#734- Neue Perspektiven und ihre Folgen

Geschrieben von Super User am . Veröffentlicht in FSVK und Fachschaften

Neue Perspektiven und ihre Folgen

Gerade erst zum fünften mal erhalten nun auch Inhalte aus den Fachschaften eine eigene Seite in der bsz.

Dennoch scheint das geschriebene Wort auch in der kurzen Distanz eine nicht zu unterschätzende Wirkung zu haben. Da tauchten doch tatsächlich schon erste kritische Artikel in den letzten Ausgaben auf! Sofern bisher geglaubt wurde, dass Ober- und Mittelbau unsere Zeitung nicht lesen, geschweige denn Inhalte wahrnehmen würden – Pustekuchen!
Sowohl wird die bsz vom "Geheimdienst" der Institute und Fakultäten gelesen, als auch von höchster Instanz überflogen. Anscheinend wird keine Zeile übersehen und jede neue Stimme erfasst und wahrgenommen. Eine Fachschaftenseite also, die auch Entscheidungen aus den Gremien und Räten aufgreift und öffentlich berichtet und kommentiert. Nicht, dass hier nur das Spiel der Obersten beobachtet wird, nein, es wird auch in die kleineren Kreise darunter vorgedrungen. Auf diese Weise geraten Dinge in die Öffentlichkeit, die vorher kaum jemand mitbekam.
Eine Krisis für alle, deren Entscheidungen bisher nicht so sehr in der breiten Öffentlichkeit standen und es nun doch tun. So scheint für einige Entscheidungsträger offenbar eine schwierige Situation entstanden zu sein. Man steht im ungewohnten Fokus der Aufmerksamkeit, vergleichbar vielleicht mit dem ersten Referat schüchterner Studierender vor einem kritischen Publikum.
Nun scheut man doch, denn irgendwie erfordert ein breiteres Publikum auch breitere Schultern. Man spürt die Blicke der Anderen über sich gleiten und bei manchem setzt vielleicht eine leichte Panik ein, ausgelöst durch den von außen kommenden Anspruch der Rechtfertigung der eigenen Handlungen und Entscheidungen.
Doch müssen hierzulande noch keine wütenden Studierendenmobs befürchtet werden, die einem das schicke Auto anzünden. Wohl aber die öffentlichere Meinungsbildung Vieler und die Frage, ob man die eigenen Entscheidungen wirklich noch vertreten kann, wenn man es muss. Das Rücken gewisser Vorgänge in das Blickfeld der Betroffenen und Engagierten kann hier vielleicht für den letzten kleinen Denkanstoß sorgen, der manchmal fehlt. Mag dies auch eine etwas überzogene Betrachtung sein, so birgt sie dennoch einen Funken Wahrheit in sich.


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