Wir haben verstanden

Geschrieben von Mnd am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

bsz-Spekulation der Woche: Bahn-Sabotagen


 FotoMndby_Hansueli_KrapfEin Satz mit X, das war wohl nix. Nach den Sabotageakten auf Kabelschächte der Deutschen Bahn sind PolitikerInnen von CDU/CSU, die Deutsche Polizeigewerkschaft und  Boulevardmedien vorerst damit gescheitert, einen neuen „beginnenden Linksterrorismus“ wirksam herbeizuschreiben. Denn ExpertInnen winken ab: Vergleiche mit der RAF seien vorgeschoben, erklärt etwa der renommierte Historiker Martin Jander in der Tagesschau. Und selbst die Deutsche Bahn stellt klar: Wegen der installierten Sicherheitstechnik seien Menschen nicht in Gefahr gewesen.

Serie von Neonazigewalt reißt nicht ab

am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Wieder Übergriffe in Langendreer

In Langendreer kehrt keine Ruhe ein. Immer wieder kommt es im Stadtteil zu gewalttätigen Übergriffen auf (vermeintlich) linke und migrantische BürgerInnen. Seit sich eine Neonazi-Clique in die beschauliche Alte Bahnhofstr. eingemietet hat, ist es hier ungemütlich geworden. Vor etwa zwei Wochen wurden erneut Personen angegriffen, die Polizei soll daraufhin einige mutmaßliche TäterInnen festgenommen haben. Wegen der anhaltenden Nazigefahr setzen in Langendreer inzwischen  Viele auf Selbstschutz.

 

 

Die Wall Street-Bewegung organisiert sich

Geschrieben von fik am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Occupy everything!

flickr-by-david_shankbone-CC-BY-2Seit dem 17. September ist die New Yorker Börse besetzt. „Occupy Wall Street“ beschreibt sich selbst als führerlose Widerstandsbewegung von Menschen mit unterschiedlichen Hautfarben, Gender und politischer Überzeugung. Seit mittlerweise drei Wochen wächst die Bewegung immer weiter. Die gewaltlose Besetzung begann vor drei Wochen im Finanzdistrikt in Manhatten. Es waren vor allem junge, gut ausgebildete, aber häufig arbeitslose Menschen, die gegen die Gier der Banken und die Unterdrückung der Menschen durch das Finanzsystem protestieren wollten.

Portugal: Protestpartys im Süden, Fischen für den Eigenbedarf im Norden

Geschrieben von chs am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Von der Seemacht zur Staatsverschuldung

P1000004(Chs) Gerade erst wird es dunkel in Sesimbra. Etwa 200 Menschen stehen auf dem Kirchenvorplatz und mitten auf der Straße. Junge wie alte. Die Polizei ist auch da. Kinder rennen durch die Menge. Ein rot-weißes Banner mit den Symbolen Hammer, Sichel und Stern hängt über den Köpfen wild diskutierender Menschen. Darauf prangt ein Wahlspruch der PCP (Partido Comunista Português), der Kommunistischen Partei Portugals und kritisiert die Sparpläne der portugiesischen Regierung. Das Banner prangt über dem Eingang zum Gelände einer kleinen weißen Kirche. Doch handelt es sich bei dieser Versammlung nicht um eine kirchliche Veranstaltung oder eine klassische Demonstration, sondern um eine Art politischer Party.

Mein Abschied von der Linken

am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Ich bin dann mal weg

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Marvi Marmara, Wege zum Kommunismus, Mauer, Kuba – an die kleinen und großen Skandälchen in der Partei Die Linke hat man sich mittlerweile gewöhnt wie an den sonntäglichen Tatort. Die Partei kommt nicht voran. Gefangen im Universum der Fettnäpfchen leidet das linke Profil. Statt mit Inhalten kommt man fast nur noch mit Grabenkämpfen und Peinlichkeiten in den Medien vor. Das treibt viele Mitglieder lediglich zur Verzweiflung, andere entscheiden sich für den Austritt. Unser Autor gab nun, nach drei Jahren Mitgliedschaft, sein Parteibüchlein zurück. Ein ganz persönlicher Report.

Viele ältere Männer

Geschrieben von haje am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Die Bochumer Piraten treffen sich zum ersten Stammtisch nach der Berlinwahl


Piraten(haje) „Wenn ich noch einen weiteren überflüssigen Artikel über die Piratenpartei lesen muss, werd ich politikverdrossen!“, wetterte ich noch unlängst auf Facebook. Dann rief mich die Redaktion der WAZ an: Die Bochumer Piraten machen ihren ersten Stammtisch seit der Berlinwahl, die Presse sei eingeladen, ich solle mir das mal anschauen. Na bravo, dann arbeite ich jetzt also höchstpersönlich an meiner Politikverdrossenheit. Dafür weiß ich jetzt: Die Bochumer Piraten haben mit ihren Berliner ParteifreundInnen wenig gemein. Vom Hype aus der Hauptstadt scheinen sie trotzdem profitieren zu können. Ein Augenzeugenbericht.