„Lieber nackt als Burka“

Geschrieben von ph am . Veröffentlicht in KM

Am Donnerstag haben Aktivistinnen der militant-feministischen, aus der Ukraine stammenden Organisation Femen auf eine für sie charakteristische Art in einer Filiale des schwedischen Möbelhauses Ikea in Hamburg protestiert. Die Femen-Aktivistinnen zeigten ihre entblößten Brüste, bemalt in den Farben der deutschen Fahne. Dazu hielten sie Transparente hoch, auf denen u.a. stand „Allah hat mich sichtbar geschaffen“ und „Ihr könnt uns aus dem Katalog wegschaffen, aber ihr schafft uns nicht aus der Realität“. Hintergrund der Aktion war der Ikea-Katalog für Saudi-Arabien, in dem alle Frauen wegretuschiert wurden, aus Entgegenkommen für die in Saudi-Arabien herrschenden, islamistischen und extrem frauenfeindlichen Verhältnisse.
Als der arabische Nachrichtensender Al Jazeera darauf eine Abendsendung zum Thema Feminismus und Islam brachte, beinhaltete diese auch ein Live-Interview mit Inna Schewtschenko, der Anführerin der Frauenbewegung Femen France. Die im Sommer aus der Ukraine nach Frankreich geflüchtete, 22-jährige Schewtschenko sprach sich kämpferisch gegen Kleidungsstücke wie Hijab und Burka aus und zog sich schließlich ihr T-Shirt über den Kopf. Al Jazeera war darauf vorbereitet und unterbrach sofort die Bildübertragung.

Klitschko-Partei auf Platz drei

Geschrieben von ph am . Veröffentlicht in KM

Bei der Parlamentswahl in der Ukraine am Sonntag wurde die Partei des pro-russischen Präsidenten Janukowitsch nach dem bisherigen Stand der Auszählung mit etwa 30 Prozent erneut stärkste Kraft. Das Parteienbündnis der inhaftierten Ex-Ministerpräsidentin Julija Tymoschenko kommt mit etwa 21 Prozent auf Platz zwei. Die erstmals angetretene Partei Udar („Schlag“) von Boxweltmeister Vitali Klitschko erreicht mit etwa 15 Prozent Platz drei. Daneben zogen mit jeweils etwa zwölf Prozent die Kommunistische Partei und die nationalistische Partei Svoboda ins Parlament ein sowie mit circa sieben Prozent die Freiheitspartei.
Die Wahl erregte wegen der Inhaftierung Tymoschenkos, die 2011 wegen Amtsmissbrauch zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt wurde, besondere internationale Aufmerksamkeit.

:boinkürze: JedeR BochumerIn ist 1000 Euro wert

Geschrieben von mar am . Veröffentlicht in KM

„Bochum verliert Geld“ heißt eine Anfrage für die nächste Sitzung des Hauptausschusses im Bochumer Stadtrat am 31. Oktober. Auf die Tagesordnung gebracht hat dies die CDU-Fraktion. Was sie damit meint: Bochum verliert EinwohnerInnen. Das Land NRW vergibt nämlich knapp 1000 Euro pro EinwohnerIn an seine Kommunen. Und da Bochums Bevölkerung schrumpft, setzt die Unionsfraktion dies mit einem Schrumpfen der Stadtkasse gleich. Aktueller Anlass der Diskussion ist die Tatsache, dass ein Bauunternehmer von 160 Grundstücken in Hattingen und Essen an der Grenze zu Bochum 120 an Bochumer Familien verkauft hat.Bochumer BauunternehmerInnen haben es schwerer als diejenigen in den umliegenden Städten. Bauland sei in der noch 373.000 EinwohnerInnen zählenden Stadt einfach viel zu teuer, lautet die Klage vonseiten der Wohnbebauungsgesellschaften. Auch seien die Bochumer Bebauungspläne unattraktiv, der alte Güterbahnhof in Weitmar wird zum Beispiel nicht zur Bebauung genutzt. Auch die IHK Mittleres Ruhrgebiet kritisiert das Bochumer Wohnbaulandkonzept. Nach Rechnung der CDU-Fraktion gehen der Stadt durch diese Fehlplanung 480.000 Euro im Jahr verloren. Hinzu kommt, dass dadurch dem Baugewerbe in der Stadt Aufträge in Millionenhöhe verloren gingen.

Wahlbeteiligung gestiegen

Geschrieben von ks am . Veröffentlicht in KM

Die IsländerInnen haben am Wochenende über ihre neue Verfassung abgestimmt. An dem Referendum nahmen rund 60 Prozent der Wahlberechtigten teil. Das ist für isländische Verhältnisse eine sehr gute Beteiligung. Bisweilen bekam mensch den Eindruck, dass sich ausländische Medien mehr für die Volksabstimmung interessieren als die WählerInnen selbst. Die Abstimmung bestand aus 6 Fragen, die mit Ja oder Nein zu beantworten waren. Neben der Verfassung bekamen auch Vorschläge zu mehr direkter Demokratie und der Vergesellschaftung der natürlichen Ressourcen breite Zustimmung.

AStA der Uni Duisburg-Essen fordert Kultur-Café zurück

Geschrieben von clu am . Veröffentlicht in KM

Seit Januar diesen Jahres ist das Kunst- und Kultur-Café (KKC) an der Universität Duisburg-Essen in den Händen des Studentenwerkes. Der ehemalige Finanzreferent Borislav Schön hatte damals das dem AStA gehörende Café an das Studentenwerk verkauft – was der heutige Studierendenausschuss für rechtswidrig hält. Am 18. Oktober hat er sich nun per Vollversammlung das notwendige Mandat eingeholt, um gegen den Verkauf vorzugehen. Der Studierendenschaft geht es vor allem darum, der eingetretenen Monopolstellung des Studentenwerks entgegenzuwirken und die hart erkämpfte Eigenständigkeit des KKCs wiederherzustellen. Die Uni hingegen sieht das Café beim Studentenwerk in besseren Händen, so die Sprecherin Beate Kostka. Der AStA boykottiert das KKC derweil.