beschnitten sein werden. Für uns ist es wichtig, das wir mit allen Kräften im Parlament ein Konzept erarbeiten, wie man den finanziellen Schaden beheben kann, ohne auf Rücklagen zurück zu greifen. Außerdem müssen wir einen Weg finden, wie der AStA der sozialen Verantwortung gegenüber den Angestellten gerecht werden kann." Martin Degeling (alternative liste), der im letzten Jahr gemeinsam mit Stefanie Konetzka den AStA-Vorsitz innehatte, erklärt: "Fabian hat eine gute Entscheidung getroffen – auch wenn sie vielleicht zu spät kam. Hätte er schon früher die Reißleine gezogen, hätte der finanzielle Verlust vermieden werden können." Unklar ist, wie es genau weitergeht: "Für vorzeitige Wahlen ist es eigentlich zu spät, da im Januar ohnehin ein neuer AStA gewählt wird. Wir müssen uns jetzt ein gutes Konzept dafür überlegen, wie wir mit der Situation umgehen." amro, sjn, wer

#744- Politischer Dienstag

Geschrieben von sjn am . Veröffentlicht in Hochschulpolitik

Politischer Dienstag
Freiheiten erkämpfen
Mit dem amtierenden AStA haben die Studentinnen und Studenten der Ruhr-Universität wieder die Möglichkeit erhalten, sich regelmäßig Veranstaltungen zu Themen anzuhören, die sonst im Vorlesungsverzeichnis nicht vorkommen. Verschiedene AStA-Referate organisieren den "Politischen Dienstag", kurz PolDi, der gesellschaftskritischen Themen aus Philosophie, Sozial- und Kulturwissenschaften einen Raum bietet – und euch die Möglichkeit, darüber zu diskutieren.