Pandoras Büchsenöffner

Geschrieben von mar am . Veröffentlicht in Kultur

Die RUB-Literaturpiraten Treibgut bringen zum Zehnjährigen Anthologie raus

Pandoras Moderator: Sebastian23. Foto: Christoph Neumann

Sie treiben wieder ihr Unwesen, und das ist auch gut so: Im Semestertakt präsentiert die Literaturinitiative Treibgut junge Literatur aus der Ruhr-Universität und ihrem Umfeld auf ihren Gestrandet-Lesungen. Dieses Wintersemester aber ist ein ganz besonderes: Das Treibgut strandet nämlich nicht nur im KulturCafé, sondern auch im Freibeuter im Bermuda3eck und trägt in den darauffolgenden Wochen die Campusliteratur noch weit über den „Hafen des Wissens“ hinaus. Anlass ist das zehnjährige Bestehen der Initiative und die Präsentation der Jubiläumsanthologie „Treibgut – Pandoras Büchsenöffner“.

:bszKolumne: Gute Raten sind teuer

Geschrieben von Anonymus am . Veröffentlicht in Kolumne

Er befindet sich hier also im Dekanat der Fakultät für Phallologie, zwei Etagen unter dem Romantischen Institut – sofern man der dilletantischen Aufzugbeschilderung Glauben schenkt. Steifen Schrittes stapft Krümmel aufs Dekanatszimmer zu... Auf dem Weg dorthin springt ihn die laubfroschgrüne Schlagzeile eines Hochglanz-Plakats im Corporate Design an: „Standort Deutschland: Wissenschaft und Fortschritt. Gesprächsrunde mit ausgewiesenen Experten über Karriereperspektiven im Ausland“ – „Bildungsbananenrepublik…“, murmelt Krümmel und bemitleidet die vielen jungen WissenschaftlerInnen, für die es vernünftige Stellen in Forschung und Lehre nur in Transschavanien gibt. Krümmel wandert weiter den Gang hinab und beäugt das nächste Türschild kritisch. Irgendein Scherzkeks hat es mit einem handgekritzelten Post-It überklebt: „Dekanaan – wo Milch und Honig fließen…“ „Komisch“, denkt Krümmel, „das ist mir mit meinem Bachelor-Tunnelblick vorher nie aufgefallen.“ Krümmel hält kurz inne. Dann klopft er. Nach einem schroff-gespielt-freundlichen Verwaltungs-„Ja, bitte?!“ aus dem Inneren des Raumes tritt Krümmel durch die Tür ein.

Eine Nacht der Schande

Geschrieben von ph am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Zum 74. Jahrestag der Reichspogromnacht

Bei der Reichspogromnacht zerstörte orthodoxe Synagoge in München. Foto: Bundesarchiv Bild146-1971-099-63 Berlin Synagoge Fasanenstraße

Die vom NS-Regime organisierten und gesteuerten, landesweiten antisemitischen Pogrome vom 07. bis 13. November 1938 markierten den Wendepunkt von der Diskriminierung und Entrechtung jüdischer Menschen in Deutschland seit 1933 zu ihrer systematischen Verfolgung. Ihren Höhepunkt erreichten die Novemberpogrome in der Nacht vom 09. auf den 10. November 1938. Diese Nacht der brennenden Synagogen ist als „Reichspogromnacht“ oder „(Reichs-)Kristallnacht“ in die Geschichte eingegangen. Über 1.400 Synagogen und jüdische Betstuben wurden während der Pogrome zerstört, beinahe sämtliche Synagogen Deutschlands. Zudem wurden tausende Geschäfte und Wohnungen verwüstet und geplündert sowie jüdische Friedhöfe zerstört. In den Folgetagen der Reichspogromnacht wurden ca. 30.000 Juden und Jüdinnen in Konzentrationslager deportiert, wo sie monatelang unter schrecklichen Bedingungen inhaftiert waren und hunderte von ihnen starben. Insgesamt sind bis zu 1.500 jüdische Menschen während der Pogrome oder in deren Folge gestorben.

RUB-Streichkonzert geht weiter

Geschrieben von mar am . Veröffentlicht in Hochschulpolitik

Die Uni muss doch irgendwie kaputtzusparen sein...

Grafik: mar

Angesichts der prekären Finanzlage der Universität, sieht sich die Ruhr-Uni zu strengen Sparmaßnahmen gezwungen. Das Haushaltsdefizit von 9,2 Millionen Euro sollen in erster Linie die Fakultäten durch teils radikale Stellenstreichungen kompensieren. Zudem sollen auslaufende Stellen zum Teil nicht neu besetzt werden. Dass damit einigen Fächern die Unstudierbarkeit droht, scheint dabei in Kauf genommen zu werden – genauso wie die Tatsache, dass ganze Fakultäten gewaltige Einbußen im Ablauf des Lehrbetriebs hinnehmen müssen. Besonders im Hinblick auf den doppelten Abiturjahrgang im kommenden Jahr dürfen Stellenstreichungen nicht einfach hingenommen werden!

Platanenmassaker an der Marienkirche

Geschrieben von USch, ck am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Demokratievernichtung mit der Kettensäge
Grüne Uniformen und orangene Overalls: Kettensägenmassaker unter Polizeischutz. Foto: marKann sich hören lassen: Die Kettensägensymphonie hat begonnen. Foto: Esperanza Aserrar

Die schlimmsten Befürchtungen sind wahr geworden: Obwohl das Bürgerbegehren gegen das Musikzentrum noch in der Schwebe ist, wurden am Montag ab 4 Uhr morgens Fakten geschaffen und ein Großteil der Platanen auf dem potentiellen Baugelände an der Marienkirche gefällt. Damit hat sich der Stadtrat nach dem Stadtbadabriss 1998 und dem Cross-Border-Leasing des Kanalnetzes 2003 zum dritten Mal über ein Bürgerbegehren hinweggesetzt.

Opel-Spange spaltet die Stadt

Geschrieben von USch, ck am . Veröffentlicht in Urbi et Orbi

Bochum bald endgültig eingekesselt

Protest weggebaggert: Eine Schaufel spaltet die Stadt.Foto:  USch

Ein Idyll wird asphaltiert: Seit dem feierlichen ersten Baggerbiss laufen nunmehr die Bauarbeiten, um den Bochumer Süden von Laer über Steinkuhl bis Wiemelhausen mit 3,3 Kilometern neuer Autobahn einzudecken. 2015 soll das bis zur Markstraße reichende erste Teilstück entlang des Opelwerks I eröffnet werden, 2017 dann der achtspurige(!) Ausbau des heutigen Nordhausenrings bis zur Uni-Straße. Während sich die verantwortlichen PolitikerInnen wie üblich selber feiern, haben die AnwohnerInner überwiegend resigniert.