Gleichstellung: frauen- und männerfreundlich

Geschrieben von ph am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Von der Gleichberechtigung zur Gleichstellung (Teil 2)

Die ersten Astronautinnen der NASA (1978)Die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern, dient gleichermaßen dem Wohl der Frauen wie dem der Männer. Denn die Benachteiligung des einen Geschlechts, einschließlich der bloßen Nichtberücksichtigung seiner Interessen und Bedürfnisse, schadet indirekt immer auch dem anderen Geschlecht. Und jedes in die Irre leitende Geschlechterstereotyp beeinflusst beide Geschlechter negativ. Schließlich leben die Geschlechter miteinander in einer Gesellschaft und meist auch in verschiedenen sozialen Beziehungen (familiär, freundschaftlich, partnerschaftlich). Jeder Mensch, der seine Kräfte menschlich-produktiv nutzt, um das ihm innewohnende Potential zu verwirklichen, ist ein Gewinn für seine Mitmenschen, unabhängig von seinem und deren Geschlecht. Die Gleichstellung der Geschlechter ist auf gesellschaftlicher Ebene ein wichtiger Schritt, um die positive Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit zu unterstützen.

UmFAIRteilen – Kampagnenstart

Geschrieben von ks am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Wie begegnet mensch der sozialen Schieflage in der BRD?

Demoauftakt auf dem Massenbergboulevard.Ein breites Bündnis aus über 300 Organisationen hatte für den 29. September zu bundesweiten Demos unter dem Motto „umFAIRteilen – Reichtum besteuern“ aufgerufen. Insgesamt beteiligten sich BRD-weit über 40.000 Menschen in mehr als 40 Städten an dem Aktionstag. Mehr als 30 Gewerkschaften, Verbände, Parteien und soziale Bewegungen hatten erfolgreich zu einer der zentralen Demos in Bochum aufgerufen: Über 5.000 Menschen aus dem ganzen Ruhrgebiet nahmen am Demozug vom Massenbergboulevard zum Schauspielhaus teil.

Beten verboten!

Geschrieben von mh am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Als vermeintliche Präventivmaßnahme schloss die Hochschule Bochum ihren Gebetsraum

Geräumt und verschlossen: Ein Zettel an der Tür des Gebetsraums informiert über die Umstände der Schließung.Das neue Semester an der Hochschule Bochum (auf der Lennershofstraße  140) beginnt mit Einschränkungen für religiöse Studierende: Der Gebets-und Meditationsraum, welcher seit einigen Jahren von Gläubigen aller Religionen genutzt werden konnte, wurde am 1. Oktober geschlossen. Der Grund: Der in den Medien als „extremer Fundamentalist“ bezeichnete Sami A. hielt sich dort auf. A. wird als „salafistischer Prediger“ bezeichnet, als „einer der gefährlichsten Islamisten Nordrhein-Westfalens“, als „demokratiefeindlicher Ideologe“. Der aus Tunesien stammende A. lebt seit 12 Jahren in der BRD, ist mit einer deutschen Frau verheiratet und dreifacher Vater. Er soll ein ehemaliger Bodyguard Osama Bin Ladens sein und heute Student an der RUB. Auf Nachfrage beim Ministerium für Inneres und Kommunales in NRW, welcher all dieser Vorwürfe den Tatsachen entspricht, erhielt die bsz bisher noch keine Antwort.

Die Lust am Lesen

Geschrieben von clu am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

LeselernhelferInnen vom Mentor e.V. für mehr Chancengleichheit

Lesen öffnet Welten.Vor wenigen Tagen wurden die Ergebnisse des Bundesländervergleiches der Grundschulen veröffentlicht. Das Resümee: Bayerns GrundschülerInnen sind spitze, dicht gefolgt von SchülernInnen aus den neuen Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Die NRW-SchülerInnen landen nach Punkten im breiten Mittelfeld und die letzten Plätze belegen die SchülerInnen aus den Städten Hamburg, Berlin und Bremen. Der Vergleich zeigt jedoch auch, dass weiterhin die sozio-ökonomische Herkunft eine enorme Rolle in Bezug auf die Leistungen der SchülerInnen spielt, also dass Kinder aus ärmeren und Einwandererfamilien schlicht kaum Chancen haben, in der Schule gut zu sein.

Keine Angst vor Gender Mainstreaming

Geschrieben von ph am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Von der Gleichberechtigung zur Gleichstellung (Teil 1)

4-1_flickr_sijekaasterisk_CC_BY-NC-SA_2.0Gender Mainstreaming – ein Begriff, der den meisten Menschen leider kaum etwas sagt und der für einige weltanschauliche Milieus zu einem irrationalen Feindbild avanciert ist. Dabei bezeichnet Gender Mainstreaming das grundsätzlich gute und wichtige politische Konzept, über die juristische Gleichberechtigung hinaus eine tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter in der Gesellschaft zu erreichen. Für dieses Ziel ist es erforderlich, bei allen politischen Vorhaben die Interessen und Bedürfnisse von Frauen wie Männern gleichermaßen angemessen zu berücksichtigen. Statt einfach eine geschlechtsneutrale Wirklichkeit anzunehmen und sich mit der Gleichberechtigung von Mann und Frau zufrieden zu geben, gilt es, die Lebensrealitäten der Geschlechter zu analysieren und diesbezüglich relevante politische Entscheidungen so zu gestalten, dass die Gleichstellung der Geschlechter gefördert wird.

Esta merda não anda

Geschrieben von Mnd/rvr am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Portugals Proteste zwischen Wut und Frustration

1-1Gleich mehrere Fernsehteams beziehen Stellung auf dem zentralen Freiheits-Platz vor dem Rathaus von Porto. Wie geht es weiter nach den Massenprotesten gegen die Sozialkürzungen und die Troika-Politik? Mit Unterstützung der Oppositionsparteien und dem großen Gewerkschaftsbund CGTP sind am Wochenende zuvor Hunderttausende in den portugiesischen Städten auf die Straße gegangen, um gegen die Troika aus IWF, EZB und EU-Kommission sowie gegen die konservative portugiesische Regierung zu protestieren.