Wie die Werbeindustrie versucht Geschlechterklischees zu verfestigen

Geschrieben von fik am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Rosa verblödet Kinder

4-1-flickr-TheGiantVermin-CC-BY-SA-2Mädchen und Jungen werden speziell durch Werbung angesprochen, dazu verwendet die Industrie gezielt Rollenklischees. Ferrero hat nun sogar ein extra Kinder-Überraschungsei nur für Mädchen kreiert und die Kampagne unter den Slogan „Ei love rosa“ gestellt. Es entsteht jedoch neuer Widerstand gegen diese Form von sexistischer Propaganda. Im Frühjahr 2012 gründete sich die Gruppe Pinkstinks Germany. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Bild von Mädchen und Frauen in den Medien grundlegend zu verändern.

Es bleibt ungemütlich

am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Neonazi-Websites offline, rechte Szenegrößen steigen angeblich aus

Die ultrarechte Szene ist in Aufruhr: Mehrere bisher zentrale Neonazi-Internetportale sind nicht mehr erreichbar, zum Teil durch staatliche Intervention, zum Teil durch Hacker*innenangriffe. Parallel dazu machen Meldungen die Runde, der bekannte rechte Vordenker Andreas Molau habe den Verfassungsschutz mit wichtigen Informationen versorgt und wolle aus der Szene aussteigen. Grund für antifaschistische Freude? Nur bedingt. Trotz der empfindlichen Rückschläge bleiben die Neonazi-Strukturen handlungsfähig.

 

Der Tag ist das Problem

Geschrieben von mr am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

4-1-bett-Sebastian-SellhorstDie Folgen der Obdachlosigkeit im Sommer

„Im Sommer sterben mehr Obdachlose als im Winter“, sagt Bastian Pütter, Chefredakteur der Straßenzeitung bodo.  Damit widerspricht er dem Vorurteil, vor allem kalte Winter würden das Leben der Menschen ohne Wohnraum gefährden. Zwar gibt es im Winter immer wieder Schlagzeilen von Erfrorenen, denen der Schutz einer beheizten Wohnung oder auch schlicht eines Daches über dem Kopf verwehrt war. Schwieriger sei die Situation der Obdachlosen aber eigentlich im Sommer. „Da gibt es nur leider überhaupt keine Statistik zu“, sagt Pütter. „Nach unseren Erfahrungen bin ich aber sicher, dass es nicht der Winter ist, der die Leute umbringt."

Polizeigewalt und unterlassene Hilfeleistungen: Alltag in Deutschland

Geschrieben von fik am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Der Staat tötet

2-1-Polizei-Amnesty-InternationalImmer wieder fallen einzelne Polizeibeamte und ganze Behörden durch rassistische Äußerungen und Übergriffe auf. Ihre Opfer haben selten eine Chance, einige müssen sogar mit dem Leben bezahlen. Am Morgen des 7. Juli 2012 verstarb der aus Gambia stammende Ousman Sey in Dortmund kurz nachdem er in Polizeigewahrsam genommen wurde. Schon vor seiner Festnahme versuchte er vergeblich, ärztliche Hilfe zu bekommen.

Iranische Flüchtlinge protestieren gegen ihre Behandlung

Geschrieben von nd am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Proteste gegen Asylgesetze

4-1Andrea_Mayer-Edoloeyi__CC_BY-NC-SA_2.0In mehreren deutschen Städten gingen in der vergangenen Woche Menschen gegen Abschiebung und diskriminierende Asylgesetze auf die Straße. Den aktuellen Stein des Anstoßes gaben iranische Flüchtlinge, die gegen ihre prekäre Unterbringung in bayerischen Lagern protestieren. Seit Mitte März besetzen die AktivistInnen öffentliche Plätze, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. Zunächst campierten sie in Würzburg, seitdem eröffnen Flüchtlinge immer neue Protestcamps in anderen Städten.

Die GEMA plant eine existenzgefährdende Preiserhöhung für Clubs

Geschrieben von Mnd am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Droht 2013 das Club-Aus?

1-1-Bahnhof-LangendreerDeutschlands ClubbetreiberInnen bangen um ihre Existenz. Der Grund dafür ist eine „Vereinfachung“ des Tarifsystems der GEMA. Die Verwertungsgesellschaft vertritt die Urheberrechte von mehr als 64.000 MusikverlegerInnen, TextautorInnen und KomponistInnen in Deutschland. Nach eigenen Angaben will sie mit der Reform rund zehn Prozent mehr Gewinn für UrheberInnen erzielen. Dieser Mehrbetrag soll durch eine Erhöhung der Eintrittspreise entrichtet werden. KritikerInnen weisen auf diverse Sondererhöhungen hin, die vor allem kleine und mittlere Veranstaltungsorte gefährdeten. Betroffene haben nun eine Petition vorgelegt.