#730- Fachschaften: Ein Grundkurs

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in FSVK und Fachschaften

Liebe Leserinnen und Leser,
hiermit begrüße ich Sie zum Grundkurs "Fachschaftenseite". Das neue Semester hat kaum begonnen und einige Veränderungen haben schon ihren Lauf genommen. Politisch gibt es, so konnte man in der letzten Woche bereits lesen, einen "kleinen" Umbruch im AStA der RUB und wie manche von Ihnen sicherlich schon bemerkt haben auch an unserer lieben bsz. So gibt es seit der letzten Woche, neben einem neuen Layout und einer neuen inhaltlichen Aufteilung, auch eine Seite "Fachschaften". Auf dieser befinden Sie sich gerade und lesen diesen Grundkurs.

Wollen wir es kurz machen und direkt zum wesentlichen dieses Artikels kommen. Manch einem von unseren Studierenden, vor allem unseren Erstsemestern, wird nun sicherlich die Frage durch den Kopf gehen: Was sind eigentlich Fachschaften? Nun, die Studierenden eines Faches bilden die Fachschaft des entsprechenden Faches. Auch hingegen der weitläufig verbreiteten, nichts desto trotz aber fälschlichen, Verwendung des Begriffs als Kurzform für den Fachschaftsrat eines Faches, bildet dieser nicht die gesamte Fachschaft eines Faches, sondern nur ihre Interessenvertretung.

Die Fachschaftenseite ist also nicht nur die Seite für Fachschaftsräte, sondern dient der Informationsweitergabe an die gesamte Studierendenschaft. Inhaltlich werden hier Termine aus den Fachschaften öffentlich gemacht, wie Stammtische, Filmabende und Parties, sofern diese einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Diese sind dann vorwiegend von den entsprechenden Fachschaftsräten organisiert. Weitergehend wird die Seite Ankündigungen von Vollversammlungen und Berichte über allgemein interessante Vorkommnisse aus den entsprechenden Fächern enthalten. Die Redaktion zählt auf die rege Beteiligung der Interessenvertretungen der Fächer, damit diese Seite auch zum Herbst hin zu erblühen vermag.

Damit werden wir diesen Grundkurs auch schon schließen, denn das wichtigste ist dargelegt und der Rest ergibt sich. Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche allen Leserinnen und Lesern einen guten Start in das angebrochene Semester. C‘est la vie!
FF

#736- Verbindliche Informationen

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in FSVK und Fachschaften

Lange hat der Fachschaftsrat um eine Lösung für den auslaufenden Diplomstudiengang der Geographie gerungen. Nun wird es von der Fakultät eine Informationsveranstaltung geben. Dort sollen endlich verbindliche Informationen bezüglich der Anmeldefrist und der dann auch bestehenden Ausnahmeregelungen für die Prüfungsanmeldung bekannt gegeben werden. Die Diplomstudierenden, welche bisher in der Schwebe hingen, werden damit nun auch endlich aus der Ungewissheit erlöst.
Die Informationsveranstaltung findet am 11. Dezember statt, Ort und Zeit werden noch bekannt gegeben.
FF

#736- Zu Besuch beim Fachschaftsrat Lehramt

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in FSVK und Fachschaften

Zu Besuch beim Fachschaftsrat Lehramt

Etwas versteckt, hinter einer Ecke auf Ebene 03 des GB-Gebäudes, liegt die Heimat des Fachschaftsrates Master of Education/Lehramt. Dort haben wir ein paar von Ihnen aufgestöbert und mal gefragt, was die mit so vielen Fächern Verbundenen so machen.

