#734- Feier im Flachbau

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in FSVK und Fachschaften

Feier im Flachbau

Am vergangenen Donnerstag wurde der HGB-Flachbau wieder einmal zum Partyschauplatz. Die Fachschaftsinitiative Wirtschaftswissenschaften veranstaltete die GC-Mania.

Zu diesem Zweck wurde die karge Einrichtung des HGB-Flachbaus um mehrere Theken, einen Tabak-Werbestand und eine Musik- und Lichtanlage ergänzt und das Gebäude so mit einfachsten Mitteln zum Veranstaltungsort transformiert. Diese Veränderungen konnten zwar nicht über das eher triste Erscheinungsbild des Hörsaalgebäudes hinwegtäuschen, glänzten aber durch ihre Zweckmäßigkeit. Tanzen, Rumstehen, Anstehen, Trinken und Rauchen: Für alle Hauptaktivitäten auf einer zünftigen Party herrschten gute Voraussetzungen. Zudem boten die Organisatoren mit einer Happy-Hour von neun bis zehn und dem ominösen "Professorenausschank" auch wieder jene traditionellen Extras, die anscheinend auf keiner GC-Mania fehlen dürfen.
Das Partyvolk dankte diese Bemühungen mit einem immer reger werdenden Ansturm auf den HGB-Flachbau.
Wertmarkenwirtschaftswissenschaft
Erwartungsgemäß hatten lachsfarbene Polohemden, Stehkragen und ein muskelbetonter Gang auch in diesem Semester Hochkonjunktur unter den männlichen Partygästen. Die anfangs etwas zurückhaltende Stimmung erreichte erstmals ihren Siedepunkt, als der DJ auf einen alten Party-Trick zurückgriff und die Chart-Musik für eine Prise "Bochum" von Herbert Grönemeyer unterbrach. Dieser beherzte Griff in die Klischee-Kiste verleitete einen großen Teil der Anwesenden zu lautem Geschrei. Etwa zur gleichen Zeit schwollen auch die Schlangen vor den Getränkeständen merklich an. Hier waren dank des GC-Mania-typischen Zahlungssystems besonders Studierende der Wertmarkenwirtschaftswissenschaft im Vorteil. Für alle anderen Gäste lagen als besonderer Service Umrechnungstabellen aus, mit denen das Verhältnis zwischen Euro, Wertmarken und Bier einfach und exakt bestimmt werden konnte.
Für den reibungslosen Ablauf der Party waren das Organisationsteam der Fachschaftsinitiative Wirtschaftswissenschaften und ihre zahlreichen Helfer verantwortlich. Die zu erfüllenden Aufgaben waren sehr unterschiedlicher Natur. Insbesondere die Kloputzer und die Thekenkräfte an der Freiluftbar waren sicher kaum um ihren Job zu beneiden, hatten aber wohl immerhin noch mehr von der Party, als diejenigen Helfer, die den ganzen Abend mit der Bewachung der Feuermelder beauftragt waren.       haje
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#734- Neue Perspektiven und ihre Folgen

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in FSVK und Fachschaften

Neue Perspektiven und ihre Folgen

Gerade erst zum fünften mal erhalten nun auch Inhalte aus den Fachschaften eine eigene Seite in der bsz.

