Musikzentrum: Angst vor Folgekosten

Geschrieben von rvr am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

1-2-van-den-Valentyn-Architektur_konzerthaus_boTrotz Kritik: Bochumer Rat will Architekturwettbewerb beschließen

Das ging schnell. Bereits drei Wochen nach der groß inszenierten BürgerInnenbeteiligung zum Bochumer Haushaltskonzept setzt sich die Politik über den Willen der angeblich Beteiligten hinweg. Schließlich lautete der mit Abstand am häufigsten geäußerte Vorschlag in dem extra eingerichteten Online-BürgerInnenforum: Die Stadt solle auf den Bau des Musikzentrums verzichten, um das Geld stattdessen in den Erhalt der bestehenden sozialen und kulturellen Infrastruktur zu stecken. Trotzdem will der Rat der Stadt an diesem Donnerstag den Architekturwettbewerb für das Musikzentrum endgültig auf den Weg bringen. Die Kosten für die Stadt sind dabei weit höher als öffentlich kommuniziert.

Die Bundesmittel fließen

am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Neonazi-Projekt „Dortmund den Dortmundern“ soll weiterhin stattfinden

Es klingt wie ein schlechter Scherz: Insgesamt 300.000 Euro will das Bundesfamilienministerium für eine „Zukunftswerkstatt“ mit militanten Dortmunder Neonazis ausgeben – nach wie vor, und trotz massiver Proteste. Obwohl sich die Stadt Dortmund und weitere KooperationspartnerInnen von dem Projekt distanziert haben, könnte es dazu kommen, dass extrem rechte Kader in staatlich finanzierten Kreativworkshops Zukunftskonzepte entwickeln dürfen. Das Ministerium sieht bisher jedenfalls keinen Anlass, den Bewilligungsbescheid zurückzuziehen, und der Dortmunder Träger Multilateral Academy gGmbH hat bereits damit begonnen, die üppige Fördersumme abzurufen. Bei dem Empfänger der Bundesmittel ist man entschlossen, das Projekt mit verändertem Konzept durchzuführen. Aus der militant rechten Szene gibt es Beifall.

Mehr links, mehr grün

Geschrieben von rvr am . Veröffentlicht in Hochschulpolitik

Die Ruhr-Uni hat gewählt

1-1-WahlauszhlungUm kurz vor ein Uhr nachts bricht auf der einen Hälfte des Hörsaals HGB 10 der Jubel los: Die amtierende AStA-Koalition aus Grüner Hochschulgruppe (GHG), Linker Liste (LiLi) und der Liste Schöner Wohnen in Bochum (SWIB) hat die Wahl zum Studierendenparlament gewonnen.

Kein Platz für ReferendarInnen

Geschrieben von nh am . Veröffentlicht in Hochschulpolitik

Referendariatsverkürzung: In geringerer Zeit noch mehr schaffen

3-1Auf dem Boden im Arbeitszimmer türmen sich die Stapel mit Fachliteratur. Sprachdidaktik, Didaktik politischer und ökonomischer Bildung und konzipierte Arbeitsblätter säumen den Schreibtisch. Katharina hechtet fahrig in der Küche umher. „Boah, ich hab den ganzen Tag noch nichts Vernünftiges gegessen“, sagt sie. Nach einem schnell zusammengeschnippelten und verputzten Salat, wirkt sie etwas entspannter. Das Referendariat macht ihr sichtlich zu schaffen: Sie ist eine der ersten, die ihren Vorbereitungsdienst in 18 Monaten absolvieren müssen. Statt Entlastungen erwarten die neuen ReferendarInnen ein höheres Arbeitsvolumen und eine geringere Vergütung als ihre VorgängerInnen in der zweijährigen Ausbildung.

Heidi & die Chicas laufen im Tonnengewölbe

Geschrieben von Chs am . Veröffentlicht in Kultur

Actionlesung und Uraufführung im Rottstr5 Theater

3-2-Nermina-KukicHeidi Klum im Reclam-Format: Schwachsinn oder künstlerisches Statement? Am 3. Februar bringt das Bochumer Rottstr5 Theater als erstes Theater der Republik das studentische Projekt von Gregor Weichbrodt und Grischa Stanjek als Action-Lesung auf die Bühne. Was als Einzelveranstaltung mit Sonderstatus geplant und deswegen innerhalb kürzester Zeit ausverkauft war, wird wegen der großen Nachfrage am 9. März wiederholt.

 

Die Gerüchteküche brodelt

Geschrieben von Mnd am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Antisemitismus: Eine Bestandsaufnahme

Deutscher-Bundestag---Lichblick-Achim-MeldeAnlässlich des Holocaust-Gedenktages: Wer die Parole „Nie wieder Auschwitz“ mit Leben füllen will, sollte, neben historischen, auch aktuelle Entwicklungen im Auge behalten. Laut einer vor kurzem veröffentlichten Studie sind rund 16,4 Millionen Deutsche latent antisemitisch. Es stellt sich daher die Frage: Ist das demokratische Frühwarnsystem in Deutschland intakt? Was ist der ideologische Nährboden, auf dem Antisemitismus, nicht nur hierzulande, gedeiht? Ein aktueller Fall und ein groteskes Buch geben Einsicht in Wesen und Wirken antisemitischer Narrative.