#743- Der OAW-Filmclub

Geschrieben von haje am . Veröffentlicht in FSVK und Fachschaften

Studentische Initiativen

Der OAW-Filmclub
Die allermeisten RUB-Studierenden wissen um den Studienkreis Film, der regelmäßig für ein erschwingliches Kinoprogramm an der Ruhr-Uni sorgt. Weniger bekannt ist dagegen der OAW-Filmclub, der seit etwa sechs Jahren besteht und sich die Vorführung von asiatischen Filmen zur Aufgabe gemacht hat.

Der OAW-Filmclub ging einst aus dem Fachschaftsrat der Fakultät für Ostasienwissenschaften hervor. Bereits seit Jahren ist der Fortbestand, das Programm und die Organisation des Clubs allerdings untrennbar mit dem Gründungsmitglied Ahmet Ülkü verbunden. Ahmet ist begeisterter Cineast, überzeugter Langzeitstudent und enthusiastischer Lobbyist für den asiatischen Film. Gerne redet er über die Philosophie des Clubs: "Wir wollen gute Filme in Originalsprache mit deutschen Untertiteln auf einer großen Leinwand zeigen. Dabei verfolgen wir keinerlei kommerzielles Interesse. Jede/r kann kommen, und Essen und Trinken könnt Ihr mitbringen soviel ihr wollt." Ahmet selber kümmert sich in der Regel um die Filmauswahl und besorgt die DVDs. Außerdem wird er nicht müde, per Plakat und/oder Redeschwall möglichst jede/n von den unschlagbaren Vorzügen des jeweils anstehenden Films zu überzeugen. Jeden Donnerstag im Semester findet eine "Sitzung" statt. Gezeigt werden in regelmäßigem Wechsel japanische, koreanische und chinesische Filme. Gelegentlich lässt Ahmet auch die Zuschauer per Abstimmung über das Programm der nächsten Woche entscheiden. Der Eintritt ist dabei kostenlos, wie Ahmet betont: "Gegen einen Betrag von einem Euro pro Semester können Studierende die Mitgliedschaft im Filmclub erlangen – es gibt sogar eine Mitgliedskarte – und von nun an jeden weiteren gezeigten Film umsonst anschauen." In den Semesterferien tagt der Club mehr oder weniger inoffiziell, und zwar in Form von unregelmäßigen Spezialabenden zu bestimmten Themen.

Ahmet versus Schneidewut

Der Besuch des Filmclubs lohnt sich für alle Studierenden, die sich – wie Ahmet – zünftig über die Schneidewut und die Synchronisation in deutschen Filmbearbeitungen ereifern können. "Wir zeigen hier ausschließlich ungeschnittene Originale", unterstreicht der "Clubchef". Thematisch und das Genre betreffend gibt es keine Einschränkungen. Ziel ist ein Programm, das "eine Alternative zum Mainstream-Kino bietet", so Ahmet, der selber Japanisch und Chinesisch studiert. In diesem Semester wird es – angeblich auf den vielfachen Wunsch des Publikums – auch erstmals einen Film aus der Türkei zu sehen geben: Turkish Starwars. "Das ist der allerschlechteste Film aller Zeiten", freut sich Ahmet schon jetzt. Ganz in seiner Rolle als cineastischer Missionar hofft er stets auf noch stärkeren Zuspruch für seinen Filmclub. Wer ihm und sich selber den Gefallen tun möchte, finde sich donnerstags um 18:15 Uhr im so genannten Medienraum ein (GABF 04/611).

Die nächsten Termine
-8.5.: Tokyo Zombie
-15.5.: Shaolin Soccer
-22.5. Turkish Starwars

haje