#730- Ramadan: Ein Resümee

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Ramadan: Ein Resümee

Vor zwei Wochen ging der neunte Monat des islamischen Mondkalenders zu Ende. Was Studierende unserer Uni dieser Monat bedeutet, wie sie ihn dieses Jahr verbracht und erlebt haben und was für sie das Wichtigste am Monat Ramadan ist? Wir haben nachgefragt.

Ramadan heißt für viele Muslime mehr als nur Fasten. Für Sie ist es eine Möglichkeit ihre Gottesfurcht zu beweisen, Teil einer Idee zu sein und zu einer Gemeinschaft zu gehören.
Der Anlass
Im neunten Monat des islamischen Mondkalenders wurde die Schrift Gottes zu dem Propheten herab gesandt. Im christlichen Glauben würde man sich hier des Lateinischen bedienen und es mit "in spiritus sancti" bezeichnen. Der Überlieferung nach war Muhammad nämlich Analphabet und bekam nur durch die Sendung der göttlichen Schrift die Fähigkeit den Koran zu Papier zu bringen. In Gedenken an dieses Ereignis und zur Feier der Schrift ihrer Religion begehen die Muslime diesen Monat seither mit dem monatlichen Fasten im Monat Ramadan. Darunter zählt zum einen, während des Tages keine Lebensmittel zu sich zu nehmen, zum anderen auf sexuelle Handlungen zu verzichten. Für viele ist diese Zeit aber nicht nur eine Zeit der Gottesfurcht, sondern vielmehr auch ein gesellschaftliches oder zumindest familiäres Ereignis. Auch viele, die sich über das Jahr hinweg nicht unbedingt immer an die strikten Auflagen ihrer Religion halten, nutzen diesen Monat um sich ihrer Herkunft zu besinnen und viel Zeit mit der Familie zu verbringen.
Fasten als Diät?!
Die Beweggründe für das monatliche Fasten und die Erlebnisse und Empfindungen im Zusammenhang mit diesem gehen dabei erstaunlich weit auseinander. Während für die Einen der religiöse Gedanke im Vordergrund stand haben andere wiederum nicht geleugnet, dass es für sie hauptsächlich eine gute Gelegenheit darstellt, vor dem Winter noch einmal ein paar Pfunde loszuwerden. Das Zuckerfest, welches am Ende des Monat Ramadan gefeiert wird, ist für die meisten der muslimischen Studierenden an der Ruhr Uni das Highlight. Klar wer feiert nicht gerne?! Während für den Großteil immer noch der Glaube und der Beweis der eigenen Gottesfurcht im Vordergrund steht wurde von den Meisten doch auch immer wieder betont, dass es etwas ganz besonderes ist Abends mit der Familie und Freunden zusammen zu kommen und gemeinsam das Fasten zu brechen.
Als Teil eines Ganzen
So verschieden die Beweggründe für das Fasten im Monat Ramadan auch waren, entscheidend ist, dass es für viele Studierende ein Monat voller Selbstdisziplin und Anstrengung ist, die letztlich aber belohnt werden durch ein Gemeinschaftsgefühl und das gute Gefühl, es geschafft zu haben.         jst