Ein knurrender Magen lernt nicht gern

Geschrieben von fik am . Veröffentlicht in ErstiAusgabe

Auch für das leibliche Wohl muss gesorgt sein

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Wo gibt es hier eigentlich etwas zu Essen? Bekomme ich auch gute Qualität für wenig Geld? Gibt es vielleicht sogar die Möglichkeit, eine vegane Alternative zu finden? Die kulinarische Vielfalt auf dem Campus ist recht groß, und günstig ist sie meistens auch.


Das Akademische Förderungswerk (Akafö) kümmert sich um das leibliche Wohl der Studierenden und Beschäftigten an der Ruhr-Universität Bochum. Es betreibt die Cafeterien und die zentrale Mensa auf dem Campus. Hier kann man für kleines Geld frühstücken, mittag- und abendessen. Mit 6.000 verkauften Essen am Tag ist die Bochumer Mensa sogar eine der beliebtesten der Republik. Ab diesen Semester gibt es sogar einige Neuerungen, auf die man gespannt sein kann. Das Bistro – ebenfalls im Mensagebäude – hat nun von Montags bis Donnerstags bis 20 Uhr geöffnet. Mit zurzeit 1.200 verkauften Essen am Tag bildet das Bistro eine gute Ergänzung zur Hauptmensa bis in den Abend hinein. Denn in der Mensa kann man nur von 11 bis 14.30 Uhr speisen. Jedoch ist hier die Vielfalt auch um Einiges größer. Im Bistro gibt es jeden Tag zwei bis drei unterschiedliche Gerichte, in der Mensa gibt es jeden Tag fünf verschiedene Alternativen (der Speiseplan ist wöchentlich auf der Rückseite jeder bsz zu finden). Daneben gibt es an der Nudeltheke vier unterschiedliche, teilweise wechselnde Saucen und vier verschiedene Nudelsorten. Außerdem gibt es eine Kartoffeltheke mit Pommes, Kartoffelecken, Ofenkartoffeln und teilweise mit Kroketten. Zu allen Gerichten gibt es einen kleinen Salat, der sehr vielfältig ist. Es gibt Bohnen-, Gurken-, Karotten- und Paprikasalate. Wenn der Salat etwas größer und reichhaltiger ausfallen soll, kann dies an der Salattheke selbst in die Hand genommen werden. Auch verschiedene kleine Suppen bietet die Mensa an. Sehr beliebt sind die Desserts, entweder direkt zum Gericht oder einfach selbst zusammengestellt an der Dessertbar. Die Vielfalt scheint grenzenlos, doch Grenzen gibt es leider trotzdem. Insbesondere für Veganer*innen.

Vegane Mensa

Es gibt sehr wenige Veganer*innen, jedoch steigt ihre Anzahl kontinuierlich an. Besonders unter Studierenden sind umweltbewusste Lebensstile sehr verbreitet. Immer mehr versuchen auch bei ihrer Nahrung völlig auf tierische Produkte zu verzichten. Da wird die Suche nach einem gehaltvollen Mittagessen schon einmal schwierig. In der RUB-Mensa gibt es schon seit längerem vegane Alternativen. In diesem Semester steigt die Vielfalt noch erheblich an. Bisher sind alle Nudeln aus reinem Hartweizen und damit auch vegan, bis auf die mit Fleisch gefüllten Tortellini natürlich. Auch die vegetarische Bolognese ist vegan, auch, wenn sie nicht so heißt. Nun sollen noch eine vegane Tomaten- sowie Pilzsauce dazukommen, die jedoch nicht jeden Tag angeboten werden. Darüber hinaus werden mehr rein vegane Gerichte angeboten. An mindestens drei Tagen in der Woche werden vegane Frikassees, Aufläufe, Bürger, Gemüsepfannen, Chili sin carne, Reisgerichte, Schnitzel und Geschnetzeltes angeboten. Auch weitere vegane Nachspeisen und Suppen können ab Mitte Oktober genossen werden. An der Kartoffeltheke konnte schon vorher – bis auf die Kroketten – vegan gespeist werden. Damit Veganer*innen sich nicht durch die halbe Mensa fragen müssen, wird auch die Kennzeichnung verbessert. Eine Sonnenblume schmückt auf den digitalen Speiseplänen alle veganen Gerichte. Insgesamt sollen 20 Prozent aller Gerichte vegan angeboten werden. Ein großer Vorteil dabei: Auch Allesfresser*innen können vegane Speisen genießen und vielleicht kommen sie ja sogar auf den Geschmack?
Die Cafeterien sind für den hungrigen Verstand meist die erste Anlaufstelle. Wenn man zusammen lernt und die Konzentration nachlässt, kann der Biss in ein Brötchen oder Schokoriegel ein reines Wunder bewirken. Die insgesamt zehn Akafö-Cafeterien auf dem Campus bieten eine große Auswahl. Von Kaffee, über Schnitzel und Kuchen bis zu besagtem Schokoriegel ist alles dabei. Auch hier gibt es ein kleines veganes Angebot in der Cafeteria des GB-Gebäudes. Bisher ist die Nachfrage jedoch gering. Ab Mitte Oktober soll auch hier eine Umstellung erfolgen.

Viel oder wenig Geld?

Das Bochumer Studentenwerk ist im Vergleich recht teuer. 95 Euro des Sozialbeitrags, der jedes Semester gezahlt werden muss, gehen an das Akafö. Dafür ist die Leistung aber auch besonders groß. Neben einer der besten Mensen des Landes, bietet das Studentenwerk viele günstige Wohnheimzimmer an, ein reichhaltiges eigenes Kulturprogramm sowie Beratungen für ausländische Studierende und Studierende mit Behinderungen. Außerdem sind die Preise in den Cafeterien und der Mensa weitgehend stabil, obwohl die Lebensmittelpreise regelmäßig in die Höhe schnellen.

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