Dennoch scheint das geschriebene Wort auch in der kurzen Distanz eine nicht zu unterschätzende Wirkung zu haben. Da tauchten doch tatsächlich schon erste kritische Artikel in den letzten Ausgaben auf! Sofern bisher geglaubt wurde, dass Ober- und Mittelbau unsere Zeitung nicht lesen, geschweige denn Inhalte wahrnehmen würden – Pustekuchen!
Sowohl wird die bsz vom "Geheimdienst" der Institute und Fakultäten gelesen, als auch von höchster Instanz überflogen. Anscheinend wird keine Zeile übersehen und jede neue Stimme erfasst und wahrgenommen. Eine Fachschaftenseite also, die auch Entscheidungen aus den Gremien und Räten aufgreift und öffentlich berichtet und kommentiert. Nicht, dass hier nur das Spiel der Obersten beobachtet wird, nein, es wird auch in die kleineren Kreise darunter vorgedrungen. Auf diese Weise geraten Dinge in die Öffentlichkeit, die vorher kaum jemand mitbekam.
Eine Krisis für alle, deren Entscheidungen bisher nicht so sehr in der breiten Öffentlichkeit standen und es nun doch tun. So scheint für einige Entscheidungsträger offenbar eine schwierige Situation entstanden zu sein. Man steht im ungewohnten Fokus der Aufmerksamkeit, vergleichbar vielleicht mit dem ersten Referat schüchterner Studierender vor einem kritischen Publikum.
Nun scheut man doch, denn irgendwie erfordert ein breiteres Publikum auch breitere Schultern. Man spürt die Blicke der Anderen über sich gleiten und bei manchem setzt vielleicht eine leichte Panik ein, ausgelöst durch den von außen kommenden Anspruch der Rechtfertigung der eigenen Handlungen und Entscheidungen.
Doch müssen hierzulande noch keine wütenden Studierendenmobs befürchtet werden, die einem das schicke Auto anzünden. Wohl aber die öffentlichere Meinungsbildung Vieler und die Frage, ob man die eigenen Entscheidungen wirklich noch vertreten kann, wenn man es muss. Das Rücken gewisser Vorgänge in das Blickfeld der Betroffenen und Engagierten kann hier vielleicht für den letzten kleinen Denkanstoß sorgen, der manchmal fehlt. Mag dies auch eine etwas überzogene Betrachtung sein, so birgt sie dennoch einen Funken Wahrheit in sich.


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#733- Ad manus medici

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in FSVK und Fachschaften

Ad manus medici

Die medizinische Fakultät hatte einen Betrag in Höhe von circa 378.000 Euro aus Studienbeiträgen zur Verfügung. Hiervon wurden ungefähr 340.000 Euro ausgegeben.

Zur Verwendung der Studienbeiträge bespricht die Unterrichtskommission die Anträge und bereitet sie für die Vorlage beim Fakultätsrat vor. Dieser bewilligt die Anträge dann. Studentische Vertreter gibt es in der Unterrichtskommission insgesamt vier, und im Fakultätsrat insgesamt drei. So sind die Studierenden in die Beschlussfassung mit eingebunden, da es keinen Beschluss ohne studentische Zustimmung gibt.
Fakultätsbibliothek und Auslandsberatung
In die Ausstattung der medizinischen Fakultätsbibliothek sowie für die Erweiterung der Öffnungszeiten wurden insgesamt 160.000 Euro investiert. Diese ist nun montags bis freitags von 8.00 – 21.00 Uhr, und samstags von 8.00 – 15.00 Uhr geöffnet. Sämtliche angeschafften Bücher sind mit der Plakette "Von uns, für uns" versehen worden. Um eine ausreichende Betreuung der Studierenden zu gewährleisten, sind außerdem 30.000 Euro in die Auslandsberatung geflossen. Diese berät zum einen Bochumer Studierende bezüglich eines Auslandsaufenthaltes, als auch ausländische Studierende während ihres Aufenthaltes an der RUB.
In so genannten Skills-Laboren können die Studierenden ihre praktischen Fertigkeiten verfeinern. Es stehen sowohl Sonographiegeräte als auch Modelle zur Verfügung, um den Studis die Möglichkeit zu geben, am lebensnahen (aber nicht so schmerzempfindlichen) Modell die Blutabnahme oder eine Ultraschalluntersuchung zu üben. Um dies zu ermöglichen wurde ein sechsstelliger Betrag ausgegeben, mit dem das Personal und die Sachmittel für die Skills-Labore gestellt werden können.
Tutorien und Repetitorium
Darüber hinaus wurden aus den Studienbeiträgen studentische Tutorien finanziert, zum Beispiel in der Chemie oder der medizinischen Psychologie. Außerdem wurde ein Repetitorium eingerichtet, um die Studierenden im Praktischen Jahr auf das Staatsexamen vorzubereiten. Künftig sollen Unterrichtsmaterialien den Studierenden kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Zusätzlich wurden Arbeitsräume für Kleingruppen, zum Beispiel im Bergmannsheil, einem der Lehrkrankenhäuser, eingerichtet.
Trotz der Verbesserung, die durch die Studienbeiträge eingetreten ist, bleibt die Raumnot die größte Sorge. Hier steht die Satzung im Weg, die aus Studienbeiträgen bezahlte bauliche Maßnahmen ausdrücklich untersagt. "Doch was nützen neue Beamer unter der Decke, wenn im Raum keiner Platz findet?" So hält es Herr Dr. rer. nat. Dieter Klix, Leiter des Studiendekanats, für sinnvoller, zumindest einen Teil der Studienbeiträge für Baumaßnahmen verwenden zu dürfen, um ein neues Seminargebäude zu schaffen, für das die Fakultäten zusammenlegen könnten. Zudem würde es sich anbieten, mit einem Teil der Studienbeiträge Rücklagen zu bilden. Diese könnten in Form eines Stiftungskapitals angelegt werden, so dass auch für zukünftige Studierende ein angemessener Lehrstandard gewährleistet werden kann. Abschließend lässt sich festhalten, dass ohne die Studienbeiträge die Modernisierung und Ausstattung zum Erreichen dieses Lehrstandards zwar möglich gewesen wäre, aber wesentlich länger gedauert hätte.


