Neue Studierendenvertretung im Amt

Geschrieben von Chs am . Veröffentlicht in Hochschulpolitik

Nawi stellt AStA-Spitze

1-1Mit jeweils 18 Stimmen hat das 45. Studierendenparlament der Ruhr-Uni – so knapp wie nur möglich – zwei Mitglieder der Liste der Naturwissenschaftler und Ingenieure (Nawi) in die zwei wichtigsten Ämter des AStA gewählt. Dirk Loose ist neuer AStA-Vorsitzender und Christian Volmering neuer Finanzreferent. Das bedeutet nicht nur, dass die Studierendenschaft der Ruhr-Universität ab sofort von einem Minderheiten-AStA vertreten wird. An ihrer Spitze stehen Vertreter einer Liste, die bisher noch nie im AStA war und im Wahlkampf explizit damit geworben hatte, unpolitisch zu sein.

Machen die Piraten bald die FDP überflüssig?

Geschrieben von fik am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Irgendwie linksliberal

 

flickr-Piratenpartei-Deutschland-CC-BY-2Seit dem Wahlerfolg der Piraten in Berlin und noch mehr seit ihrem Einzug ins saarländische Landesparlament, spekulieren viele über neue Parlamentszusammensetzungen. Von einer besseren FDP ist die Rede, oder von hipperen Grünen. Bisher sind die Inhalte der Piraten noch uneindeutig oder fehlen ganz. Die meisten ihrer Wähler_innen machen ihr Kreuz bislang eher aus Protest. Deutlich ist jedoch, dass sie eine neue Generation – besonders von jungen Männern – begeistern. Ihre weitere Entwicklung, auch im studentischen Milieu, dürfte daher sehr interessant sein.

Offener Brief von 51 Tatort-DrehbuchautorInnen

Geschrieben von nh am . Veröffentlicht in Kultur

UrheberInnen pochen auf ihr Recht

 

2-2-flickr-Stephen-Downes-CC-BY-NC-2Deins? Meins? Unser kollektives geistiges Eigentum? In die Urheberrechtsdebatte mischen sich nach der Wutrede für das geistige Eigentum des Element of Crime-Frontmannes Sven Regener in einem Telefoninterview vom Bayrischen Rundfunk nun auch andere UrheberInnen ein. In einem offenen Brief an die Grünen, Piraten, die Linke und „die Netzgemeinde“ melden sich 51 Tatort-DrehbuchautorInnen zu Wort und werfen den Parteien „demagogische Suggestion und liebevoll gehegte Lebenslügen“ vor. Die vermeintlich homogene Netzgemeinde reagiert: Der Chaos Computer Club (CCC) entgegnete mit einem offenen Brief von 51 HackerInnen.

Nach „Schmuddel“- Gedenkdemo: Video von Polizei-Übergriff

Geschrieben von Mnd am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Dem Volk auf’s Maul hauen

 

3-1-gewaltDie für die Polizei übliche Vertuschung von Übergriffen auf Demonstrierende dürfte dieses Mal schwierig werden. Nach Kritik am Polizeieinsatz bei der Gedenkdemonstration für den von einem Neonazi ermordeten Thomas „Schmuddel“ Schulz vergangenen Mittwoch, hat das Dortmunder Antifa-Bündnis ein Video veröffentlicht. Darauf ist zu sehen, wie Polizisten mit Fäusten und Schlagstöcken auf friedliche Demo-TeilnehmerInnen einprügeln. Konsequenzen für die Schläger in Uniform wird dies höchstwahrscheinlich nicht haben – in solchen Fällen genießen PolizistInnen in Deutschland nach wie vor weitgehend Straffreiheit.

Der Strafvollzug aus dem Blickwinkel eines Gefängnisarztes

Geschrieben von mr am . Veröffentlicht in Kultur

Freiwillig im Knast

3-2-Bausch_Joe_c_Wolfgang_Schmidt-Kopie„Es gibt einen Weg, den nur du gehen kannst. Frag nicht, wohin er dich führt. Geh ihn!“, heißt das plakativ deterministische Lebensmotto des Arztes und Schauspielers Joe Bausch. Sein Weg führte ihn im Februar 1987 „von Bochum zur Justizanstalt Werl“, in welcher er seit nunmehr 25 Jahren arbeitet. Vielen dürfte Bausch aber weniger durch seine Tätigkeit als Gefängnisarzt, sondern vielmehr durch die Rolle des Gerichtsmediziners Dr. Joseph Roth im Kölner „Tatort“ bekannt sein. Seine eigentliche Profession liegt aber in der realen medizinischen Betreuung von „Sicherungsverwahrten, von Mördern, Kinderschändern, Totschlägern, Vergewaltigern, Erpressern, Räubern, Drogendealern, Betrügern und Dieben, von RAF-Terroristen und ehemaligen KZ-Wärtern, hochkarätigen Wirtschaftskriminellen, Heiratsschwindlern, Brandstiftern und Frauen, die ihr Baby umgebracht haben.“ Die Erfahrungen dieser Arbeit hat Bausch nun in einem Buch verarbeitet.

 

Zu Besuch bei der US-amerikanischen Linken

Geschrieben von rvr am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Amerikanischer Frühling?

4-1-34-1-2„It’s a ten minute walk – five minutes if you’re young! Let’s not loose the moment! The moment is ours“, schreit Filmemacher Michael Moore vom Podium in den Hörsaal. Es wird laut, parallel dazu entrollen drei Leute ein großes, gelbes Transparent: „Occupy Wall St“. Spontan formt sich ein Demonstrationszug aus dem Hörsaal der New Yorker Pace University; das Ziel: Der Zuccotti Park – jener unscheinbare Betonplatz mitten im Finanzdistrikt von Manhattan, der auf den Tag genau ein halbes Jahr zuvor ins Zentrum der weltweiten Aufmerksamkeit gerückt war. Damals waren es gut 1.000 DemonstrantInnen, die den Platz besetzten, und damit ein inzwischen globales Protestlabel schufen. Heute sind es gut 400, die sich von der nahen Universität an der Brooklyn Bridge auf den Weg machen, um das halbjährige Bestehen der Occupy-Bewegung zu feiern.