Der Fachschaftsrat Master of Education/Lehramt ist einer der Ausnahmefälle in der Riege der Fachschaftsräte, denn hier werden nicht nur die Studierenden eines einzelnen Faches vertreten, sondern eine bunte Mischung von Fächern. Die Fachschaft setzt sich aus den Master of Education/Lehramt-Studierenden und allen Bachelorstudierenden mit einer für den Master of Education geeigneten Fächerkombination zusammen.
Durch die Zusammenarbeit mit den verschiedensten Fächern ergibt sich damit ein weitläufiger Aufgabenbereich. So entsendet der Fachschaftsrat Vertreter in den gemeinsam beschließenden Ausschuss Lehramt (GALA) und zum Zentrum für Lehrerbildung (ZfL). In diesem wird über die verschiedensten Punkte abgestimmt, unter anderem über Drittfachregelungen, Prüfungsordnung und Praktika. Ein wichtiges Thema bleibt dabei auch immer die Studierbarkeit der Fächerkombinationen im Master of Education. Ein nicht immer ganz einfaches Thema, da hier noch zusätzliche Studien hinzukommen und die verschiedensten Ansichten in den Fächern herrschen.
Zusammenarbeit
Was die Zusammenarbeit mit dieser sehr großen Bandbreite an Fächern und Dozenten selbst angeht, so spricht beispielsweise Sebastian Aretz davon, dass "dieses große Räderwerk immer besser verzahnt wird". Dass diese Zusammenarbeit funktioniert, zeigt allein schon das Projekt "Praxissemester", welches gemeinsam von Studierenden und Lehrenden ausgearbeitet wird. Dieses, so Sebastian, "ist unser großer Wurf in diesem Semester". Das Praxissemester soll eine Kombination darstellen, bei der die Studierenden morgens praktisch im Unterricht arbeiten und am Nachmittag in der Uni selbst die "Schulbank" drücken. Dies erforderte natürlich eine aufwendige Erarbeitung eines Konzepts für Organisation und Aufwandsberechnung.
Zwischen Infotag
und Fragebögen
Weitere Projekte sind in diesem Semester der Master-of-Education-Infotag, der erstmalig in diesem Semester stattfand und zukünftig regelmäßig über das Studium für den Lehrbetrieb informieren soll, und der aufwendige Evaluationsfragebogen, der sowohl die verschiedenen Fächer abdeckt als auch deren Kombinierbarkeit. Ein weiteres Projekt stellt der Schillerfragebogen dar, der die Zusammenarbeit zwischen den Studierenden und der Schillerschule von beiden Seiten evaluiert. Also, ein fleißiges Völkchen dieser Fachschaftsrat.

FF
Â

#736- Angriff der Party-Klone

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in FSVK und Fachschaften

Angriff der Party-Klone

Es scheint offensichtlich: Die breiteste Anerkennung für seine Arbeit erhält ein Fachschaftsrat immer dann, wenn er eine Party organisiert.