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#733- Von Ehen und Vergessenem

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in FSVK und Fachschaften

Von Ehen und Vergessenem

Ein Interview über die Arbeit von Fachschaftsräten und über die aktuelle Lage mit den SprecherInnen der FSVK.

bsz: Vielen Studierenden werden eure Namen nichts sagen. Deshalb würde ich vorschlagen, dass ihr euch zunächst einmal kurz vorstellt. Welche Fächer ihr studiert, euer Alter und warum ihr euch in und für die Studierendenschaft engagiert.

Martin Heckenkamp: Ich bin Martin Heckenkamp, studiere Sozialwissenschaft und Erziehungswissenschaften und bin 25 Jahre alt. Ich engagiere mich seit mehreren Jahren in der verfassten Studierendenschaft, da ich mich schon immer für Politik interessiert habe und hier die Möglichkeit habe, die Umstände unter denen ich lebe, bzw. studiere, für mich und auch für andere im Positiven mitzugestalten.
Sven Görgens: Ich bin Sven Görgens, studiere Jura und bin 27 Jahre alt. Begonnen hat mein studentisches Engagement in der Fachschaft Jura und von dort aus hat sich das dann weiterentwickelt. Es ging immer darum - und das hat sich auch nicht wirklich geändert - den Bedürfnissen der StudentInnen entgegen zukommen und ihre Interessen so gut wie möglich gegenüber Dritten zu vertreten.
Katharina Schieck: Ich bin Katharina Schieck, studiere Geschichte und klassische Philologie und bin 22 Jahre alt. Auch ich habe schon in meinem ersten Semester begonnen, mich nicht nur in der Fachschaft Geschichte für die Interessen der Studierenden zu engagieren. Wie meine Kollegen, habe ich schon früh erkannt, dass man sich organisieren und engagieren muss, wenn man seine Vorstellungen realisiert sehen möchte, oder aber zumindest Einfluss auf Entscheidungen nehmen will.

Nachdem ihr euch nun vorgestellt habt, wollen wir zu den eigentlichen Themen kommen. Was ist denn eigentlich die FSVK und wie genau ist eure Funktion als Sprecher in diesem großen Räderwerk zu verorten?

MH: FSVK heißt ausformuliert die FachSchafts-VertreterInnen Konferenz und das erklärt eigentlich schon fast alles. In der FSVK, die wöchentlich tagt, treffen sich VertreterInnen aller Fachschaftsräte, um Erfahrungen auszutauschen und wichtige Themen der Hochschulpolitik zu diskutieren. Neben den FachschaftsvertreterInnen sind in der Regel auch VertreterInnen der BSZ, des AStAs, sonstiger Initiativen und der Sprecher der studentischen Senatsfraktion anwesend und werden in die Diskussionen eingebunden.
Neben der Moderation der Sitzung und dem Schreiben der Protokolle sind wir als gewählte SprecherInnen der FSVK dafür zuständig, den Fachschaftsräten beratend zur Seite zu stehen, Themen für die Fachschaftsräte zu entwickeln, bzw. zu beobachten und von der FSVK entwickelte Beschlüsse oder Meinungen gegenüber Dritten, wie zum Beispiel dem Rektorat oder dem AStA zu vertreten. Die Satzung der Studierendenschaft räumt uns hier eine klar formulierte beratende Funktion gegenüber dem AStA ein.

