Folgt auf ALG-II-Reform soziale Eiszeit?

Geschrieben von USch am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

4-1-hnde:bsz-Gespräch zur Hartz-IV-Debatte

Sozialleistungen geraten unter Druck: Die Rente mit 67 ist eine versteckte Rentenabsenkung, da bereits heute kaum noch jemand einen Arbeitsplatz bis zum Renteneintritt hat. Elterngeld und Rentenzuschüsse werden für Empfänger_innen von Arbeitslosengeld II gestrichen, während sich die Kosten für die Krankenversicherung gerade für Geringverdiener_innen unverhältnismäßig erhöhen. Die Opposition, Gewerkschaften und Sozialverbände bezeichnen diese Entwicklung als katastrophal. Die bsz befragte den unabhängigen Politik- und Sozialberater Norbert Hermann zu seiner Meinung zu den gesetzlichen Neuregelungen wie der aktuellen Korrektur der Bemessung der Hartz-IV-Regelsätze.

Realitätsflucht regt einzig die Gefängniswärter auf

Geschrieben von Chs am . Veröffentlicht in Kultur

3-2-autorinEin provokantes Jugendbuch um Nichts

Konsequent zu Ende gedachter Nihilismus muss nicht zwangsläufig im Suizid enden. Aber es kann auch schon mal erschreckend brutal zugehen, wenn es jemand wagt, uns an die existenzphilosophischen Sollbruchstellen unseres Daseins zu erinnern. Wie schwer es uns tatsächlich fällt anzuerkennen, dass die Kohärenz unseres persönlichen Weltbildes sehr viel fragiler ist als angenommen, zeigen die empörten Reaktionen auf den provokanten Roman der dänischen Autorin Janne Teller.

Verhaltener Optimismus

Geschrieben von haje am . Veröffentlicht in Kultur

3-1-candideSchauspielhaus: Voltaires „Candide“ mit Temposchwankungen

Wir leben in der besten möglichen Welt, schrieb Philosoph Leibniz einst, sehr zur Freude der herrschenden Eliten seiner Zeit. Damit hat er seinen Kollegen Voltaire so sauer gemacht, dass er ihm als bitterböse Antwort den philosophischen Kurzroman „Candide oder Der Optimismus“ um die Ohren dichtete. Als Bühnenstück gehört der „Candide“ zu Anselm Webers Eröffnungsoffensive am Schauspielhaus. Es ist nicht die beste aller möglichen Inszenierungen – aber es ist eine gute.

Kommen & Gehen

Geschrieben von USch am . Veröffentlicht in Kultur

2-3-graffito

Pedro Holz bringt chilenische Geschichte

Die zweisprachigen Texte des Lyrik-Bandes „Ir y venir / Kommen und Gehen“ des chilenischen Autors Pedro Holz haben es in sich: Sie berichten von der Konfrontation des ehemaligen Mitarbeiters der 1973 von der Pinochet-Diktatur weggeputschten Allende-Regierung mit dem neuen Chile Ende der 80er und Anfang der 90er Jahre, aber auch von Liebe und Zukunft. Am 13. Oktober liest der Verfasser ab 18 Uhr in der Strandbar an der Ruhr-Uni aus seinem Werk.

Vorgetäuschte Übersichtlichkeit

Geschrieben von Chs am . Veröffentlicht in Kultur

2-2-Rottstr5Rottstr5-Galerie erkundet Lebenslabyrinth

Die wohl bekannteste Straße in Bochum ist momentan weder die Königs­allee, noch der Massenbergboulevard, sondern die Rottstraße. Hier hat sich neben dem viel gelobten urbanen Off-Theater auch eine Gruppe KünstlerInnen niedergelassen, um mit ihrer Galerie eine neue kreative Keimzelle zu schaffen.