Die RUB von A bis Z ohne Q und Co

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4-2-web-Chs-RUB-obenEin Kessel Buntes von der Uni

Die Ruhr-Uni hat die Größe einer kleinen Stadt. Kein Wunder, dass da jede Menge Kleinigkeiten aufkommen, die einen erstmal verwirren. Die bsz gibt euch ein passendes Glossar zur  Orientierung an die Hand.

A wie Affenversuche

An der RUB werden Affen in der besonders umstrittenen Hirnforschung gequält. Die Tiere müssen in einem Primatenstuhl sitzend Aufgaben am Bildschirm ausführen. Ihr Kopf ist dabei unbeweglich an einem Gestell angeschraubt. Als „Trainingsmethode“ wird Durst eingesetzt, die Tiere bekommen außerhalb der Versuche also nichts zu trinken. Insgesamt werden an der Ruhr-Uni jedes Jahr über 12.000 Tiere bei Versuchen gequält. Nach den Versuchen werden alle Tiere getötet.

B wie Botanischer Garten

Direkt hinter dem riesigen Mensagebäude liegt der Botanische Garten der RUB. Nicht nur im Sommer ist er eine kleine Sehenswürdigkeit. Bei einem Spaziergang durch das reichhaltig bepflanzte Areal sollte man unbedingt einmal Halt im Chinesischen Garten und im Gewächshaus machen. Denn hier zeigt sich die Uni von ihrer grünen (manche behaupten sogar von ihrer schönsten) Seite. Neben Pflanzen aus der ganzen Welt findet sich hier immer auch ein ruhiges Plätzchen, um Skripte, Vorlesungen und Prüfungen einmal zu vergessen.

E wie Erstifahrten

Fast jede Fachschaft bietet ihren Erstsemestern eine kostengünstige Erstifahrt an. Weil diese Fahrten finanziell vom Fachschaftsrat subventioniert werden, ist dies eine tolle Möglichkeit, um neue soziale Kontakte zu knüpfen oder alte zu vertiefen. Dabei kann man beispielsweise schon für zwanzig Euro ein ganzes Wochenende im Sauerland verbringen, andere Studierende kennenlernen und sich über Fragen austauschen, für die sonst vielleicht keine Zeit bleibt.

K wie Kopieren

Der Allgemeine Studierendenausschuss bietet zwei Kopiermöglichkeiten auf dem Campus an. Im Gebäude GA auf der Ebene 03 – ein Stockwerk unter dem Haupteingang – befindet sich die AStA-Druckerei. Hier können alle Studis sehr günstig kopieren, daneben können auch Druckaufträge von Fachschaften und Initiativen sowie allen Studis übernommen werden. Im Gebäude GB befindet sich direkt neben der Caféteria – auf der Ebene 02 – der AStA-Copyshop. An keinem Ort auf dem Campus kann man günstiger kopieren oder von Datenträgern drucken, als in den beiden Kopierbetrieben des AStA. Für eine 1.000er Kopierkarte zahlt ihr nur 26 Euro.

M wie Musisches Zentrum

Das Musische Zentrum (MZ) ist die zentrale Institution der RUB, die den Studierenden die Möglichkeit bietet, sich in diversen künstlerischen Bereichen zu versuchen. Dazu gehören Malerei, Bildhauerei und Druckgrafik. Aber auch in den Bereichen Fotografie, Musik, Chor und Orchester wie im Theaterspiel der Studiobühne können sich Studierende engagieren. Darüber hinaus verfügt das MZ über Werkstätten für Bildhauerei und Radierung, ein Malatelier, ein großes Fotolabor und ein professionelles Fotostudio sowie eine Digitalwerkstatt. Außerdem gibt es dort einen Chorprobenraum, Musikübungsräume, eine Probebühne und einen Saal für Konzerte und Theateraufführungen.

R wie Rückmeldung

Jedes Semester müssen sich alle Studierende innerhalb gewisser Fristen zurückmelden, um ihr Studium fortsetzen zu können. Im Wintersemester beginnen die Rückmeldefristen Anfang Juli und enden im August, im Sommersemester beginnen sie Mitte Januar und enden im Februar. Für die Rückmeldung muss man den Sozialbeitrag an die Ruhr-Uni überweisen. Wenn ihr am Lastschriftverfahren teilnehmt, müsst ihr euch um nichts weiter kümmern, außer darum, dass eurer Konto gedeckt ist. Der Sozialbeitrag wird für das WiSe Anfang September und für das SoSe Anfang März abgebucht.