Ihr, als imperative VertreterInnen der Studierendenschaft, habt ja einen größeren Überblick über die Arbeit der verschiedenen Fachschaftsräte als diese selbst. Wie seht ihr, besonders angesichts der aktuellen Situation, deren Arbeit in diesem Zusammenhang die Institution FSVK? Warum sollten Studierende sich organisieren?

SG: Nun, dass wir einen größeren Überblick haben, würde ich so nicht formulieren. Denn diesen Überblick, oder vielmehr die damit verbundenen Informationen und Erfahrungen, geben wir ja an die Fachschaften weiter. Ein Teil unserer Arbeit ist ja gerade die bestmögliche Information der Fachschaften in den für sie interessanten Bereichen.
Die Arbeit der Fachschaften ist immens wichtig und das wird sich sobald auch nicht ändern. Ob es um Hilfestellung beim Studium geht, ob Studienordnungen vorgestellt oder vielleicht auch verändert werden müssen Wenn es um Fragen der Zukunft der Fakultät geht sind die StudentInnen natürlich auch gefragt, und das ist der Kernbereich der Fachschaftsarbeit. Die FSVK versucht diese Arbeit durch eine Vielzahl von Maßnahmen zu unterstützen und zu erleichtern. Sei es durch finanziellen, organisatorischen oder manchmal auch moralischen Rat.
Und sowohl die Fachschaften selbst, als auch die FSVK ist auf interessierte StudentInnen angewiesen, die sich zum Wohl der Sache einsetzen und eine Menge Arbeit investieren – aber es lohnt sich auch für jeden Einzelnen. Die Erfahrungen die man sammelt, vor allem in so wichtigen Feldern wie Teamarbeit und Kommunikationsfähigkeit, können einem auch im weiteren Leben nützlich sein.

Ein heiß diskutiertes Thema in den letzten Monaten sind ja die eingeführten Studienbeiträge. Könnt ihr ein etwaiges Stimmungsbild aus den Fachschaftsräten im allgemeinen wiedergeben? Wie ist eure Position dazu und vor allem, wie wird damit umgegangen?

KS: Die meisten Fachschaftsräte stehen nun, nach der Einführung von Studiengebühren, vor einer sehr schwierigen Situation. Und zwar in vielerlei Hinsicht. Hierbei geht es aber nicht nur um zum Beispiel die Verantwortung im Umgang mit den Studiengebühren, also der Mitentscheidung über die Verwendung, es geht vielmehr auch um den moralischen Spagat. Auf der einen Seite die Kritik an den Studiengebühren von den Studierenden mitgeteilt zu bekommen, auf der anderen Seite aber dann doch über deren Verwendung entscheiden zu müssen. Die Gebühren sind da und die kriegen wir zunächst nicht wieder weg. Wie also handeln die Fachschaften an dieser Stelle? Es ist nicht immer einfach, dass kann man generell sagen und eine Mehrzahl der Fachschaften spricht sich bislang gegen die Studiengebühren aus.
Wir konzentrieren uns bei der Argumentation dabei noch nicht einmal auf die vielen richtigen Aussagen bezüglich zum Beispiel der sozialen Gerechtigkeit, uns geht es vor allem und die Bedeutung für die Fakultäten und deren Studierende. Was bringen Studiengebühren? Sicher, ein wenig Farbe hat der Uni gut getan, auch wenn keine Wunder zu erwarten waren, aber dafür zahlen die Studierenden doch bitte nicht 500 Euro pro Semester. Oder sind neue Bestuhlungen in den Räumen wirklich eine Verbesserung der Lehre? Waren solche Ausgaben damit gemeint? Wir glauben nicht. Es ging um Verbesserung. Ein Mehr an Qualität, das über das alte Maß hinausgehen sollte, denn dass es Defizite gab, das war allen, sowohl Lehrenden als auch Studierenden klar.
Leider sieht es derzeit aber danach aus, als würden nun doch die Löcher gestopft, die der konsequente Sparkurs der Landesregierung erzeugt hat. Man hat die Universität kaputt gespart und nun bauen wir sie mit den Studienbeiträgen wieder auf, und das verkauft die Universitätsleitung als ein Mehr an Qualität. Dies zu kommunizieren und vor allem ein kritisches Hinterfragen zu ermöglichen, das ist eines unserer Ziele.

