#737- Wohnungsbrand im UniCenter

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Wohnungsbrand im UniCenter In der Silvesternacht haben Jugendliche Feuerwerkskörper durch ein offenstehendes Fenster geworfen. Die Einrichtung der Wohnung in der vierten Etage (Hustadtring 147/ 149) fing Feuer, und auch die darüber liegende Wohnung blieb nicht verschont. Beide Wohnungen brannten vollständig aus. Zwei Personen, ein Feuerwehrmann und ein Bewohner wurden verletzt, ein Hund verendete. Alle Hausbewohner mussten evakuiert werden, bis die Feuerwehr den Brand gelöscht hatte. Der Notruf ging wohl um 00:17 Uhr ein. Zur Ursache äußert die Polizei sich in der Pressemeldung wie folgt: Aus der nun ausgebrannten Wohnung in der fünften Etage hätten die Bewohner achtlos Feuerwerkskörper aus dem Fenster geworfen. Vorbeikommende Jugendliche hätten sich hierdurch provoziert gefühlt und Feuerwerkskörper auf das Haus geschossen. Getroffen hätten sie ein offenstehendes Fenster der nun ausgebrannten Wohnung in der vierten Etage. Die Verursacher konnten bisher noch nicht ermittelt werden. wer Der Vorfall auf der Website des Presseportal der Polizei Nordrhein-Westfalen: http://www1.polizei-nrw.de/presseportal/Behoerden/bochum/article/meldung-080101-023048-48.html

#737- "Querenburg braucht unsere KiTa St. Augustinus"

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"Querenburg braucht unsere KiTa St. Augustinus" Die Würfel sind gefallen: Die Zuschüsse des Bistums Essen werden gestrichen. Die KiTa St. Augustinus, Querenburger Höhe 296, wird geschlossen. Ende Januar wird entschieden, wann. Ein neuer Träger ist nötig! "Lasst die Kinder weiter zu uns kommen!" In der Kindertagesstätte St. Augustinus am UniCenter werden 70 Kinder "ü 3" und 8 Kinder "u 3" betreut. Die Eltern stammen aus den Reihen zahlreicher Studierender sowie Angestellter oder auch Lehrender der RUB. Darüber hinaus werden Kinder aus dem direkten Wohnumfeld des UniCenters betreut, also vor allem Kinder vielfältiger Nationalitäten. Zahlreiche Kooperationspartner Die Einrichtung strebt nicht nur eine bestmögliche Betreuung und Förderung der Kinder an. Sie bewirbt sich auch in diesem Jahr zum dritten mal als Familienzentrum nach dem "Lotse-Modell". Das Gütesiegel würde die Qualität der Einrichtung auszeichnen. Zum Zwecke der Förderung glänzt die Einrichtung durch Kooperationen mit der Uni (Uni Zwerge, Fachschaft Medizin, Fakultät für Sportwissenschaft, Institut für das begabte Kind), aber auch mit örtlichen Behörden und Einrichtungen (unter anderem Musikschule Bochum, BoKiSS – Bochumer KinderSportSchule). Angeboten werden hier, anders als in den meisten Einrichtungen, Musikalische Früherziehung, Turnen und auch Tanzkurse. Eltern engagie- ren sich Die Eltern haben sich dazu entschieden, die Schließung nicht hinzunehmen. Zu diesem Zwecke haben sie sich seit Dezember mehrmals getroffen und über mögliche Handlungsalternativen diskutiert. Es sollen zunächst Unterschriften gesammelt werden, um eine Schließung zu verhindern. Ziel ist es also, politischen Druck auszuüben. Um aus politisch stärkeren Reihen Unterstützung zu erhalten, haben bereits Gespräche mit der Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz stattgefunden. Es wurde außerdem eine "Bewerbungsmappe" entworfen, die als erstes an Frau Dr. Scholz und andere "wichtige" Stellen und Personen geschickt wird. In dieser Mappe wird über die Einrichtung berichtet, die sich in vielerlei Hinsicht von anderen Kindertagesstätten unterscheidet. Eltern lieben die Einrichtung In einem "sozialen" Brennpunkt ist diese Kindertagesstätte eine Art Fels in der Brandung. Hier entsteht der Eindruck eines Familiengefüges, das in anderen Einrichtungen undenkbar wäre. Die aus unterschiedlichen Ländern und verschiedenen sozialen Hintergründen kommenden Kinder erleben hier das "Multikulti" in einer bereichernden Form. Die Einrichtung verfügt über ein großes und einladendes Gelände, unter anderem gibt es hier eine neue Kletterburg und eine Sandinsel. Auch von innen haben viele Renovierungsarbeiten stattgefunden. Die Eltern schätzen diese Einrichtung, weil sie zum einen sehr zentral gelegen ist (Uninähe, direkter Anschluss an den ÖPNV), aber auch aufgrund der zahlreichen überobligatorischen Aktivitäten und der liebevollen Betreuung. Auch werden mehrmals im Jahr Aktionen wie Kindergarten- oder Pfarrfeste sowie Bücherbasars angeboten, die für jeden Geschmack etwas bieten. Zukunft ungewiss Es bleibt anzuwarten, was aus der Einrichtung wird. Als mögliche zukünftige Träger kommt zum einen der Caritasverband, aber auch die Stadt Bochum, in Betracht. Es bleibt zu wünschen, dass die Bestrebungen der Eltern von Erfolg gekrönt sind, gerade in Zeiten, in denen die Politik von "zu wenig Betreuungsplätzen" und "Anspruch auf einen Kindergartenplatz" spricht. Die zentral gelegene Einrichtung kommt vielen Eltern zugute. Die Kinder werden hier eben nicht nur beaufsichtigt, sondern ihren Interessen und Begabungen gemäß gefördert, egal, wo sie herkommen und wie viel Geld ihre Eltern haben. "Lasst die Kinder weiter zu uns kommen", so Frau Höffner, Leiterin der Einrichtung. Und auch die Eltern sind sich einig: Eine Schließung darf es auf keinen Fall geben! wer Die Website der Einrichtung befindet sich unter: http://kita-augustinus.gemeinde-st-augustinus.de/

