Die Bundesmittel fließen

am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Neonazi-Projekt „Dortmund den Dortmundern“ soll weiterhin stattfinden

Es klingt wie ein schlechter Scherz: Insgesamt 300.000 Euro will das Bundesfamilienministerium für eine „Zukunftswerkstatt“ mit militanten Dortmunder Neonazis ausgeben – nach wie vor, und trotz massiver Proteste. Obwohl sich die Stadt Dortmund und weitere KooperationspartnerInnen von dem Projekt distanziert haben, könnte es dazu kommen, dass extrem rechte Kader in staatlich finanzierten Kreativworkshops Zukunftskonzepte entwickeln dürfen. Das Ministerium sieht bisher jedenfalls keinen Anlass, den Bewilligungsbescheid zurückzuziehen, und der Dortmunder Träger Multilateral Academy gGmbH hat bereits damit begonnen, die üppige Fördersumme abzurufen. Bei dem Empfänger der Bundesmittel ist man entschlossen, das Projekt mit verändertem Konzept durchzuführen. Aus der militant rechten Szene gibt es Beifall.

Die Gerüchteküche brodelt

Geschrieben von Mnd am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Antisemitismus: Eine Bestandsaufnahme

Deutscher-Bundestag---Lichblick-Achim-MeldeAnlässlich des Holocaust-Gedenktages: Wer die Parole „Nie wieder Auschwitz“ mit Leben füllen will, sollte, neben historischen, auch aktuelle Entwicklungen im Auge behalten. Laut einer vor kurzem veröffentlichten Studie sind rund 16,4 Millionen Deutsche latent antisemitisch. Es stellt sich daher die Frage: Ist das demokratische Frühwarnsystem in Deutschland intakt? Was ist der ideologische Nährboden, auf dem Antisemitismus, nicht nur hierzulande, gedeiht? Ein aktueller Fall und ein groteskes Buch geben Einsicht in Wesen und Wirken antisemitischer Narrative.

 

Mein Kommunismus, dein Kommunismus

Geschrieben von Mnd am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

4-1-web-Kommunismus-by-MndEin Besuch beim Liebknecht-Luxemburg-Gedenken in Berlin

„Dass man Kapitalismus zähmen könnte, ist ein ziemlich bekiffter Traum!“ Das kommt gut an beim Publikum. Jutta Ditfurth, Autorin und längst ausgetretene Grünen-Mitbegründerin, geizt nicht mit Polemik. Sie schießt gegen die Piratenpartei („konforme Systemtechnokraten“), die Occupy-Bewegung („Mittelschichtsscheiße“, der sich „Sozialisten nicht anschließen sollten“) und die Ökologische Plattform in der Linkspartei („Die huldigen irgendwelchen indischen Göttern, das ist doch kein Sozialismus!“). Hier Applaus, dort Gemurre. Wir befinden uns auf der „Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz“ in Berlin, die sich seit 1996 auf die meist roten Fahnen geschrieben hat, den Kapitalismus überwinden zu wollen. Veranstalterin ist die orthodox-kommunistische Tageszeitung Junge Welt (JW) aus Berlin. Am darauffolgenden Sonntag findet die traditionelle „LL-Demonstration“ zum Grab der ermordeten KPD-GründerInnen Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht statt. Die bsz ermittelt vor Ort.

Mehr als eine Frage des Geschlechts

Geschrieben von fik am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

3-1-web-Girlsday-by-PressestelleStudentische Fachtagung zu Gleichberechtigung auf dem Arbeitsmarkt

„Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin“, so heißt es im deutschen Grundgesetz. Die Realität sieht immer noch ganz anders aus. Am 21. Januar organisieren die Fachschaft Gender Studies und der Deutsche Gewerkschaftsbund eine Fachtagung mit dem Thema Gleichberechtigung auf dem Arbeitsmarkt. Unter dem Titel „Noch 500 Meter bis zur Gleichberechtigung?“ wollen sie sich der aktuellen Situation von Frauen und Männern in der Arbeitswelt widmen und einen Weg aufzeigen, wie Gleichberechtigung zu erreichen ist.

Gute Vorsätze

Geschrieben von mr am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

1-1-web-Dortmund-CC-by-sa-gruenenrwNeonazi-Gewalt in Dortmund: Hat die Untätigkeit ein Ende?

Die Dortmunder Blockadebündnisse „Dortmund stellt sich quer“, „Dortmund Nazifrei“ und das Antifabündnis S1 kündigen an, auch in diesem Jahr gegen Neonazi-Aufmärsche mobil zu machen. Das alleine ist keine Überraschung. Allerdings scheinen auch die Stadt und die Polizei in Zukunft härter gegen die extrem rechten Strukturen vorgehen zu wollen. Seit Jahren haben Anti-Nazi-Initiativen den Behörden vorgeworfen, dass sie das Problem kleinreden und zu wenig unternehmen.

Her mit den Privilegien!

Geschrieben von Chs am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

4-1-webUnterricht-CC-by-sa-Metropolitan-School

Ab August gibt es auch islamischen Religionsunterricht

Es ist ein Gesetz mit Verfallsdatum: Seit ein paar Wochen ist der Paragraph 132 des Schulgesetzes NRW um eine Übergangsvorschrift reicher: Der Landtag NRW hat am 22. Dezember 2011 beschlossen, islamischen Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach an Schulen einzuführen. Es soll am 1. August 2012 in Kraft und am 31. Juli 2019 wieder außer Kraft treten. Bis dahin wird die Einführung wissenschaftlich begleitet und ausgewertet. Und schon hagelt es Kritik: Statt eines zusätzlichen bekenntnisgebundenem Fach an staatlichen Schulen fordern antiklerikale AktivistInnen, die Trennung von Kirche und Staat endlich ernst zu nehmen.