Asten abschaffen?

Geschrieben von Chs am . Veröffentlicht in KM

Die Junge Union möchte Asten als Studierendenvertretungen abschaffen. Das zumindest geht  aus dem aktuellen Entwurf ihres Grundsatzprogramms hervor, das im Oktober verabschiedet werden soll. Simon Gutleben, Öffentlichkeitsreferent des AStA der Ruhr-Universität, sieht dem Vorhaben der Jungen Christdemokraten eher gelassen entgegen: „Wir sind zuversichtlich, dass wir unsere Arbeit für die Studierendenschaft auch weiterhin fortsetzen werden.“ Er sagt: „Wir halten ASten als Interessensvertretung der Studierendenschaft für eine sehr sinnvolle Einrichtung.“

Nazi-Angriff

am . Veröffentlicht in KM

Das soziokulturelle Zentrum Trotz Allem aus Witten wurde zum zweiten Mal  zum Ziel von neonazistischen Farbattacken. Außerdem wurde ein in der Nähe stehendes Auto von Anwohner*innen mit rechten Parolen und Hakenkreuzen beschmiert. In der Nacht vom 23. auf den 24. Juli wurde auch die Parole „R135 bleibt“ an eine Wand des Trotz Allem geschrieben. Damit ist das ehemalige „Nationale Zentrum“ in der Rheinischen Straße 135 in Dortmund gemeint. In den vergangenen Wochen wurden auch das Alternative Kulturzentrum (AKZ) in Recklinghausen und das Kulturzentrum Langer August in Dortmund Opfer von neonazistischen Farbattacken. „Die Farbattacken sehen wir als Reaktion auf das antifaschistische Engagement von Gruppen und Einzelpersonen, die das Trotz Allem nutzen und gestalten“, sagt Anna Schmidt vom Trotz Allem-Plenum.

Leerstandsmelder für Dortmund

Geschrieben von mr am . Veröffentlicht in KM

Ab dem 13. August werden auf der Internetseite leerstandsmelder.de auch Dortmunder Leerstände verzeichnet sein. Der Verein Die Urbanisten wird die digitale Einpflege von Informationen über leerstehende Gebäude in Dortmund besorgen. Bislang gibt es den Leerstandsmelder für sechs deutsche Städte. Die Initialzündung für die Internetseite kommt aus dem Umfeld des Gängeviertels in Hamburg. 2009 haben Künstler_innen dort zahlreiche Gebäude eines ehemaligen Arbeiterviertels im Zentrum der Stadt besetzt und vor dem Abriss bewahrt. Die Initiative genießt seitdem große öffentliche Unterstützung. Sogar die Stadt Hamburg versucht nun, sich für den Erhalt des historischen Viertels einzusetzen. Das ist ein Novum, da die Hansestadt seit Jahren eine Null-Toleranz-Politik gegen Hausbesetzungen fährt.

Bochum wächst

Geschrieben von fik am . Veröffentlicht in KM

Im vergangenen Jahr ist die Einwohner*innenzahl von Bochum gewachsen. Damit konnte der Trend einer schrumpfenden Stadt weiter umgekehrt werden. Insgesamt zogen im Jahr 2011 mehr als 16.000 Menschen nach Bochum, aber nur gute 15.000 verließen die Stadt wieder. Im Saldo wuchs die Einwohner*innenzahl um 955 Personen. Schon im Jahr 2010 wanderten 118 Menschen mehr nach Bochum ein als die Stadt verließen. Im Jahr 2005 wanderten im Saldo noch mehr als 1.000 Menschen aus Bochum aus. Damit hat sich der Trend stabilisiert. Insbesondere aus Polen kamen die meisten Zuwander*innen, es kamen 624 und es gingen nur 409 wieder. Auch aus China kamen 199 Personen nach Bochum, wobei 132 wieder gingen, die Meisten nach dem Ende ihres Studiums.

:boinkürze: Gartenmiliz

Geschrieben von fik am . Veröffentlicht in KM

Die vor allem beim N.A.T.U.R. – Festival in Erscheinung getretenen Guerilla Gärtner Kolja Klar und Till Beckmann treten wieder in Aktion. Unter dem Namen „Ruhrstadt-Gartenmiliz“ wollen sie mit Gleichgesinnten den urbanen Raum begrünen. Ganz so subversiv, wie es sich anhört, ist es jedoch nicht. Sowohl die Stadt, als auch private Unternehmen stehen der gärtnernden Stadtguerilla positiv gegenüber. Im Mai fand das zweite N.A.T.U.R-Festival in Bochum statt. Auch die Stadtwerke und die GLS-Bank unterstüzten es finanziell. Mit Pflanzen, Rindenmulch und Schüppchen bewaffnet tummeln sich derzeit meist im Ehrenfeld Studierende, junge Mütter, aber auch gutsituierte Geschäftsleute, um ihre Stadt schöner und vor allem bunter zu machen. An der Königsallee wurde bereits eine kleine Oase geschaffen, bezahlt hat sie das Geschenk- und Mode-Geschäft Stückgut. Ein bisschen weiter zur Innenstadt fällt eine magentafarbene Bank ins Auge. Die Verwaltung der Stadt Bochum freut sich derweil über die Arbeit der Gartenmiliz. Die Aktivist*innen haben wiederum Forderungen an die Verwaltung: Die Stadt sollen mehrjährige und heimische Planzungen vornehmen, die Gärtner*innenausbildung verbessern und Flächen für Aktionen zur Verfügung stellen.