Euskadi: nationalistische Mehrheit

Geschrieben von ph am . Veröffentlicht in KM

Bei den Regionalwahlen am Sonntag haben im Baskenland (baskisch Euskadi) die baskisch-nationalistischen Kräfte zusammen die absolute Mehrheit gewonnen. Die gemäßigte, konservative PNV (Baskische Nationalistische Partei) von Iñigo Urkullu wurde stärkste Partei und erreichte 27 der insgesamt 75 Sitze. Das radikalere, sozialistische Wahlbündnis Bildu, welches erstmals antreten durfte, erreichte auf Anhieb 21 Sitze. PNV und Bildu hätten bei einer Koalition die absolute Mehrheit, mittels der Bildu dann wahrscheinlich ein Referendum über die Unabhängigkeit durchsetzen könnte. Bildu musste seine Teilnahme an Wahlen im Mai 2011 beim spanischen Verfassungsgericht erkämpfen, nachdem ihm diese vom Obersten Gerichtshof untersagt wurde, da auf den Listen von Bildu ein hoher Anteil von Mitgliedern der verbotenen, angeblich ETA-nahen Partei Batasuna kandidieren. Die bisher regierende sozialistische PSE verlor dramatisch und kommt nur noch auf 16 Sitze. Die Partei des spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy, die konservative Partido Popular, erreichte noch 10 Sitze. Am 25. November sollen auch in Katalonien Regionalwahlen stattfinden, welche das dort regierende Parteienbündnis CiU als Unabhängigkeitsreferendum nutzen will. Der Separatismus in Spanien erstarkt durch die Wirtschaftskrise enorm, die Landkarte Europas könnte sich in absehbarer Zeit verändern.

boinkürze: OpelanerInnen mit Currywurst abgespeist

Geschrieben von mar am . Veröffentlicht in KM

Vergangene Woche vor 50 Jahren, am 10. Oktober 1962, ist in Bochum der erste Opel Kadett A vom Band gelaufen. Dieses besondere Jubiläum sollte trotz schwerer Zeiten für den Autohersteller mit der Belegschaft gefeiert werden – zwar erst Ende Oktober aber immerhin. Dann gab es allerdings Pläne aus der Rüsselsheimer Zentrale, die Feier ganz ausfallen zu lassen. Letztendlich wurde vergangenen Dienstag beschlossen, die Feier auf Mitte Dezember zu verlegen. Mit der Sanierung des angeschlagenen Standortes soll diese Entscheidung nicht in Zusammenhang stehen. Welche Gründe dieser Beschluss hat, ist nicht bekannt.
Am 09.10. erhielten die MitarbeiterInnen in Form eines Flugblattes eine Einladung zu einem Imbiss in der Kantine, was die Stimmung zunächst gebessert haben dürfte. Dieser Imbiss stellte sich als eine Currywurst für jedeN MitarbeiterIn heraus. „Das war wie ein Schlag ins Gesicht, so was von erniedrigend und beschämend“, zitierte das WAZ-Portal derwesten.de einen Opel-Mitarbeiter. Aus Protest gegen diese billige Abspeisung für die teils jahrzehntelange Mitarbeit, nahmen viele OpelanerInnen das „großzügige“ Angebot nicht an. Da half es auch nicht, das Werksleiter Manfred Gellrich den Imbiss aus eigener Tasche bezahlt hat.

Schreib mal wieder

Geschrieben von ks am . Veröffentlicht in KM

Die Literarische Gesellschaft Bochum und der Friedrich-Bödecker-Kreis NRW rufen zu einem Schreibwettbewerb auf. Unter dem Motto „Dein Bochum: Urban History Rewritten“ werden Texte zu Deinem Lieblingsort in Bochum angefragt. Aus dem Aufruf: „Schreib die Stadtgeschichte neu. Erzähl uns alles! Was verbindest du mit diesem Ort? Warum ist er für dich so einzigartig? Welcher Mythos, welche Geschichte steckt dahinter? Erzähl uns von Bochum – wie du es siehst!“ Einsendungen gehen an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Bitte Name, Adresse und Alter angeben! Die Texte sollten nicht länger als 5.000 Zeichen sein und bis zum 30. November eingesandt werden, andere Vorgaben gibt es nicht. Zu gewinnen gibt es Preise in Höhe von 100 bis 300 Euro und die Teilnahme an einer öffentlichen Lesung.

Aral gegen Thor Steinar

Geschrieben von mh am . Veröffentlicht in KM

Das die rechtsradikale Szene mit Kleidung versorgende Modehaus Thor Steinar verloste in seinem neuen Katalog Tankgutscheine von Aral. Da diese Verbindung dem in Bochum ansässige Unternehmen widerstrebte, hat es eine einstweilige Verfügung gegen das Modelabel erwirkt. „Die Marke Aral steht für die Werte des Grundgesetzes und damit für Toleranz, Solidarität, Freiheit und Frieden. Rechtsradikales Gedankengut hat dort keinen Platz.“ Heißt es dazu in der Stellungnahme von Aral. Wie Thor Steinar an die Gutscheine kam sei dem Unternehmen des BP-Konzerns nicht bekannt.

Wovor der Talib sich fürchtet

Geschrieben von ks am . Veröffentlicht in KM

In Pakistan ist ein 14-jähriges Mädchen Opfer eines Anschlags der Taliban geworden. Weil Malala Yousafzai sich für das Recht auf Bildung für Mädchen eingesetzt hat, wurde sie niedergeschossen. Die Taliban bekannten sich zu der Tat. Das Verbrechen zeigt, wovor sich diese Terroristen fürchten: Vor einem Mädchen, das die begrenzte und begrenzende Weltsicht der Taliban infrage stellt und sich selbstbewusst für seine Rechte einsetzt. In der pakistanischen Stadt Karatschi gingen am Wochenende Zehntausende auf die Straße, um ihre Solidarität mit Malala Yousafzai zu zeigen und den Anschlag zu verurteilen. Die schwerverletzte Friedensaktivistin wurde zur weiteren Behandlung nach Großbritannien geflogen.