:bszKolumne: Kürbiskirche

Geschrieben von mar am . Veröffentlicht in Kolumne

Manch einer hat es vielleicht mal in einem dieser Hefte oder Bücher oder auf einer Internetseite mit dem unsäglichen Titel „Unnützes Wissen“ gelesen; einige Wenige mögen sich vielleicht sogar an Zeiten erinnern, als jenes Wissen noch offenbar war: Am 31. Oktober ist nicht nur Halloween, sondern auch Reformationstag. Wie es dazu kam, dass das Fest der Kürbisse und Geister das Fest der Thesen und Wartburgen ablöste, möchte ich Euch hier erzählen. Es mag ein wenig verwirrend und befremdlich wirken, doch so muss es sich zugetragen haben: Vor einem guten Jahrzehnt konstruierte ein gewisser Dietrich Knickerbocker, seines Zeichens Historiker und Diplomingenieur, eine Apparatur, die es ihm ermöglichte, nicht nur emissionsfrei durch den Raum – und das unterschied die Apparatur von einem Fahrrad mit großem Propeller dran –, sondern auch durch die Zeit zu reisen.

Wenn der Rektor gesprochen hat, ist Schluss?

Geschrieben von ks am . Veröffentlicht in Campus-News

Am 11. Oktober fand eine Abschlussbesprechung der Exzellenzinitiative statt

Hier hätte Ihre Exzellenz-Reklame stehen können!Eine Chance für die RUB, sich zu profilieren und ein Zukunftskonzept aufzustellen oder „exzellenter Unsinn“? Die Exzellenzinitiative hat an unserer Universität polarisiert. Auf der einen Seite standen die Hochschulleitung und eine vermutete große Mehrheit der wissenschaftlichen Beschäftigten, die die Beteiligung der RUB an den Exzellenz-Wettbewerben befürwortet und getragen haben. Auf der anderen Seite kritisierten vor allem Studierende die grundsätzliche Ausrichtung der Initiative auf Spitzenforschung und Drittmittel. Nun fand ein Workshop statt, der die gerade zu Ende gegangene Runde Revue passieren lassen und die Begründung des Wissenschaftsrates bewerten sollte.  An dieser Veranstaltung hat Sebastian Marquardt teilgenommen, der als studentisches Mitglied im Senat die Bewerbung miterlebt hat und nun im :bsz-Interview aus seiner Sicht von der Exzellenzinitiative berichtet.

Vier Frauen - vier Wege

Geschrieben von mh am . Veröffentlicht in Kultur

„Körpergeschichten“ wurde Sonntag und Montag im Essener Filmkunsttheater Glückauf gezeigt

2-1-koerpergeschichten_plakat_300bFilme über magere Frauen kennen wir, über Essstörungen und Diätwahn sind wir im Bilde. Aber was ist mit dicken Frauen? Nicht nur, dass sie vor allem in Filmen kaum präsent sind – die meisten der gezeigten Frauen scheinen eine identische magere Körperform zu haben. Auch fehlt es an Dokumentationen über Frauen, die nicht dem Schlankheitswahn verfallen sind und keinem willkürlich konstruierten „Idealbild“ ähneln.

Grabschen ist kein Witz!

Geschrieben von clu am . Veröffentlicht in Kultur

Wenn sexuelle Übergriffigkeit als Spaß durchgeht ...

 

 Joko Winterscheidt überschreitet Grenzen.

 

Daran, dass die Medien mittlerweile zu großen Teilen von hirnlosen Formaten ohne jeglichen Anspruch beherrscht werden, hat man sich mittlerweile wohl oder übel gewöhnt. Seit einiger Zeit wird die Diskussion, wie viel nackte Haut sein muss, welche Schönheitsideale propagiert und welches Maß an Perversität gezeigt werden darf, zumindest ab und an geführt. Aus aktuellem Anlass wird seit einigen Wochen nun auch debattiert, in welcher Form im deutschen Fernsehen mit sexueller Übergriffigkeit umzugehen ist.

Die Rückkehr des Euro-Retters

Geschrieben von USch, ks am . Veröffentlicht in Kultur

Daniel Cohn-Bendit fordert Europa total

Daniel Cohn-Bendit - Sorgenfalten für Europa. USchIn den 70er Jahren haute er noch zusammen mit Joschka Fischer beim Straßenkampf in Frankfurt mächtig auf den Putz. Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse 2012 kehrte das deutsch-französische Polit-enfant terrible Daniel Cohn-Bendit, Co-Chef der grünen Europa-Fraktion, als Manifest-Autor an seine ehemalige Wirkungsstätte zurück: „Für Europa!“ lautet der Titel seines Pamphlets, welches er zusammen mit dem ehemaligen belgischen Premierminister Guy Verhofstadt, Vorsitzender der liberalen Fraktion im Europa-Parlament, verfasst hat und das mehr Fragezeichen hinterlässt als Antworten gibt.  

 

Wo sich alle Künste zusammenrotten

Geschrieben von mar am . Veröffentlicht in Kultur

Bochumer Ordnungsamt verhindert Verwirklichung von Visionen

Kneipe, klönen, Kunst: Hochkultur mit zerissenen Jeans im R15.Ein unauffälliger Bau an der Rottstraße: Drei Stockwerke, im Erdgeschoss eine Kneipe. Die undurchsichtigen Fenster im Parterre haben kneipenwarme Farben und werden durch das Logo der alten Bochumer Schlegel-Brauerei verziert. Auf den ersten Blick vermutet man hier eine dieser fürs Ruhrgebiet typischen und doch vom Aussterben bedrohten Eckkneipen. In der Rottstraße 15 aber treffen sich keine KaninchenzüchterInnen, sondern Kunstschaffende und Kunstgenießende. Inhaber Martin Zöpel strukturiert das Programm des R15 für den Winter neu. Doch veraltete Bestimmungen und Verordnungen der Stadt legen ihm dabei Steine in den Weg.