Die blutige Seite der Revolution

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Buchrezension: „Kaltland“


3-2-web-Cover(Lukas Gödde) Als die Mauer fiel, wurde nicht geschossen. Die NVA blieb in den Kasernen und selbst Erich Honecker konnte unbeschadet nach Chile rübermachen. Die deutsche Wiedervereinigung gilt gemeinhin als unblutige Veranstaltung. Das Blut floss erst später, und in der kollektiven Erinnerung der Deutschen hat es einen weit weniger prominenten Platz bekommen. Es floss erst in Hoyerswerda und Rostock, später auch in Mölln und Solingen. Mit „Kaltland“ ist nun eine Textsammlung erschienen, die an das erinnern will, was im Gründungsmythos des neuen Deutschlands keinen Platz hat.

Ästhetisierte Sepiaoptik

Geschrieben von de am . Veröffentlicht in Kultur

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Comicrezension zu "Steam Noir: Das Kupferherz 1"

Dampfkraft und Taschenuhren, Zylinder und Korsetts: von Steampunk ist die Rede. Stil und Subkultur zugleich haben es in eine hoffnungsvolle deutsche Neuerscheinung auf dem Comicmarkt geschafft. Es geht um Welten im Äther, Maschinenmenschen und eine eingemauerte Mädchenleiche.

Der große Wurf

Geschrieben von nh am . Veröffentlicht in Kultur

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VfL AstroStars: Die Basketball-Fusion kann kommen

„Basketball, das ist doch ein körperloser Sport!“ Wer diesem Mythos noch immer auf den Leim geht, hat in letzter Zeit kein Basketballspiel gesehen. Im Männer- wie auch im Frauenbasketball geht es hart zur Sache. Es wird erbittert um jeden Zentimeter unter dem Korb gekämpft. Nicht nur bei der diesjährigen EM in Litauen war das zu sehen, auch in heimischen Hallen ist jedes Wochenende Crunch Time. „Körperlos war gestern“, sagt AstroStars Manager Hans-Peter Diehr. Basketball ist ein Sport, der sich durch Schnelligkeit, Athletik und Action auszeichnet. In Bochum entsteht derweil ein neuer Mega-Verein.

Zwischen Vielfalt und Vernichtung

Geschrieben von Mnd/jek am . Veröffentlicht in Kultur

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Jüdisches Leben in Bochum

Als etablierter Teil der deutschen Gesellschaft trugen Jüdinnen und Juden in der Geschichte stets zur Vielfalt der deutschen Alltagskultur bei. Sie waren als NachbarInnen, KollegInnen und FreundInnen auch im Bochumer Stadtbild gut sichtbar. Umso verstörender wirkt das Absterben der bürgerlichen Moral ab dem 20. Jahrhundert. Enteignungen und Entrechtung, welche unter dem Euphemismus der „Arisierung“ vollzogen wurde, sollten nur die Vorboten der Judenvernichtung sein. Eine Ausstellung im Bahnhof Langendreer dokumentiert dies derzeit eindrucksvoll. Zudem versucht ein Stationsweg zur jüdischen Geschichte in Bochum, die zerstörte Prosperität des Bochumer Judentums wieder in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

Pro & Contra: Poetry Slam

Geschrieben von nh, CMP am . Veröffentlicht in Kultur

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Ja! Nein! Wohl! Gar nicht!

Sind Poetry Slams nun Kunst oder doof? Die bsz hat zwei RedakteurInnen zur Meinungsschlacht abbestellt.

Was das Netzwerk mit uns macht

Geschrieben von rvr am . Veröffentlicht in Kultur

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Generation Facebook. Über das Leben im Social Net

Facebook ist in aller Munde. Man könnte meinen, über das größte aller Sozialen Netzwerke sei längst alles gesagt. Weit gefehlt. Der neue Sammelband „Generation Facebook“ aus dem Bielefelder Transcript Verlag unterzieht Facebook einer Kritik, die spektakulär anders ist als verkürzte Datenschutz-Debatten und konservative Internet-Ablehnung.