#737- Billiger Populismus überschattet Hessenwahl

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Billiger Populismus überschattet Hessenwahl "Wir haben zu viele kriminelle Ausländer": So titelt die Bildzeitung Anfang Januar und zitiert damit den hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch. Hintergrund: In München haben mutmaßlich zwei Jugendliche mit Migrationshintergrund einen älteren Herrn in einer U-Bahn zusammengeschlagen. Nun liegt München zwar nicht in Hessen, Roland Koch übernimmt den Vorfall jedoch und meint, ein Thema für den Landtagswahlkampf in Hessen gefunden zu haben. Die muss er gewinnen, um bundespolitisch im Gespräch zu bleiben und nicht in der Versenkung zu landen. Die SPD hat mit dem Mindestlohn ein Wahlkampfthema gefunden, auf das Koch nicht adäquat reagieren kann. Also kommt - wie schon 1999, als Koch mit einem ausländerfeindlichen Wahlkampf Ministerpräsident wurde - nun wieder einmal die Mär von Problemen mit Ausländern. Der Ton wird rauer. Von einer "multikulturellen Verblendung" spricht der CDU-Mann. Er fordert Erziehungscamps, ein härteres Jugendstrafrecht und schnellere Ausweisungsmöglichkeiten für "Ausländer, die sich nicht anpassen wollen". Tatsache ist: Die Jugendkriminalität nimmt zu. Jugenddelinquenz ist vor allem in Familien mit Migrationshintergrund vorzufinden. Koch berücksichtigt nicht die Ursachen für Jugendkriminalität. Er sieht Zahlen einer Statistik und versucht damit, gegen Gruppen zu hetzen. Würden Koch und seine Wahlkampf-Spin-Doctors die Zahlen hinterfragen und wissenschaftlich mit ihnen arbeiten, fiele direkt auf: Nicht überall steigt die Anzahl der Gewalttaten von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Der bekannte Kriminologe Christian Pfeiffer weist daraufhin, dass die Anzahl dieser Straftaten in München zwar von sechs auf elf Prozent hochgegangen seien. Gleichzeitig sank die Zahl dieser Taten in einer Stadt wie Hannover von 15 auf sieben Prozent. Pfeiffer begründet dies mit den unterschiedlichen Bildungsbiografien. Während in Hannover viele MigrantInnen eine Hochschulreife bzw. einen Realschulabschluss vorweisen können, hinken MigrantInnen - und im Übrigen auch deutsche Kinder aus Familien, die dem "abgehängten Prekariat" zugehörig sind - in Bayern hinterher. Mehr als 70 Prozent der MigrantInnenkinder in Bayern haben entweder keinen Schulabschluss oder den Hauptschulabschluss. Dies und die "Machomentalität" in vielen Familien seien zu berücksichtigen, so Pfeiffer. Auch deswegen gehe eine Verschärfung des Jugendstrafrechts. Das komme erst dann zur Geltung, wenn Taten begangen wurden. Ziel, so die einhellige Meinung der ExpertInnen, müsse es sein, solche Taten zu verhindern. Und das sei nur durch Prävention