Gewerkschaften fordern 6,5 Prozent mehr Lohn im öffentlichen Dienst

Geschrieben von fik am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Raus auf die Straße

1-1-web-Lutz-Leitmann-Verdi-BochumArbeitskämpfe wirken wie ein Relikt aus vergangenen Tagen. Alle paar Jahre streiken gewerkschaftlich organisierte Arbeitnehmer_innen gegen ihre Arbeitgeber_innen. Nach einigen Wochen der Verhandlungen und mehreren Tagen der Arbeitsniederlegung treffen sich beide Seiten ungefähr in der Mitte. Die für den öffentlichen Dienst zuständige Gewerkschaft Verdi fordert für dieses Jahr eine Tarifsteigerung von 6,5 Prozent, die Arbeitgeber_innen bieten 1,75 Prozent. Somit ist es realistisch, dass das Ergebnis zwischen 3,5 und 4,0 Prozent liegen wird.

 

Warum der Solidarbeitrag Ost schon vor 20 Jahren falsch war

Geschrieben von fik am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Solidarität mit den Starken?

2-1-web-ByKen-WegenerIm Zuge der Haushaltsmiseren im Ruhrgebiet erscheint ein alter Feind auf der Bildfläche: der Solidarbeitrag Ost. Solange es den westdeutschen Kommunen noch gut ging, zahlten sie – ohne großes Gemurre – für  die neuen Bundesländer. Doch nun sind die 400 nordrhein-westfälischen Kommunen und Gemeinden in einer brenzligen Situation. Nur acht von ihnen verfügen über einen ausgeglichenen Haushalt. In der Debatte über den Soli sind sich deshalb auch fast alle Protagonist_innen einig: Die Verteilung der Gelder nach Regionen muss aufhören.

Studentisches Performance-Kollektiv

Geschrieben von Chs am . Veröffentlicht in Kultur

Anna und die Kekse

2-2-web-anna-chsUnter dem Titel „Überflüssich – 5! Keksvariationen“ setzt das Performance- und Theaterkollektiv Anna Kpok zu seinem neusten Streich an. Vom 12. bis zum 15. April erkundet das Kollektiv die Bedingungen westlicher Gesellschaften im 21. Jahrhundert. Denn die produzieren Waren, Möglichkeiten und eben auch Produktivität im Überfluss.

 

Kreativkneipe Knut’s vor Eröffnung

Geschrieben von Mnd am . Veröffentlicht in Kultur

Nach der Probephase: Förderer gibt grünes Licht

3-1-FotoEs wird gehämmert, gebohrt, gesägt. Die Frühlingssonne taucht den Hinterhof in helles Licht, während drinnen liebevoll an Details gearbeitet wird. Fast jeden Tag kommen fleißige HelferInnen in das Wittener Ladenlokal, welches zwischen Shisha-Bar und uriger Fußballkneipe Quartier bezogen hat. Am 31. März ist Eröffnung – die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Hier entsteht die Astra-Kneipe Knut’s, welche mit der Symbiose aus „Bistro, Bar, Kunst und Kultur“ Kreative aus dem ganzen Ruhrgebiet anziehen will.

 

Ausstellung: „Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg“

Geschrieben von mr am . Veröffentlicht in Kultur

Die Arbeitssklaven der Nazizeit

„Wissen Sie, für uns Deutsche zählt das Leben eines Franzosen gar nichts“, lässt die große, uniformierte Frau von der Gestapo den jungen Franzosen Jacques Leperc wissen, als diesem im Oktober des Jahres 1943 in der Münchner Gestapo-Zentrale vorgeworfen wird, englischen Rundfunk gehört zu haben. Knapp ein Jahr zuvor ist Leperc mit einer Gruppe Landsleute von deutschen Soldaten nach Bayern gebracht worden, um dort unter menschenverachtenden Bedingungen in den Luftfahrtbetrieben der BMW AG zu arbeiten. Bis zu dem Zeitpunkt des Verhörs sei er zwar nur schikaniert, nicht jedoch geschlagen worden, erzählt Leperc in seinem Zeitzeugenbericht. Das Schlimmste habe ihm und seinen Zwangsarbeiter-Kollegen da aber noch bevorgestanden.