S wie Sozialbeitrag

Alle Studierende müssen den Sozialbeitrag muss von allen Studis jedes Semester an die Uni überwiesen werden. Für das Wintersemester 2011/12 beträgt er 248,56 Euro. Dieser Betrag teilt sich wie folgt auf: an das Akademische Förderungswerk (Akafö) gehen 95 Euro. Dafür betreibt das Akafö die Mensa,  Caféterien und 19 Wohnheime, mit circa 4.200 Wohnheimplätzen. An den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) gehen 14 Euro. Hierfür bietet der AStA kulturelle und politische Arbeit und viele Serviceangebote an, betreibt das KulturCafé, einen Copyshop und eine Druckerei. Die restlichen 139,45 Euro gehen an die Verkehrsbetriebe. Für diesen Betrag können alle Studis den ÖPNV in ganz NRW nutzen.

T wie Tanzen

Seit fast zwei Jahrzehnten bietet der AStA verschiedene Tanzkurse an. Ein Kreis von Studierenden und freiwilligen Helfer_innen organisiert regelmäßige Semesterkurse und größere Veranstaltungen. Vom Walzer über Rumba und Samba bis zum Tango können Studierende für wenig Geld Tänze erlernen oder ihn Fortgeschrittenen- und Profi-Kursen ihr Können erweitern. Es gibt Themen- und Tanzabende sowie Tanzbälle. Ein jährliches Highlight ist der festliche Weihnachtsball Mitte Dezember.

U wie Uni-Center

„…wo man gern einkauft!“ lautet das Motto der Shopping-Meile jenseits der Uni-Brücke. Leider hat man es dort eher mit leeren Ladenlokalen und martialisch auftretenden Securitys zu tun, als mit entspannter Einkaufsatmosphäre. Hier reihen sich diverse Fressbuden aneinander, es gibt zwei Supermärkte, eine Sparkassen-Filiale, Handy-Shops und eine Buchhandlung. Am Kiosk gibt’s die Bild, bei Mr. Chicken halale Snacks. Auch sonst unterscheidet sich das Uni-Center nicht vom mittelmäßigen Örtchen um die Ecke – kann man hingehen, muß man aber nicht.

V wie Vegan

An der Ruhr-Uni gibt es ein kleines, aber langsam wachsendes veganes Angebot. In der Mensa kann man bedenkenlos die Nudeln mit der vegetarischen Bolognese essen, denn diese ist ebenfalls vegan. Außerdem gibt es regelmäßig andere vegane Gerichte, wie das Chili sin carne. Daneben wartet die Mensa mit einem reichhaltigen Salatbuffet auf, zum Nachtisch können Obst und rote Grütze genossen werden. In den Caféterien gibt es kaum vegane Kost, neben dem typischen Laugengebäck, kann man in der Caféte in GB jedoch ein zusätzliches veganes Angebot nutzen. Hier gibt es verschiedene Brötchen mit Tofu und Gemüse sowie Sojagetränke.

W wie Wohnen

Das Akademische Förderungswerk (Akafö) bietet in 19 Studierendenwohnanlagen insgesamt etwa 4.200 Wohnplätze an. Die Wohnungen beginnen bei elf Quadratmetern und gehen bis zu 111 Quadratmetern für Wohngemeinschaften. Die kleinen Zimmer kosten 220 Euro im Monat und für die größeren Wohnungen muss man weit über 500 Euro zahlen. Neben dem Akafö bieten auch christliche Träger Wohnheimplätze an. Aufpassen solltet ihr bei Wohnheimen von Burschenschaften. Denn so unterstützt man in einigen Fällen mit dem eigenen Geld bisweilen unabsichtlich rassistische und sexistische Ideologien.

Z wie Zwei-Euro-Stück

Sollte man an der RUB immer dabei haben – zumindest dann, wenn ein Gang in die Universitätsbibliothek ansteht. In die darf man nämlich keine Jacken und Taschen mitnehmen. Es gibt jedoch Schließfächer für den eigenen Kram. Die befinden sich direkt vor der UB. Aber auch im Bereich vor den Toiletten (die Treppe herunter) gibt es diese Fächer. Und Obacht: Das Café in der Bibliothek wechselt nicht.