Wie würdet ihr die Zusammenarbeit von Studierenden und Lehrenden insgesamt skizzieren? Gibt es eurer Erfahrung nach noch Verbesserung bedarf oder konkrete Punkte, die dringender Veränderungen bedürfen?

KS: Ich sehe, dass dies von Fakultät zu Fakultät unterschiedlich ist. So gibt es Fakultäten, an denen lässt sich Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Lehrenden und Studierenden durchaus als sehr positiv bezeichnen. Dort können etwaige Unstimmigkeiten, wie sie nun vor allem durch Diskussionen über die Verwendung von Studiengebühren entstehen, durchaus konstruktiv ausgetragen und im Einvernehmen mit den Studierenden geklärt werden.
SG: An machen Fakultäten allerdings - das bekommen wir leider immer wieder berichtet - lässt diese Zusammenarbeit jedoch sehr zu wünschen übrig. Wie sagt man immer so schön: Freunde kann man sich aussuchen, Familie nicht. Seine Lehrenden auch nicht (oder zumindest nur selten). Nicht immer passen die Ansichten von Lehrenden und Studierenden überein, und oftmals fehlen den Lehrkräften auch Einsichten, von denen man denken könnte, sie sollten sie vielleicht in ihrer eigenen Studienzeit kennen gelernt haben. Da bleibt dann nichts anderes übrig, als geduldig Argumente vorzubringen und manchmal muss man Themen auch direkter zur Sprache bringen. Zum Glück kommt es häufig vor, dass man zu einem Kompromiss findet, auch wenn es selten leicht ist.

Abschließend wäre für manche/n Studierende/n noch interessant zu lesen, was in diesem Semester noch aus Sicht der FSVK geplant ist und was gegebenenfalls schon Schatten vorauswirft?

KS: Wir müssen uns in diesem Semester natürlich weiterhin mit der Verwendung von Studiengebühren auseinander setzen. Des Weiteren überarbeiten wir schon seit längerer Zeit zusammen mit dem Satzungsausschuss die Paragraphen in der Satzung der Studierendenschaft, die die Fachschaften und Fachschaftsräte betreffen. Wie führt man eine ordentliche Vollversammlung durch? Wie können Mitglieder in den Fachschaftrat gewählt werden? Welche Aufgaben übernimmt ein Finanzreferent? Hier wird es wahrscheinlich noch in diesem Jahr zu diversen Änderungsvorschlägen oder vielmehr hilfreichen Ergänzungen kommen, die man dem Studierendenparlament zur Abstimmung vorlegen kann.
Auch die Fachschaftenfinanzierungsrichtlinien werden fieberhaft überarbeitet, bedürfen aber noch einiger Zeit, um zu spruchreifen Ergebnissen zu gelangen.

Möchtet ihr den Studierenden noch etwas persönliches mit auf den Weg geben?

SG: Ich würde Ihnen gern mit auf den Weg geben, dass studentisches Engagement nicht nur Spaß macht, sondern in der Tat auch viele Erfahrungen bringt, die einem später sehr nützlich sein können. Und natürlich sollten alle mal bei ihren Fachschaften vorbeigehen und denen vielleicht mal ein Lob überbringen, oder zumindest konstruktive Kritik - die Fachschaften freuen sich über Rückmeldung der Studierenden.
KS: Ich möchte den Studis, genau wie Sven, mit auf den Weg geben, dass sich jeder Fachschaftsrat aus eigener Erfahrung sehr über Rückmeldungen aus dem Kreis seiner Fachschaft freut, damit die Rückbindung nicht verloren geht. Außerdem lohnt es sich immer, sich selbst ehrenamtlich zu engagieren, egal auf welcher Ebene. Man hat später nie wieder die Möglichkeit, vollkommen umsonst so viel über sich selbst und über andere Menschen zu lernen und somit seine "Soft-Skills" – wie es neudeutsch so schön heißt – auszubauen und weiter zu entwickeln. Das Studium macht darüber hinaus viel mehr Spaß, wenn man sich nicht nur einzig und allein auf den Stoff konzentriert, sondern auch mal über den eigenen Tellerrand hinaus schaut.
Die Uni ist schließlich kein Dienstleistungsunternehmen und soll auch nicht dazu verkommen!
MH: Ich möchte allen Studierenden vorschlagen einmal einen Blick vorbei an ihren Vorlesungsskripten, Büchern oder Stundenplänen zu wagen. Die Zeit an der Universität muss nicht nur einfach eine Zeit sein, in der man alles für seine zukünftige Karriere tut, sondern sie kann auch eine Zeit der persönlichen Weiterentwicklung sein. Macht Euch Gedanken darüber, wie es den anderen Menschen auf diesem Planeten geht, vielleicht auch einfach Eurem Nachbarn, oder stellt Euch die großen Fragen unserer Zeit. Ihr könnt an der Universität so viel lernen, es wäre eine Schande, wenn Ihr nach Eurem Abschluss zwar Wissen fürs Geld verdienen hättet, aber keine Ideen für eine bessere Welt.
Das Interview führte FF

