Saure Nazis

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Zum zweiten Mal ist der Gedenk­ort Saure Wiese Neonazis zum Opfer gefallen. In der Nacht vom vergangenen Mittwoch auf Donnerstag wurden rechte Sprüche und ein Hakenkreuz an Kunstobjekte und auf den Boden gesprayt. Der Künstler Marcus Kiel hat bereits Anzeige erstattet, dass federführende Stadtarchiv wird sich wohl anschließen. Weder beim ersten noch beim erneuten neonazistischen Anschlag hat die Polizei auf die Taten hingewiesen. Das Bochumer Bündnis gegen Rechts fordert, dass das Hakenkreuz schnell verschwindet und die Polizei die Ermittlungen aufnimmt. Am 8. Mai – dem Tag der Befreiung vom Naziregime – wurden die Stelen und Gedächtnistafeln zum ehemaligen Zwangsarbeiterlager an der Essener Straße eingeweiht. Nur wenige Wochen später wurden sie bereits zum ersten Mal teilweise zerstört oder beschädigt.

Jäger gegen Suff auf dem Rad

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NRW-Innenminister Jäger fordert eine Absenkung der Promillegrenze für RadfahrerInnen. „Betrunkene Radfahrer sind aber eine Gefahr für sich und andere. Damit muss Schluss sein“, sagte Jäger der Westfalenpost. Die Grenze zur Fahruntüchtigkeit solle von 1,6 auf 1,1 Promille abgesenkt werden. Rückendeckung bekommt Jäger unter anderem von der Gewerkschaft der Polizei. Deren Bundesvorsitzender Bernhard Witthaut hatte in der vergangenen Woche ebenfalls für eine Änderung der Promillegrenze ausgesprochen. Strafbar ist im Straßenverkehr bereits ein Wert von 0,3 Promille, wenn zur Alkoholisierung entsprechende Fahrfehler hinzukommen.

Umbauarbeiten am Springerplatz

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Anfang September sollen die Umbauarbeiten am Bochumer Springerplatz beginnen. Eine Baumallee soll das Areal nahe der Rottstraße mit der Innenstadt verbinden, 35 neue Bäume werden dafür geplanzt. Im Vorfeld der Bauarbeiten mussten allerdings auch zahlreiche Bäume gefällt werden. Der Pferdebrunnen, der sich bislang am Rande des Parkplatzes befand, soll restauriert werden und zukünftig Mitten auf dem Marktplatz sprudeln. Dieser soll zukünftig direkt vor dem ehemaligen Bunker angelegt werden. Der Parkplatz am Springerplatz wird von 120 Stellplätzen auf 90 reduziert. Die Bauarbeiten werden etwa ein Jahr dauern. Bislang werden die Kosten auf rund 1,7 Millionen Euro geschätzt.

Bald mehr Parkplätze?

Geschrieben von fik am . Veröffentlicht in KM

Seit dem 16. Juli wird die erste Hälfte des Parkauses West (P-West) abgerissen. Erhebliche bauliche Mängel machen einen großen Teil des Parkhaues unbenutzbar. Nachdem der Teil fertiggestellt ist, wird die zweite Hälfte ebenfalls abgerissen und neu aufgebaut. Diese gesamte Baumaßnahme soll Anfang 2014 fertiggestellt sein. Bis dahin bleibt das Parkplatzangebot an der Ruhr-Uni prekär. Die 2.000 Plätze im P-West fehlen an allen Ecken und Enden. Auch der geplante Shuttlebus zwischen dem  Hauptbahnhof und den geisteswissenschaftlichen Gebäuden wird erst im Wintersemester 2012/13 für Entlastung sorgen. Die einzige Alternative, ohne Gequetsche oder Parkplatzsuche zur Uni zu kommen, bleibt das Fahrrad.

:boinkürze: NPD weg!

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NPD weg!


Die Landeszentrale der Neonazi-Partei NPD ist nicht mehr in Wattenscheid ansässig. Drei Jahrzehnte leitete die NPD ihre Geschäfte in Nordrhein-Westfalen von einer Wohnung an der Günnigfelder Straße 101a aus. Damals begann auch der Widerstand gegen die neuen und alten Nazis in Bochum-Wattenscheid. Nach finanziellen Schwierigkeiten konnte die NPD das Hypothekendarlehen nicht mehr bedienen und die Gläubigerin, die Hypovereinbank leitete die Zwangsversteigerung ein. Gegen den ehemaligen Eigentümer des Gebäudes wurde wegen des Verdachts auf Untreue bereits ein Verfahren eingeleitet, damals war er noch Schatzmeister der NPD. Der neue Eigentümer nahm direkt nach der Übernahme der Immobilie von seinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch und setzte die NPD zum 1. Juli 2012 auf die Straße. Auch der Bochumer Kreisverband der Neonazi-Partei ist nun heimatlos. Das Bochumer NPD-Ratsmitglied Claus Cremer, der auch Landesvorsitzender in Nordrhein-Westfalen ist, muss sich nun neue Räumlichkeiten suchen. Damit die faschistische Partei keinen Platz in Bochum findet, müssen die Bochumer*innen nun kollektiv der NPD eine Immobilie verweigern.