Guttenberg Alaaf!

Geschrieben von mlg am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Die Pro-Guttenberg-Demo in Köln wird zum karnevalesken Happening

2-1_web_Guttenberg1Die Euphorie war groß in der Facebook-Gruppe „Wir wollen Guttenberg zurück“. Am Samstag wollten die Internet-UnterstützerInnen des CSU-Stars und Plagiators Karl-Theodor zu Guttenberg in 25 Städten auf die Straße gehen. Von den mittlerweile 580.000 Fans sind nur eine Handvoll gekommen. In Hamburg und Berlin kaperten Guttenberg-GegnerInnen mit Satireaktionen die Kundgebungen, in den meisten anderen Städten fielen sie gleich ganz aus. In Köln wurde das Ganze zwischen Karneval und Gegendemo zu einem schillernden Mini-Happening. Die bsz war vor Ort.

Vergesst Wagner!

Geschrieben von CMP/Chs am . Veröffentlicht in Kultur

Nicht Wunde, sondern Brandherd

3-1_Richard_Wagner_by_Caesar_Willich_ca_1862Es wagnert wieder. Der Bochumer Generalmusikdirektor Steven Sloane stellt die Gretchenfrage an den deutschen Komponisten. Für den Kosmopoliten Sloane, einem Israeli, in den USA aufgewachsen, in Deutschland lebend, ist die Frage nach der von Wagner hinterlassenen Wunde von besonderer Relevanz. Nun macht er „Die Wunde Wagner“ zu seinem Projekt und wirft die Frage auf, ob man die Kunst unabhängig von ihrem Schöpfer betrachten kann.

Wenn Chicken-Wings verboten wären

Geschrieben von de am . Veröffentlicht in Kultur

Comic-Neuerscheinung „Chew“ vermischt kulinarische Kritik mit Detektiv-Story

3-2_Chew_Ausschnitt1Wer möchte schon wissen, wo das Stück Fleisch auf dem Teller herkommt? Genau, niemand. Die Erkenntnis um tonnenweise prophylaktische Antibiotika, die hygienischen Zustände in den Mastbetrieben und die dauernden Qualen der Tiere verderben einem für gewöhnlich den Appetit. Was wäre wohl, wenn man um diese gesegnete Ahnungslosigkeit nicht herum käme? So geht es dem Helden in „Chew“.

Fuck Fracking

Geschrieben von USch am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

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In Witten soll Gift in den Boden gepresst werden

 

Wer glaubt, beim sogenannten „Fracking“ handle es sich um eine unkonventionelle Sexualpraktik, ist schief gewickelt: Das kryptische Kurzwort steht für „hydrologic fracturing“, ein riskantes Verfahren zur Gewinnung schwer zugänglicher Erdgasvorkommen. Bei Tiefbohrungen wird dabei ein Cocktail aus zum Teil hochgiftigen Stoffen in den Boden eingebracht. Auch in NRW sind die „Claims“ der global agierenden Energieriesen wie Exxon oder der BASF-Tochter Wintershall bereits abgesteckt – unter anderem in Witten. Doch jetzt regt sich Widerstand.

 

 

Adieu, macht`s gut!

Geschrieben von jek am . Veröffentlicht in Kolumne

Eine ungeliebte Prämisse fürs Studium ist nun aus der Welt geschafft: Ab kommendem Wintersemester müssen die Studierenden in NRW keine Studiengebühren mehr zahlen. Es wurde viel geschrieben und geschrien. Die Proteste der seit 2006 aktiven Bildungsstreik-Bewegung und nicht zuletzt das Vermeiden einer Blamage für Rot-Grün führten zur Abschaffung. Waren die Studiengebühren doch eines der zentralen Wahlkampfthemen. Doch was nun? Die Abschaffung der unsozialen Gebühren war Leitthema im Bildungsstreik in Asten und Fachschaftsräten. Ein ideales Thema, um die Kritik Studierender gegen die Bildungsbosse in den oberen Etagen zu konkretisieren.

„Das Geld ist weg“

Geschrieben von haje am . Veröffentlicht in Hochschulpolitik

1-1_webGeschwisterregelung: Berechnungsfehler in der Verwaltung

Ein Berechnungsfehler der Universitätsverwaltung sorgt in einigen Fakultäten an der RUB überraschend für finanzielle Engpässe. Seit der Einführung der Gebührenbefreiung für Geschwister wurden den Fakultäten fehlerhafte Beträge aus dem zentralen Gebührentopf zugewiesen. Die Fakultäten, die bisher unwissentlich von dem Lapsus profitiert haben, müssen „nachzahlen“: Sie bekommen schlagartig etwa 24.000 Euro weniger. Ihre Studierenden baden den Verwaltungsfehler aus.