Ungleich = Gleich?

Geschrieben von mh am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Hochkarätige Tagung zu (Geschlechter-)Hierarchien an der RUB

Handlungsunfähig: Ohne Praxisfelder nützt die beste Theorie nichts. Foto: mh

„Gleicher und ungleich zugleich“, so hieß die internationale Tagung, welche am 6. und 7. November an der RUB stattfand, veranstaltet von der Marie-Jahoda-Gastprofessur für internationale Geschlechterforschung, dem Gunda-Werner-Institut der Heinrich Böll Stiftung NRW und der Research School der RUB. Der Untertitel „Neukonfiguration von Macht und flexibilisierten Ungleichheiten“ machte den Pluralismus bereits deutlich, der in den Vorträgen, Workshops und Diskussionen angesprochen wurde. Internationale RednerInnen, gemischtes Publikum; die Tagung hatte einiges zu bieten und war fantastisch organisiert.

Eine Nacht der Schande

Geschrieben von ph am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Zum 74. Jahrestag der Reichspogromnacht

Bei der Reichspogromnacht zerstörte orthodoxe Synagoge in München. Foto: Bundesarchiv Bild146-1971-099-63 Berlin Synagoge Fasanenstraße

Die vom NS-Regime organisierten und gesteuerten, landesweiten antisemitischen Pogrome vom 07. bis 13. November 1938 markierten den Wendepunkt von der Diskriminierung und Entrechtung jüdischer Menschen in Deutschland seit 1933 zu ihrer systematischen Verfolgung. Ihren Höhepunkt erreichten die Novemberpogrome in der Nacht vom 09. auf den 10. November 1938. Diese Nacht der brennenden Synagogen ist als „Reichspogromnacht“ oder „(Reichs-)Kristallnacht“ in die Geschichte eingegangen. Über 1.400 Synagogen und jüdische Betstuben wurden während der Pogrome zerstört, beinahe sämtliche Synagogen Deutschlands. Zudem wurden tausende Geschäfte und Wohnungen verwüstet und geplündert sowie jüdische Friedhöfe zerstört. In den Folgetagen der Reichspogromnacht wurden ca. 30.000 Juden und Jüdinnen in Konzentrationslager deportiert, wo sie monatelang unter schrecklichen Bedingungen inhaftiert waren und hunderte von ihnen starben. Insgesamt sind bis zu 1.500 jüdische Menschen während der Pogrome oder in deren Folge gestorben.

Platanenmassaker an der Marienkirche

Geschrieben von USch, ck am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Demokratievernichtung mit der Kettensäge
Grüne Uniformen und orangene Overalls: Kettensägenmassaker unter Polizeischutz. Foto: marKann sich hören lassen: Die Kettensägensymphonie hat begonnen. Foto: Esperanza Aserrar

Die schlimmsten Befürchtungen sind wahr geworden: Obwohl das Bürgerbegehren gegen das Musikzentrum noch in der Schwebe ist, wurden am Montag ab 4 Uhr morgens Fakten geschaffen und ein Großteil der Platanen auf dem potentiellen Baugelände an der Marienkirche gefällt. Damit hat sich der Stadtrat nach dem Stadtbadabriss 1998 und dem Cross-Border-Leasing des Kanalnetzes 2003 zum dritten Mal über ein Bürgerbegehren hinweggesetzt.

Opel-Spange spaltet die Stadt

Geschrieben von USch, ck am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Bochum bald endgültig eingekesselt

Protest weggebaggert: Eine Schaufel spaltet die Stadt.Foto:  USch

Ein Idyll wird asphaltiert: Seit dem feierlichen ersten Baggerbiss laufen nunmehr die Bauarbeiten, um den Bochumer Süden von Laer über Steinkuhl bis Wiemelhausen mit 3,3 Kilometern neuer Autobahn einzudecken. 2015 soll das bis zur Markstraße reichende erste Teilstück entlang des Opelwerks I eröffnet werden, 2017 dann der achtspurige(!) Ausbau des heutigen Nordhausenrings bis zur Uni-Straße. Während sich die verantwortlichen PolitikerInnen wie üblich selber feiern, haben die AnwohnerInner überwiegend resigniert.

Ausgebrannt an der RUB

Geschrieben von Jacqueline Thör am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Burnout-Syndrom löscht das Seelenfeuer der Studierenden

Unfreiwillige Eremiten: Rückzug in die Isolation ist ein Symptom des Syndroms Foto: flickr.com / Z. Smith Reynolds (CC BY-NC-SA 2.0)

Auch an der RUB leiden immer mehr Studierende am Burnout-Syndrom. Die Psychologin Nina Strohmann erklärt dies mit dem „ansteigenden Leistungsdruck der Gesellschaft“. Die Studierenden vergessen, dass sie freiwillig die Universität besuchen, jede Aufgabe scheint bewältigt werden zu müssen. Die :bsz blickt hinter die Stresskulissen.

Hilfe für Studierende der ersten Generation

Geschrieben von clu am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Kindern aus Arbeiterfamilien die Angst vor der Uni nehmen

Die Gründerin von Arbeiterkind.de: Katja Urbatsch.Foto: Nadine Wojcik

In Deutschland ist die Chance, ein Studium aufzunehmen, für Kinder von AkademikerInnen sechsmal so hoch, wie für Kinder aus nicht-akademischen Familien. Dies liegt zum einen an einem Schulsystem, das noch immer mehr SchülerInnen zum Abitur führt, deren Eltern bereits studiert haben, als solche aus Familien, die als „bildungsfern“ gelten. Aber auch von denen, die trotz ihren nicht-akademischen Elternhäusern die Hochschulreife erlangen, entscheiden sich nur wenige für ein Studium.