Notstand in der Geisterstadt

Geschrieben von Chs am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Leerstand und Mietmängel im Unicenter

UniCenter-ChsÄrger in Querenburg: Lange Schlangen, enge Gänge und überfüllte Kassen – und das obwohl nebenan zur gleichen Zeit tausende Quadratmeter Verkaufs- und Wohnflächen verrotten. Von einstmals über 50 Geschäften mit breitem Warenangebot ist nur noch ein abgemagertes Skelett übrig, an denen die verbliebenen MieterInnen hängen wie verdorrende Fleischfetzen. Seit vergangener Woche fehlt dem Bochumer Unicenter darüber hinaus das bisher zentralste Einkaufsorgan. Denn der riesige Toom-Markt, das Herz des einstigen Einkaufscenters, hat sich wie schon zahlreiche kleinere Läden zuvor nun ebenfalls aus Querenburg  zurückgezogen. Ein neues Organ mag jedoch bisher niemand spenden.

Betteln verboten!

Geschrieben von fik am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Bodo

Dortmund: Verschärfte Repression gegen Wohnungslose

Bald könnten bettelnde Menschen auch in Bochum vor zusätzlichen verschlossenen Türen stehen. Auf dem Gelände des Amtsgerichts am Husemann-Platz soll ein privates Einkaufszentrum entstehen (die bsz berichtete). Sogar der öffentliche Husemann-Platz selbst könnte dabei verschwinden. Während die Stadtplaner_innen über Entwürfe diskutieren, haben Sozialinitiativen Bedenken: Anders als im öffentlichen Raum gilt in vergleichbaren Einkaufszentren ein strenges Bettelverbot – mit drastischen Folgen.

Wir Integrationsverweigerer

Geschrieben von Mnd am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

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Deutschland bremst Zuwanderer strukturell aus. Doch viele halten durch.

Wenn es um Integration geht, ist Deutschland bekanntlich eine Bananenrepublik. Nicht erst seit Sarrazin diskutiert die Republik über Zuwanderung und übt sich, statt in konkreten Maßnahmen, lieber in politisch korrekter Sprachakrobatik. Die „Deutschen mit Migrationshintergrund“ wirken dieser Tage wie eine anonyme Diskursmasse. In den TV-Shows ergreifen gebildete, voll integrierte VorzeigemigrantInnen für sie das Wort. Doch wie sieht es bei denen aus, die keine Staatsbürgerschaft bekommen haben? Wie leben Flüchtlinge und AsylbewerberInnen, wie sehen sie ihre Zukunft in Deutschland? Ein Besuch.

Innenstadt zu verkaufen

Geschrieben von rvr am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

In Bochum soll die Privatisierung weitergehen

1-1-planEssen hat eins, Dortmund hat eins und Recklinghausen baut eins: Riesige Einkaufzentren sind auf dem Vormarsch. Mit dem Ruhrpark war Bochum Vorreiterin einer Entwicklung, über die jetzt Viele klagen: Shoppingtempel haben vielerorts die Innenstädte platt gemacht. Was tun zur City-Wiederbelebung? In Essen hat man den Bock zum Gärtner gemacht und eine private Mall zentral an den Limbecker Platz gebaut. Auch in Bochum soll jetzt ein etwa 20.000 Quadratmeter großes privates Einkaufszentrum mitten in der Stadt entstehen. Einzig über die Form der Privatisierung wird derzeit gestritten.

Die Ideologie hinter der Schüssel

Geschrieben von Chs am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

WTO mal anders: Am 19. November ist Welttoilettentag

2-2Wiki-Donnerbalken2-2Wiki-Slavoj_Zizek_in_Liverpool_2Es gibt ein Toilettenproblem. Nicht nur an der Uni, sondern weltweit. Für mehr als 40 Prozent der Weltbevölkerung fehlen ausreichend hygienische Sanitäranlagen. Deswegen hat die Welttoilettenorganisation (WTO) am 19. November 2001 erstmals den Welttoilettentag ausgerufen. Krankheiten und Tabus sollen ebenso in den Blick der Öffentlichkeit rücken wie Fragen des sanitären Lebensstandards. Der slawische Philosoph Slavoj Žižek arbeitete die verschiedenen Bauweisen der Porzellanschüsseln indes ideologisch auf und widmet dem stillen Örtchen sogar eine eigene kleine Kulturtheorie. Die bsz hat für euch durchs Schlüsselloch geguckt.

 

 

Indigene Bauernguerilla: Die mexikanischen Zapatistas

Geschrieben von Mnd am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

EZLN: Kampf um Chiapas

foto4-1Am 1. Januar ist es wieder soweit. An diesem Datum jährt sich zum achtzehnten Mal der Beginn des indigenen Aufstandes der „Zapatistischen Armee der Nationalen Befreiung“ (EZLN) im mexikanischen Bundesstaat Chiapas. Als das Nordamerikanische Freihandelsabkommen, kurz NAFTA, 1994 in Kraft trat, besetzten maskierte GuerillerAs zahlreiche Bezirkshauptstädte in dem bettelarmen Bundesstaat.