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#732- Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in FSVK und Fachschaften

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Am letzten Freitag hat im "KuCaf" die Semesterstartparty stattgefunden. Die tatkräftige Unterstützung durch das Cocktailteam der Fachschaft Jura (siehe Bild) rundete den Abend ab.

So konnte man den Semesterstart nach zwei Wochen ausklingen lassen und mit einem Tequila Sunrise oder einem Caipirinha feierlich begießen, musikalisch abwechslungsreich untermalt von "DJ Schimanski", dem AStA-Vorsitzenden Fabian Ferber.
Es begann wie eine Art Geburtstagsparty. Man könnte auch sagen, wie eine Privatparty der Fachschaft Jura und des AStA: Anwesend waren zunächst nur AStA and Friends und Fachschaft Jura and Friends, die sich zu netter Partymusik ein Schlückchen gönnten. Und das Personal des KuCaf natürlich. Fast wie bei einer Party, die als Geheimtipp gehandelt wird. Eine Party quasi, von der keiner was weiß. Kein Wunder, dass da keiner kommt. Könnte man denken. Aber weit verfehlt. Die Mundpropaganda scheint doch funktioniert zu haben.
Je später der Abend…
Die Gäste hatten offensichtlich nur ein wenig auf sich warten lassen – als man schon fast die Hoffnung aufgegeben hatte, kamen sie dann nach und nach eingetrudelt – so sind sie halt, unsere Studierenden: Das "akademische Viertel" wird abends eben ausgereizt. Aber dann konnte es losgehen: "DJ Schimanski" ließ die Plattenteller rocken und die Massen tanzten. Dabei kamen sogar die 80er Jahre-Flüchtlinge auf ihre Kosten und konnten auf "I wanna dance with somebody" mit somebody tanzen. Freunde der "alternativen" Musik kamen auch zum Zuge. Ebenso wie die Hüftenschwinger. Kurzum, es war für jeden Geschmack etwas dabei. Auch die Cocktail-Liebhaber wurden nicht vernachlässigt. Dank der Fachschaft Jura musste man nicht auf seine Lieblingscocktails oder die tägliche Portion Vitamin C verzichten. So lautete die entscheidende Frage des Abends: "Süß oder süffig?" – mit einem Hauch Limone?
Keine Feierei
ohne Keilerei
Wie bei jeder Party, konnte man hervorragend beobachten, wo noch was ging, und wo nicht. Definitiv nichts mehr ging bei einem AStA-Mitglied, der "einen über‘n Durst" getrunken und anschließend laut rumgebrüllt hat. Besorgt wollte schon die Security anrücken – aber keine Panik, es ist kein Blut geflossen. Man hatte nur eine kleine Meinungsverschiedenheit. Weiterhin brüllend wurde ihm Hilfe beim vorübergehenden Verlassen der Räumlichkeiten geboten. Etwas später am Abend war dann auch die Party für ihn definitiv zu Ende.
Und die, die diesen Event verpasst haben, erblassen vor Neid. Aber wie ist das so im Leben? Auch der schönste Abend findet mal ein Ende. Wir freuen uns auf das nächste Semester und die damit verbundene Semesterstartparty – spannend bleibt die Frage, wer dann der Star-DJ des Abends wird…

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#732- Gleich dem Sisyphos

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in FSVK und Fachschaften

Gleich dem Sisyphos

Im Fieber der Exzellenzinitiative wurden auch viele Verschönerungsarbeiten auf dem Campus durchgeführt. Eine schöne Sache ist das, sind doch nun viele Örtlichkeiten auf dem Campus wesentlich ansehnlicher geworden. Doch gibt es mindestens einen Wehmutstropfen.