Gelegentlich amüsanter und in jedem Fall besser besucht als jede Vollversammlung bietet die Fachschaftsfete eine wertvolle Chance, sich einen Platz im Herz der Studierenden zu reservieren. Da ist es kein Wunder, dass jede Fakultät fleißig ihren Teil dazu beiträgt, den universitären Unterhaltungsmarkt mit zahllosen Lustbarkeiten zu überschwemmen – Verwechselung nicht ausgeschlossen.
Gleichförmigkeit
So liegt der Unterschied zwischen einer Komparatistikparty im AZ und einer Kunstgeschichtsparty am selben Ort wohl vor allem darin, dass auf ersterer Festivität ungleich mehr Komparatistik-Studierende anwesend sind. Da aber die Einordnung von Menschen in Studiengänge nach rein äußerlichen Kriterien eine umstrittene Disziplin bleibt (das Fach Maschinenbau einmal ausgenommen), wird der Außenstehende diesen Unterschied kaum registrieren. Und welcher gut gebaute zukünftige Manager wird in einem Jahr noch seine Hand dafür ins Feuer legen können, dass er seinen Alcopop im vergangenen November bei der GC-Mania und nicht bei GB-United geschlürft hat? Gemein ist allen vier Beispielen zudem ihr Anlass: Es gibt keinen. Andererseits bieten die Party-Klone eine gewisse Sicherheit im schnelllebigen Uni-Alltag. Wer am Freitag zu einer Fachschaftsfeier ins Kulturcafe geht, der oder die weiß, worauf er oder sie sich eingelassen hat.
Sammelklage-
Tombola
Ein Ausweg aus dieser Monotonie könnte in einem engeren Fachbezug der Partys liegen. Wie viele Möglichkeiten für unvergessliche Momente böte zum Beispiel eine Jura-Party mit einer launigen Sammelklage-Tombola um Mitternacht? Auch die Mediziner könnten ihre Feiern mit erfrischenden Aktionen aufwerten: Wer eine ausgefallene Krankheit mitbringt, nimmt an der Verlosung um zwei Karten für Starlight Express teil. And the winner is: die Pest! Naheliegend erscheint auch dieses Szenario: Den Siedepunkt erreicht die Stimmung bei der nächsten Orientalistik-Party bei einer Runde "Reise nach Jerusalem".
Selbst ist der Partyhengst/die Partystute
So wünschenswert solche innovativen Neuerungen im Partyalltag auch wären, eines sollte man in diesem Zusammenhang nie vergessen: Meist ist es doch für die Qualität des verlebten Abends vollkommen egal, ob man ins AZ oder zum IA geht. Abgesehen vielleicht von der Musik ist es nun mal vor allem die eigene Laune und die der anderen Partygäste, die über Gedeih und Verderb der Feier entscheidet.
haje

#735- Praktikum der Ungewissheit

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in FSVK und Fachschaften

Praktikum der Ungewissheit

Vor einigen Wochen schien eine einigermaßen gute Lösung für die Studierenden des auslaufenden Geographie-Diplomstudiengangs gefunden.

Nun sind aber erneut Probleme aufgetaucht, welche die Studierenden wieder in Ungewissheit über ihre Zukunft stürzen. Laut Fachschaftsrat ist, auf Grund einer ungeklärten Rechtsfrage, nicht mehr sicher, ob die bisher angenommenen Ausnahmeregelungen in diesem Umfang noch Bestand haben.
Die Verschiebung der Frist durch Urlaubssemester, Auslandsaufenthalte und Schwangerschaftspausen behält in jedem Falle Gültigkeit. Betroffen wären aber alle Studierenden, denen noch Praktika, Exkursionen oder Nebenfächer fehlen. Diese könnten dann nicht mehr, wie bisher angedacht, nachgereicht werden. Die davon Betroffenen stellen, nach Auskunft des Fachschaftsrates, das Gros der Diplomstudierenden dar. Für die meisten Fälle ist das Bewältigen des Studienfaches ansich kein Problem. Die entsprechenden Nachweise in den Nebenfächern könnten allerdings nicht fristgerecht erbracht werden.
Ein weiteres Problem ergibt sich nun aus der Definition der Frist. Im ungünstigsten Falle würde diese nicht mehr nur als Anmeldefrist gelten, sondern auch den Zeitpunkt darstellen bis zu welchem die Prüfung spätestens abgelegt werden kann. Dies würde die schon knappe Zeit noch zusätzlich verkürzen und die Situation weiter verschärfen. Ein fristgerechtes Absolvieren würde dies für weitere Studierende unmöglich machen, sodass ein Großteil praktisch wieder vor dem Nichts stünde.
Der Fachschaftsrat bemüht sich für seine Studierenden um eine zeitnahe Klärung der Situation. Ein endgültiger Stand scheint auch schon in Sichtweite und soll möglicherweise noch in der laufenden Woche erreicht werden. Solange allerdings werden die Diplomstudierenden der Geographie wieder in Ungewissheit verharren.
FF

#735- Existieren wir?

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in FSVK und Fachschaften

Existieren wir?

