Spitzeleinsatz an der Hochschule

Geschrieben von rvr am . Veröffentlicht in Hochschulpolitik

2-2__sw_spitzelDie Spätzle-Stasi ist wieder da

Neun Monate lang studierte „Simon Brenner“ an der Uni Heidelberg. Er war in der Fachschaft aktiv, beim Protestcamp auf dem Unicampus und auch bei einer Hörsaalbesetzung im Rahmen des Bildungsstreiks. Er arbeitete in der Kritischen Initiative mit, bei Anti-Castor-Protesten und engagierte sich beim linken Studierendenverband SDS. Bis Dezember. Seitdem ist klar: Simon hat sich unter falschem Nachnamen und mit gefälschten Papieren im Auftrag des Landeskriminalamts (LKA) an der Uni eingeschrieben. Sein Auftrag: linke Gruppen ausspionieren. Die baden-württembergische Polizei muss sich nun vorwerfen lassen, mit illegalen Methoden zu ermitteln – und schweigt bis heute zu den Vorwürfen.

 

 

Musikzentrum Bochum und die Folgen

Geschrieben von CMP am . Veröffentlicht in Kultur

3_1_sw_foto_Fotograf_Christoph_Fein_Bochumer_SymphonikerKonzertanter Gernegroß

Das geplante Konzerthaus für Bochum wird nun doch unter dem Namen Musikzentrum realisiert. Die Eröffnung soll Ende 2013 erfolgen. Ausgehend vom geplanten Standort des Musikzentrums an der Viktoriastraße wäre das Konzerthaus Essen grob geschätzt in 20 Minuten, das Dortmunder Konzerthaus in 30 Minuten zu erreichen. In dieser Konkurrenzsituation wird die Frage nach der inhaltlichen Ausrichtung des neuen Gebäudes wichtig. Die gegenwärtige Euphorie droht in einem Zuschuss-Desaster zu enden.

Deutsche Zustände

Geschrieben von vmap am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

3_2_sw_Prof._Dr._Wilhelm_Heitmeyer_foto_wikipedi_-Heinrich_Bll_Stiftung_BerlinKlassenkampf von oben und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

Der vor kurzem erschienene neunte Band der Reihe „Deutsche Zustände“ von Wilhelm Heitmeyer beleuchtet die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise auf das gesellschaftliche Klima in Deutschland. Durch die Krisenerfahrung verstärkt sich die kontinuierliche Entsolidarisierung der Gesellschaft. Sozialdarwinismus und islamfeindliche Ressentiments nehmen zu. Neu daran ist, dass die menschenverachtenden Einstellungen vor allem in den gehobenen gesellschaftlichen Schichten verbreitet sind und auch ein hoher Bildungsgrad dem Rassismus nicht entgegenwirkt.

Kulturhauptstraße Rott 2011

Geschrieben von Chs am . Veröffentlicht in Kultur

Off-Theater will Kreativviertel etablieren

4-1_Arne_Nobel_Bild-3-Foto_Chantal_StauderWer noch immer glaubt, in Bochum gebe es keine KünstlerInnen, wird im Falle des Bochumer Rottstr5-Theaters eines Besseren belehrt. Das hat kürzlich auch die Sparkasse Bochum eingesehen. Die Sparkassenstiftung gewährt dem Off-Theater erst- und einmalig eine Projektförderungssumme in Höhe von 25.000 Euro. Die neue Spielzeit steht unter dem Motto Kulturhauptstraße Rott 2011 und widmet sich im kommenden Jahr den Nibelungen.

Gute Vorsätze, Teil 2011

Geschrieben von CMP am . Veröffentlicht in Kolumne

„Entschuldigen Sie bitte, steppen Sie hier noch länger?“ – „Ich steppe nicht, ich walke.“ – Aha. Der Crosstrainer wird wohl noch länger in Gebrauch sein. Anfang Januar ist im Fitnessstudio die Hölle los. Sämtliche Crosstrainer sind in Benutzung, vor der Hantelbank wird Schlange gestanden und im Saunabereich treten sich die BesucherInnen gegenseitig auf die von Badelatschen kaum geschützten Füße. Alles schwitzt und stöhnt. Liegt es am Winterspeck? Auch, will man meinen. Doch was die Menschen um diese Jahreszeit wirklich in die urbanen Trimm-Dich-Tempel treibt, sind die guten Vorsätze für das neue Jahr.

Alptraum mit Vorankündigung

Geschrieben von mlg am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

855-1-2-web150 Menschen demonstrieren in Dortmund nach brutaler Nazi-Attacke gegen rechte Gewalt

Am Samstag gingen in Dortmund rund 150 Menschen gegen rechte Gewalt auf die Straße. Eine Woche zuvor hatte ein Nazi-Schlägertrupp die alternative Kneipe „Hirsch-Q“ angegriffen und KneipenbesucherInnen durch Messerstiche, Reizgas und Tritte verletzt. An der nunmehr sechsten Attacke war auch Sven K. beteiligt, der vor fünf Jahren den Punk „Schmuddel“ erstochen hatte. K. wurde erst kurz zuvor vorzeitig aus der Haft entlassen.