Die Exzellenzinitiative ist Vergangenheit, doch verbleibt so manche Neuerung. Neben der Instandsetzung der beliebten, klappernden Bodenplatten auf dem Nordforum, wurden auch einige Teile des Campus und vor allem der Gebäude gestrichen. Nebenher sind die Massen an Plakaten verschwunden und sie kommen anscheinend auch nicht wieder. Nicht, dass die Studierenden nicht weiterhin versuchen würden, über ihre Veranstaltungen zu informieren, ganz im Gegenteil. Eine kleine Bastion von Universitätsangehörigen wehrt offenbar unerbitterlich den Fluten von WildplakatiererInnen.
Arbeit adelt!
Im Zuge der Verschönerungen wurde wohl eine Order an die Facility Manager – ein Studienfach mit Zukunft – ausgegeben, dass an einigen Stellen jegliche Plakate entfernt werden sollen. Eine effektive Wirkung hat es, denn kaum hängt irgendwo ein Plakat, ist es auch schon wieder weg. So bleiben auch die neugestrichenen Wände bar jedes Papierfetzens – und man schafft sinnvolle Beschäftigung, ob es sich in Zukunft nicht vielleicht sogar lohnen würde, für diese Aufgabe 1-Euro-Jobber einzustellen, man weiss es nicht.
Ästhetisch â‰
Praktisch?!
Einige Probleme schafft diese ästhetische Verbesserung dann doch wieder, denn niemand weiss, wo eigentlich überhaupt noch Plakate hängen dürfen und wo sie gnadenlos runtergerissen werden. Von dieser Unwissenheit sind die meisten Fachschaftsräte geplagt, denn diese müssen über Vollversammlungen, ihre Aktivitäten und andere studentische Veranstaltungen irgendwie Informationen an die Studierendenschaft weitergeben. Keine leichte Aufgabe, wenn sämtliche Plakate, egal welchen Inhalts, an einigen Stellen einfach entfernt werden. Dies führt in den meisten Fällen zu einem unnötigen trial-and-error-Verfahren, um Stellen zu finden, an denen Plakate dann auch mal hängen bleiben.
Kommerz gegen
Studierende
Ressourcenschonend ist das Ganze auch nicht gerade, denn es werden unnötig zusätzliche Kosten und zusätzlicher Müll produziert.
Natürlich gibt es für das Plakatieren freigegebene Stellen, diese werden allerdings sehr gerne von Anbietern kommerzieller Parties genutzt, welche studentische Aushänge nur zu gerne rücksichtslos überplakatieren. Damit wird die Informationsweitergabe nebenbei auch noch zu einem gnadenlosen Kampf gegen das Kapital, dem die bescheidenen studentischen Mittel, nicht viel entgegenzusetzen haben.
Elitäres Chaos
Weder die obengenannten Hausmeister, noch höhere Stellen können aber eine klärende Auskunft, geschweige denn eine entsprechende Richtlinie geben, aus welcher ersichtlich würde, wie das Problem zu beheben ist. Nebenbei wäre ein Verbot für kommerzielles Plakatieren auf dem Universitätsgelände sicherlich eine willkommene Hilfestellung für alle Beteiligten, denn sowohl die unliebsame Plakatflut würde eingedämmt, als dass nebenbei auch Platz für entsprechende studentische Belange geschaffen würde.
Also weniger Kommerz für ein ansehnlicheres Unigelände und besseren Informationsfluss in der Studierendenschaft, daran sollte doch auch höheren Instanzen gelegen sein. Da bisherige Bitten nicht erhört wurden und eine Regelung vorerst noch nicht in Sicht ist, bleibt am Ende doch nur das ewige Neuplakatieren – gleich dem Sisyphos.


FF