möglich. Bedingung: Ein gerechtes und chancengleiches Bildungssystem. Der Bochumer Professor für Kriminologie, Prof. Dr. Thomas Feltes, zeigt sich gegenüber dem "Stern" besorgt über das Klima in der Gesellschaft, das "insgesamt rauer geworden ist und mehr Gewalt eingesetzt wird - (...) vor allem bei Erwachsenen". Der Konkurrenzdruck und die mangelnde Gerechtigkeit von Chancen seien hierfür - gerade bei Jugendlichen - die Gründe. Bleibt zu hoffen, dass Kochs Populismus verpufft und ein Machtwechsel in Hessen folgen wird. Koch, der selbst bei Polizei und Justiz massive Kürzungen in Hessen vorgenommen hat, hat mit seiner Politik mit dafür gesorgt, dass diese Debatte überhaupt entstehen konnte. Wir brauchen keine härteren Gesetze. Wir brauchen eine soziale und starke Gesellschaft und eine Justiz, die arbeitsfähig ist. Stellenkürzungen und Privatisierungen in dem Bereich helfen dort wenig. Fabian Ferber

#744- Burschenschaften in Bochum und anderswo

Geschrieben von USch am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Burschenschaften in Bochum und anderswo
"Besser für dein Studium?"
Wie zu Beginn jeden Semesters bemühen sich die in Bochum ansässigen Burschenschaften momentan um neue Mitglieder. Wer bisher dachte, dass Universitäten jüngeren Gründungsdatums, wie die Ruhr-Universität Bochum (1965), von diesem Phänomen verschont geblieben wären, wird spätestens jetzt eines Besseren belehrt: Auf Flugblättern und im Internet wird mit ewiger Freundschaft, gemütlichem Beisammensein und einem schnellen und erfolgreichen Absolvieren des Studiums geworben. Zusätzlich locken preiswerter Wohnraum in günstiger Lage und eine hausinterne Bar. Klingt eigentlich alles erstmal ganz gut, oder?

#744- Die Maischützen auf dem Boulevard

Geschrieben von Paul Coignec & Catherine Grillot am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Bochum: «Es bleibt alles anders…»
Die Maischützen auf dem Boulevard

AAm Abend des 24. April sind wir, zwei Franzosen, ins Zentrum von Bochum gefahren. Wir wollten einfach in Ruhe ein Gläschen trinken. An diesem Abend aber wurden unsere Pläne behindert...

#744- Wer ein Glashaus baut, sollte nicht mit Mitteln sparen...

Geschrieben von haje am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Wer ein Glashaus baut, sollte nicht mit Mitteln sparen...
Kontraste
Am ersten April begann mit der Aktion "10.000 Spender in 10 Wochen" ein Geldbeschaffungsprojekt, mit dem die Finanzierung des ehrgeizigen Baus eines eigenen Konzerthauses für die Bochumer Symphoniker komplettiert werden soll. Kein Geringerer als Dr. Norbert Lammert – Bundestagspräsident und unangefochtene Spitzenkraft der örtlichen Politprominenz – stellt der Begleitkampagne sein Gesicht in Übergröße zur Verfügung.