#740- Rote Fahne über Ruhr-Uni

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in Hochschulpolitik

Rote Fahne über Ruhr-Uni

Die Studierenden der Ruhr-Uni Bochum haben gewählt: Die Grüne Hochschulgruppe (GHG) gewinnt fünf Prozentpunkte hinzu, die Jusos verlieren über fünfzehn. LiLi, al, GHG und SWIB kämen im 41. Studierendenparlament zusammen auf stabile Mehrheit.

Siegessicher hatten sich die linken Gruppen gezeigt: Die rote Fahne wehte schon vor Verkündung der ersten Auszählung im HGB10, und die Hoffnungen wurden nicht enttäuscht. Die Linke Liste verliert zwar prozentual ein wenig, bleibt jedoch weiter mit sieben Sitzen im Parlament vertreten. Auf sieben Sitze kommt nun auch die alternative liste, die sich wie die GHG (fünf Sitze) um zwei Sitze steigern kann. Abgeschlagen folgen die bisherigen AStA-Listen RCDS (vier Sitze, bisher fünf) und Jusos (vier Sitze bisher zehn). Die Liberale Hochschulgruppe (LHG) kann sich etwas steigern, bleibt aber im Ergebnis bei drei Sitzen.
Ebenfalls ausbauen kann die SWIB ihr Ergebnis und einen zweiten Sitz hinzugewinnen. Neu mit jeweils einem Sitz im Parlament vertreten sind die drei neuen Gruppen "Die Liste der Herzen", die Rubtulpen und der Schwarze Ritter.
Drei neue Listen schaffen Einzug
Nicht im SP vertreten sind der Hochschulableger der Linkspartei SDS. Die Linke und die Wohnheimliste YES. Die Liste Gottkaiser, die bei der letzten Wahl einen Sitz gewann, trat dieses Jahr nicht wieder an.
Linkes Bündnis
in Aussicht
Allzu spannend dürften Koalitionsverhandlungen nicht sein: LiLi, al, GHG und SWIB verfügen über eine stabile Mehrheit und zumindest Linke Liste und Grüne Hochschulgruppe haben online und bei Radio CT bereits angedeutet, in diese Richtung gehen zu wollen. Für die bisherigen AStA-Listen ist eine Mehrheit nicht in Aussicht: Nur zusammen mit zwei der neu im SP vertretenen Listen und der Grünen Hochschulgruppe kämen sie rechnerisch auf eine Parlamentsmehrheit. Zumindest letztere hat dies aber bereits ausgeschlossen.
vorbildliche Öffentlichkeitsarbeit
Die Stimmung im HGB10 war insgesamt nicht so aufgeheizt wie im letzten Jahr: Sprechchöre beschäftigten sich noch einmal mit dem wichtigsten Thema des Wahlkampfes, der Mensaparty, verstummten aber schnell wieder, Wurfgeschosse waren ebenfalls nicht zu sehen. Trotzdem – und diese persönliche Anmerkung muss erlaubt sein – überrascht es einen Pressevertreter doch sehr, wenn ihm auf eine kurze Nachfrage hin von einem wackeren, rotäugigen Antifaschisten Prügel angedroht wird. Eine Antwort auf die Nachfrage hätte wahrscheinlich nicht mehr Aufschluss gegeben als ein "das geht dich einen Scheißdreck an, du kriegst gleich was auf die Fresse." – Danke hierfür.

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