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1-2Auf dem Campus tut sich viel


Frisch an der Uni, gilt es sich erst einmal zu orientieren. Was ist der AStA und was macht der eigentlich? Was ist der Fachschaftsrat, von dem immer alle reden? Wo kann ich mitmachen und mich engagieren? Ein kleiner Überblick.
Fangen wir bei A wie AStA an. Der Allgemeine Studierendenausschuss vertritt die Studierendenschaft. Nach den Wahlen zum Studierendenparlament im Januar besteht der AStA weiterhin aus einer bunten Koalition: In der Studierendenvertretung arbeiten die Grüne Hochschulgruppe (GHG), die Linke Liste (LiLi), die Alternative Liste (al) und die Liste Schöner Wohnen in Bochum (SWIB) zusammen. Seine Arbeit organisiert der AStA in unterschiedlichen Referaten. So gibt es  etwa das Referat für Hochschulpolitk, das Referat für kritische Wissenschaft sowie das Finanz- und das Kulturreferat. Der AStA kümmert sich nicht nur um die politische Vertretung der Studierenden, sondern organisiert auch Veranstaltungen und Partys. Die Feten des AStA finden meist im Kulturcafé statt, das vom AStA betrieben wird. Die Studierendenvertretung unterhält zwei Copyshops in den Gebäuden GA und GB. Wer rechtliche oder  finanzielle Probleme hat, kann sich von den Rechts-, Sozial- und BaföG-BeraterInnen helfen lassen. Mitmachen kann man natürlich auch. Jedes Jahr im Januar finden die Wahlen zum Studierendenparlament statt, wo sich die Mitglieder der verschiedenen Listen zur Wahl stellen. Wer sich hochschulpolitisch einbringen möchte, kann sich zunächst bei einer der Listen engagieren und sich zur nächsten Wahl aufstellen lassen.

FSVK und FR

Hinter diesen Akronymen stecken die FachschaftsvertreterInnenkonferenz und die Fachschaftsräte, welche die Basis der studentischen Vertretung bilden. Jedes Fach hat dabei einen Fachschaftsrat. Dessen Mitglieder werden von den Studierenden auf den regelmäßig stattfindenden Vollversammlungen gewählt. Wer in Amt und Würden ist, leistet zum Beispiel erste Hilfe, wenn Neu-Studis ihre Stundenpläne erstellen müssen und sich auf dem Campus und im jeweiligen Studienfach noch nicht gleich zurechtzufinden. Partys, Erstifrühstücke, Campus- und Bibliotheksführungen und gemeinsame Fahrten gehören auch zu ihrem Aufgabenbereich.
Außerdem haben die FR-Mitglieder Mitspracherecht bei der Verwendung der Studiengebühren an den Fakultäten. Und auch, wenn es mal brenzlig wird zwischen Dozierenden und Studierenden, sind die Fachschaftsräte erste Anlaufstelle. Sind die Probleme größer, dann vermittelt die FSVK; sie koordiniert die Arbeit der Fachschaftsräte und repräsentiert diese gegenüber der Universität, dem AStA oder auch dem Parlament. Die FSVK um die SprecherInnen Sina Wunderlich und Sven Görgens trifft sich jeden Montag und bespricht alles rund um die FR-Arbeit und behandelt umstrittene Themen wie die Anwesenheitspflicht oder Probleme bei der Verwendung der Studiengebühren.

Theater und Film

Nicht nur für politisch und sozial engagierte Studierende bieten die Initiativen an der RUB eine Plattform. So kann man beim Studienkreis Film (SKF) ein Praktikum für den Optionalbereich machen. Der SKF gehört zu den ersten Campusinitiativen in Bochum und ist einer der ältesten studentischen Filmclubs in Deutschland. Er zeigt wöchentlich aktuelle Filme und macht Programmkino im Hörsaal HZO 20, in dem 600 Filmbegeisterte Platz finden. Der AStA unterstützt den Club finanziell, der ansonsten erfolgreich in finanzieller Eigenregie geführt wird und so werbefreies Kino anbieten kann. Mitmachen kann natürlich auch, wer kein Praktikum braucht. Neben einer Ausbildung als FilmvorführerIn bietet die Initiative für ihre Aktiven Akkreditierungen für Filmfestivals und vieles mehr.
Mit dem Schauspielhaus ist Bochum einer der bekannteren Theaterstandorte in Deutschland. Auch auf dem RUB-Campus wird Theater gemacht. Seit 2001 gibt es das Theaterfestival megaFon, das jährlich stattfindet. Im letzten Jahr bespielte megaFon zum ersten Mal verschiedene Orte in der Stadt. So zeigt sich die studentische Kultur auch abseits des Campus, wo die Ruhr-Uni sonst unsichtbar bleibt. Das Theaterfestival ist hierarchiefrei und basisdemokratisch strukturiert und somit offen für alle Interessierten, die Freude am Theater haben und Erfahrungen sammeln wollen.