Das Fach Niederlandistik kann an der Ruhr-Uni Bochum bereits seit Jahren nicht mehr belegt werden. Dennoch bezeichnet sich ein harter Kern aus etwa fünf engagierten Studierenden hartnäckig als Fachschaftsrat Niederlandistik und beweist so, dass man für Fachschaftsarbeit nicht unbedingt ein Fach braucht.

Nach wie vor können an der RUB Sprachkurse und Veranstaltungen zur niederländischen Kulturgeschichte besucht werden, die nun allerdings über den Optionalbereich laufen. Die Studierenden aus diesen Kursen vertritt der Fachschaftsrat Niederlandistik. Von der Abschaffung des Faches vor etwa fünf Jahren zeigte man sich hier wenig beeindruckt. Praktisch gesehen existiert die Fachschaft daher bis heute. Die NiederlandistInnen haben eine wöchentliche Sitzung, bieten Sprechstunden an und organisieren mehrmals im Jahr Fahrten ins Land ihres Interesses. Lange störte sich niemand an den Aktivitäten der Restniederlandisten – bis mit der Einführung der Studiengebühren die finanzielle Seite der Fachschaftsarbeit an Bedeutung gewann. "Da fielen wir plötzlich auf", vermutet Judith Schwitter, die Vorsitzende des Rates. Die Gebührenbefreiung wurde den fachlosen Gesellen für ihre Arbeit von offizieller Seite prompt verweigert.
Germanistischer
Expansionismus?
Für die FSVK und den AStA liegen die Dinge indes anders. Auch im Sommersemester 2007 erhielten die NiederlandistInnen Geld vom AStA, und die FSVK zweifelt ebenfalls nicht an ihrer Existenz. Trotzdem drohen dem tapferen Völkchen auch Repressionen von studentischer Seite, namentlich von der übermächtigen, "echten" Fachschaft Germanistik. Mit den GermanistInnen teilt sich die Fachschaft einen Raum – allerdings nicht mehr lange. Die Deutschkundler wollen nämlich ihr Zimmer für sich alleine haben, und mit den NiederlandistInnen soll vor allem auch ihre Mediathek verschwinden. Diese Mediathek ist das Prunkstück der Fachschaft Niederlandistik: ein ganzes Regal voller Bücher, Lehrwerke, CD’s und anderer Medien mit Benelux-Bezug, das den Germanisten offenbar im Weg steht. Für die ist im Übrigen auch die Frage nach der Existenz der Niederlandistik einfach zu beantworten, wie ein Anruf in "ihrem" Raum zeigte: "Die Fachschaft Niederlandistik gibt es nicht mehr", lautete die unmissverständliche Antwort auf die Bitte nach einer Kontaktadresse. Das Verhältnis zur großen deutschen Schwester ist also mehr als gespannt – den NiederlandistInnen droht die Obdachlosigkeit.
Christliche
Nächstenliebe
Und wer verhilft einer kleinen, offiziell gar nicht existierenden Fachschaft zu einem neuen Raum an der Ruhr-Uni Bochum? Richtig: Niemand. Oder halt… fast niemand!
Die ersehnte Rettung aus der Raumnot kam schließlich doch, und zwar – wie passend – von Seiten der Fachschaft Evangelische Theologie, die den Verstoßenen Obdach in ihrem Raum anbot. Zuerst sollte diese Offerte nur für die Mediathek gelten. Inzwischen steht allerdings so gut wie fest, dass die Fachschaft Niederlandistik komplett bei den TheologInnen unterkommen und dort auch ihre Sitzungen und Sprechstunden abhalten wird. Die neue Adresse der Niederlandistik lautet somit GA 08/159. Interessierte werden ab demnächst dort Einblick in die Mediathek nehmen können. Den GermanistInnen könnte indes erst im Falle eines Auszugs ihrer Untermieter die ungemütlichen Auswirkungen ihrer mangelnden Gastfreundschaft bewusst werden: Der Niederlandistik gehört das Sofa!

haje