Keine Angst vor Gender Mainstreaming

Geschrieben von ph am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Von der Gleichberechtigung zur Gleichstellung (Teil 1)

4-1_flickr_sijekaasterisk_CC_BY-NC-SA_2.0Gender Mainstreaming – ein Begriff, der den meisten Menschen leider kaum etwas sagt und der für einige weltanschauliche Milieus zu einem irrationalen Feindbild avanciert ist. Dabei bezeichnet Gender Mainstreaming das grundsätzlich gute und wichtige politische Konzept, über die juristische Gleichberechtigung hinaus eine tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter in der Gesellschaft zu erreichen. Für dieses Ziel ist es erforderlich, bei allen politischen Vorhaben die Interessen und Bedürfnisse von Frauen wie Männern gleichermaßen angemessen zu berücksichtigen. Statt einfach eine geschlechtsneutrale Wirklichkeit anzunehmen und sich mit der Gleichberechtigung von Mann und Frau zufrieden zu geben, gilt es, die Lebensrealitäten der Geschlechter zu analysieren und diesbezüglich relevante politische Entscheidungen so zu gestalten, dass die Gleichstellung der Geschlechter gefördert wird.

Esta merda não anda

Geschrieben von Mnd/rvr am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Portugals Proteste zwischen Wut und Frustration

1-1Gleich mehrere Fernsehteams beziehen Stellung auf dem zentralen Freiheits-Platz vor dem Rathaus von Porto. Wie geht es weiter nach den Massenprotesten gegen die Sozialkürzungen und die Troika-Politik? Mit Unterstützung der Oppositionsparteien und dem großen Gewerkschaftsbund CGTP sind am Wochenende zuvor Hunderttausende in den portugiesischen Städten auf die Straße gegangen, um gegen die Troika aus IWF, EZB und EU-Kommission sowie gegen die konservative portugiesische Regierung zu protestieren.

Deutschlands trauriger Musterschüler

Geschrieben von fik am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Die Proteste gegen das Kürzungsdiktat gehen weiter

2-1Die Finanz- und Wirtschaftskrise wütet seit etwa fünf Jahren in ganz Europa. Zuerst geriet Irland ins Schlingern und dann Island. In den vergangenen zwei Jahren bestimmt die Situation von Griechenland und Spanien die Nachrichten. Jetzt liegt der Fokus auf Portugal, das schon als „gerettet“ galt. Besonders der vorauseilende Gehorsam der portugiesischen Regierung gegenüber der Troika, bestehend aus Internationalem Währungsfonds, der Europäischen Zentralbank und der Europäischen Kommission, zieht den Zorn vieler Menschen auf sich.

Krisen essen Zuversicht

Geschrieben von Chs am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Ohnmacht und Verzicht: Als das Lächeln aus Portugal verschwand

2-2ChsGriechenland, Spanien und Portugal leiden unter der europäischen Finanzkrise – so lautet eine verbreitete Zuschreibung in vielen Medien. Die abstrakte Darstellung, dass Länder die Opfer der Krise seien, ist allerdings maximal die halbe Wahrheit. Die Krise hat ganz reale Auswirkungen auf die BürgerInnen, die in diesen Ländern leben. Sie ist deutlich spürbar in den Straßen, Supermärkten, Wohnzimmern, Küchen und Kinderzimmern. Das Geld beim Einkauf reicht oft nicht einmal mehr für die Grundnahrungsmittel. Im Gegenzug stieg zum Beispiel in Portugal der Konsum von Alkohol und Drogen bereits kurz nach der Umsetzung der ersten Sparmaßnahmen nachweisbar an.

Musikalischer Frontkämpfer

Geschrieben von de am . Veröffentlicht in Kultur

Interview mit Political-Folk-Sänger Ryan Harvey

3-1Aktivismus und Musik vermischen: das ist das Anliegen von Ryan Harvey. Sei es gegen Krieg, für soziale Gerechtigkeit oder gleich die Revolution – der international bekannte Riot-Folk-Sänger aus Baltimore liefert den Soundtrack zu Protestbewegungen auf der ganzen Welt. Wir treffen ihn für ein Interview in Porto, wo gerade seine ausgedehnte Europa- und Nordafrika-Tournee zu Ende ging.

Viva a casa! Viva a rua!

Geschrieben von mar am . Veröffentlicht in Kultur

Portugiesische Nächte zwischen Kirchen und Krise

3-2Eine Demonstration, ein linkes Untergrundfestival in einem unscheinbaren Wohnhaus, umstrittene Filme. Das Abhängen hinter der Kirche und das Abhotten in den Clubs. Abseits der betäubenden und abstumpfenden Mainstream-Spaßmaschinerie gibt es in Portugals Kulturmetropole Porto einige Erfahrungen zu machen.