#820 - Ohne Gebühren keine Lehre?

Geschrieben von jek am . Veröffentlicht in ErstiAusgabe

Studiengebührenverwendung in der UB

Die Universitätsbibliothek der Ruhr-Universität Bochum bietet seit Einführung der Studiengebühren mehr Service. UB-Direktorin Dr. Erda Lapp und ihre Mitarbeitenden versorgen Studierende und Forschende mit elektronischen wie gedruckten Informationen. Neben der Ausleihe und der Nutzung der UB als Lernplatz stellt die Bibliothek den Studierenden auch elektronische Dienste wie Datenbanken für Zeitschriften und Aufsätze sowie E-Books bereit. Das Mehr an Datenbanken oder die verlängerten Öffnungszeiten sei erst durch 500.000 Euro Studierendengelder möglich geworden, betonen die Verantwortlichen. Große Teile der Studierendenschaft sprechen sich jedoch gegen Studiengebühren aus und kritisieren, dass die Gelder langfristig verplant werden. Sie befürchten, dass sich der Staat dank der Studiengebühren weiter aus der Finanzierung der Hochschulen zurückzieht. Mit den studentischen Geldern würde lediglich die katastrophale Unterfinanzierung aus öffentlicher Hand ein wenig abgemildert, so die Kritik.

Im Interview mit der bsz erklärt Direktorin Lapp, welche Serviceleistungen die Unibibliothek inzwischen durch Studiengebühren finanziert.

#820 - Voll supi hier

Geschrieben von rvs am . Veröffentlicht in ErstiAusgabe

Herzlich willkommen an der RUB. Das Schild an der Brücke sagt es, einige Lehrende sagen es, der Rektor sagt es und wir sagen es auch: Wir freuen uns, dass ihr euch entschieden habt, an der RUB in diesen spannenden Lebensabschnitt namens Studium einzutauchen. Glaubt uns, so werdet ihr hören, wie von der Dschungelbuch-Schlange Kaa, ihr habt eine gute Wahl getroffen. An keiner Uni sind so viele Studiengänge bereits in den wunderbaren Bachelor-Studiengängen studierbar. An keiner Uni begrüßt euch ein so menschliches und leistungsorientiertes Verwaltungsteam. An keiner Uni hängt der Himmel so voller Geigen wie an der RUB. Ach ja, an keiner Uni wurde mehr  Beton verbaut und an keiner Uni bringen sich so viele Studierende freiwillig um – so viel zu den üblichen Klischees. Doch trotzdem ist hier alles voll supi. Warum? Na weil es die RUB ist. Schwenken wir aber mal kurz in die Realität ein, dann sieht die Welt schon anders aus. Die guten News zuerst: Euer Selbstmordrisiko ist nicht signifikant gestiegen. Und nun die schlechten: Am Himmel über der RUB hängen keine Geigen. Zwar hat sich die Ruhr-Uni in den letzten Jahren gewandelt – und das nicht immer nur zum Besten; trotzdem bietet sich auch nach dem Aussterben vieler Orchideenfächer noch eine verhältnismäßig große Fächervielfalt. Wenn man die Baukräne im Osten erblickt, merkt man, dass die RUB ihre Verwandlung noch lange nicht abgeschlossen hat: Über eine Milliarde Euro sollen in den kommenden Jahren für die Sanierung der Alma Mater investiert werden, um die in die Jahre gekommenen Schiffe im Hafen des Wissens (das ist das Baukonzept der RUB) wieder flott zu machen und für neue Aufgaben zu rüsten. Mit dem Gebäude ID soll der erste Schritt dieses Mammut-Projekts, dessen Finanzierung noch weitgehend ungeklärt ist, noch während eures Studiums fertiggestellt werden. Bis dahin viel Erfolg für das Studium an der Ruhr-Universität: Eure bsz-Redaktion.

#820 - In Bochum europaweit vernetzen

Geschrieben von USch am . Veröffentlicht in ErstiAusgabe

26. bis 30. Mai: European Education Congress - Jetzt mitplanen!

Während des Bildungsstreiks im Wintersemester sind bereits viele Studierende insbesondere an deutschen und österreichischen Hochschulen aktiv geworden, um für bessere Bildung und mehr Chancengleichheit im Bildungssystem zu kämpfen. Für das kommende Sommersemester planen Studierende jetzt einen europaweiten Bildungskongress – und zwar bei uns in Bochum. Sie wollen dazu beitragen, dass der Protest insbesondere gegen die Folgen der EU-weiten Hochschulreformen noch besser koordiniert wird. Auch neue Studierende sind in der Planungsgruppe herzlich willkommen.

#820 - Willkommen in der Kulturhauptstadt

Geschrieben von rvr am . Veröffentlicht in ErstiAusgabe

Versinkende Kirchen, gescheiterte Projekte

Wer in diesem Jahr zum Studium ins Ruhrgebiet zieht, dürfte wohl eines des öfteren zu hören bekommen: Ah, die Kulturhauptstadt. Mit großem Mediengetöse wurde das Großereignis Ruhr.2010 bereits im Januar eröffnet. In Bochum angekommen, dürfte sich bei vielen dagegen schnell das Gefühl einstellen, dass von dem groß angekündig­ten und immerhin insgesamt über 63 Millionen Euro teuren Glamour wenig zu sehen ist.

#820 - Mitorganisieren, mitentscheiden!

Geschrieben von rvr am . Veröffentlicht in ErstiAusgabe

Wie demokratisch ist die Ruhr-Uni?

Über 30.000 Studierende, fast 5.000 MitarbeiterInnen, mehr als 400 ProfessorInnen – die Ruhr-Uni gleicht einer mittelgroßen Stadt. In einer Stadt können die BürgerInnen ihr Stadtoberhaupt allerdings in einer freien und gleichen Wahl bestimmen. An der Ruhr-Uni ist das komplizierter. Hier sind die Stimmen aller Uni-Angehörigen keineswegs gleich viel wert: Obwohl die Studierenden zahlenmäßig die mit Abstand größte Gruppe an der Uni sind, dürfen sie nur weniger als ein Sechstel der Mitglieder in den wichtigen Gremien bestimmen. Andererseits gibt es eine starke Studierendenvertretung und aktive Fachschaftsräte, die sich für die Interessen der Studierenden einsetzen. Hier gilt ausdrücklich: Mitmachen erwünscht!