Prostitution in Dortmund

Geschrieben von fik am . Veröffentlicht in KM

Im vergangenen Jahr hatte der Dortmunder Rat in der ganzen Stadt die Straßenprostitution verboten. Hurenverbände, Grüne und Linke protestierten dagegen. Polizei und Ordnungsamt haben damals die Prostituierten vom Straßenstrich in der Ravensberger Straße samt der als vorbildlich bezeichneten „Verrichtungsboxen“ vertrieben. Nun hat sich die Prostitution an den Nordmarkt verlagert. Unter noch größerem Druck und verstärkter Gefahr mussten viele Frauen in der Illegalität weiterarbeiten. Seit Anfang Juni versucht die Polizei den wieder entstehenden Straßenstrich aus der Nähe des Nordmarktes zu vertreiben. Die verstärkte Repression gegen randständige Menschen wie Prostituierte, Sinti und Roma sowie Alkohol- oder Drogensüchtige geht in Dortmund anscheinend unvermindert weiter.

Kostümpatenschaft

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Anlässlich des diesjährigen n.a.t.u.r. – Festivals hat Hans Dreher Die Leiden des jungen Werther neu inszeniert. Zentrales Moment des Bühnenbildes ist ein Erdhügel, der das weiße Kostüm des Schauspielers Martin Breitscheiders bei den Aufführungen stark verschmutzt. Trotz zahlreicher Waschversuche mit verschiedensten Mitteln gelingt es dem Team des Rottstr5-Theaters nicht,  das Kostüm nach den Vorstellungen auch nur annäherungsweise in die weiße Ursprungsform zurück zu versetzen. Daher sucht das Rottstr5-Theater für zukünftige Aufführungen Menschen, Firmen oder Insitutionen, die 50 Euro für ein neues Kostüm spenden. Im Gegenzug erhalten die Kostümpaten zwei Freikarten für die Vorstellung, bei der ihr Kostüm zum Einsatz kommt. Auf Wunsch gibt es auch noch eine Nennung im Programmheft. Kontakt: Honke Rambow, Tel. 0173/2950492.

A40 gesperrt

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Ein weiterer Grund das Auto stehen zu lassen: Seit dem 7. Juli ist die Autobahn A40 in Richtung Bochum zwischen Essen-Zentrum und Essen-Huttrop komplett gesperrt. Die Sperrung dauert drei Monate und endet voraussichtlich am 30. September. In Richtung Duisburg verläuft die Sperrung zwischen den Abfahrten Essen-Ost und Essen-Zentrum. Es ist möglich durch die Essener Innenstadt die Sperrung zu umfahren oder großräumig über die Autobahnen A3, A42, A43 oder A52 auszuweichen. Am kostengünstigsten und bequemsten kann man mit der Bahn vom westlichen Ruhrgebiet nach Bochum gelangen, sowohl die Regionalexpresse RE1, RE6 und RE11 fahren zwischen Duisburg und Bochum.

Techno-Underground

Geschrieben von mr am . Veröffentlicht in KM

„Eine Techno-Open-Air wird es dieses Jahr mindestens noch geben“, heißt es vom Kunst- und Veranstaltungskollektiv All The Time aus Dortmund. Ob diese an demselben Ort stattfinden wird wie vergangenes Wochenende, ist ungewiss. In der Nacht von Samstag auf Sonntag versammelten sich über 500 BesucherInnen am Kanal, um bis in die Mittagsstunden hinein zu tanzen. Im Vergleich zur Eröffnungsparty im Juni ist ein großer BesucherInnenzuwachs zu verzeichnen. Da am Ursprungsort direkt hinter dem Fredenbaumpark zahlreiche NachahmerInnen ebenfalls Veranstaltungen betrieben und sich nicht darum gekümmert haben, den angefallenen Müll zu beseitigen, hat der Eigentümer des Geländes die Nutzung durch die Öffentlichkeit untersagt. Das Kollektiv war daher gezwungen, sich kurzfristig einen neuen Ort zu suchen.

:boinkürze: Atomkraft? Nein! Nein!

Geschrieben von fik am . Veröffentlicht in KM

Das fünftgrößte Energieunternehmen in Deutschland, die STEAG (Steinkohlen-Elektrizität AG), hat am 27. Juni ihre restlichen Anteile am Atommüllzwischenlager in Ahaus verkauft. Damit hat der Konzern den Beschluss des Bochumer Rates auf Beendigung jeglichen atomaren Geschäfts umgesetzt. Die kommunalen Stadtwerke im Ruhrgebiet sind seit dem vergangenen Jahr Hauptanteilseignerinnen von STEAG. Die bis dahin 45-prozentige Beteiligung an Ahaus wurde an die Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) verkauft, sie gehört den vier großen Energiekonzernen Eon, RWE, EnBW und Vattenfall. Bevor sich die Ruhr-Kommunen an STEAG beteiligten gab es Kritik sowohl von Rechts, als auch von Links. Die Kommunalisierung des nun fünftgrößten Energieerzeugers war vielen Wirtschaftsliberalen ein Dorn im Auge. Die (wenn auch geringe) Beteiligung von STEAG am Atomgeschäft führte zu Skepsis bei Grünen und Linken. Aus diesem Grund haben die Räte der Ruhrstädte vor ihrer Entscheidung zur Beteiligung an STEAG beschlossen, dass das Unternehmen aus dem nuklearen Geschäft aussteigen muss. Diese Forderung wurde nun schließlich umgesetzt.